Test: Gummistiefel Aigle Parcours 2 Iso

Die Zeit der Treib- und Drückjagden ist bereits voll im Gange. Die Böden sind teils gefroren oder teilweise aufgetaut und der dementsprechend matschig. Da helfen nur Gummistiefel, die für diese Jahreszeit isoliert sein sollten. Da gibt es unterschiedliche Formen der Isolierung, die von Fell bis Neopren reichen und genau so einen mit einem Neoprenfutter haben wir uns näher angesehen, den Parcours ISO 2 von Aigle, den wir bei Gummistiefelexperte.de bezogen haben – an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank für die Unterstützung.

Beim Aigle Parcours ISO 2 handelt es sich um einen Stiefel aus Naturkautschuk der speziell für die Jagd konzipiert wurde. Hier handelt es sich bereits um die 2. Version des Stiefels, die im Fersenbereich einen elastischen Dämpfungskeil besitzt und somit für eine Trittfederung sorgt. Die 3-teilige Sohle sorgt für einen hohen Tragekomfort und dass die Füße nicht ermüden. Die eingelassene Zwischensohle sorgt für Stabilität, die vielen Gummistiefeln fehlt, und Laufkomfort. Das Laufprofil wurde so gewählt, dass man in jede Richtung eine gute Bodenhaftung erhält. Bei der Profilentwicklung schauten sich die französischen Entwickler einiges von den Gämsen (Hufform) ab.

An stark beanspruchten Stellen ist der Stiefel zusätzlich geschützt, so befinden sich rund um den Knöchel, vor dem Schienbein und an der Außenseite zahlreiche Verstärkungen.

Mittels einer Schnalle lässt sich an der Gummistiefeloberseite die Wadenweite bequem verstellen. Die Befestigung der Schnalle sieht robust aus und fällt nicht bei jedem Stoß aus ihrer Verankerung.

Innen befindet sich eine 4,5 mm starke Neopren-Fütterung, die sich gut einigen lässt, die Innensohle besteht ebenfalls aus 4,5 mm Neopren (Isoliermittel aus Schaumgummi).

Technische Daten:

  • Schaft: natürlicher Kautschuk (Gomma-plus).
  • Futter: Neopren: 4,5 mm
  • Innensohle: Neopren: 4,5 mm
  • Laufsohle: Kautschuk mit Profil in drei Dichtigkeitsgraden, stoßdämpfend, stabil und abriebfest.
  • Gewicht: 2,6 kg (Paar in Größe 44)
  • Höhe: ca. 45 cm
  • Größen: 36-50

Fazit

Wenn man feste Bergschuhe für die Jagd gewohnt ist, dann ist ein Jagen in Gummistiefel vorerst einmal undenkbar. Diese wasserdichten Stiefel hat man aus früheren Zeiten als unbequem und kalt in Erinnerung. Für bestimmte Bewegungsjagden (Drückjagd, Treibjagd) sind aufgrund der Bodenbeschaffenheit Gummistiefel notwendig und deshalb haben wir uns für den Aigle Parcours 2 Iso, mit seinem wärmedämmenden Futter, entschieden.

Tipp: den Gummistiefel nicht zu groß kaufen – schwankt man zw. zwei Größen, dann kann man in der Regel den Stiefel in der kleineren Größe beziehen.

Das 4,5 mm starke Neoprenfutter war für Temperaturen um den Gefrierpunkt auch bei längeren Stehzeiten mehr als ausreichend. Auch in Bewegung war das Fußklima sehr angenehm. Nach ca. 14 km Wegstrecke verspürte man keine Schmerzen in den Füßen, was an der eingelassenen Zwischensohle liegt – der Tragekomfort ist wirklich hervorragend.

Der Aigle Parcours 2 Iso hat uns wirklich überzeugt, aber auf Grund vom, unserer Meinung nach, stolzen UVP von € 210,- müssen wir leider ein Krickerl abziehen und vergeben somit 4 von 5 Krickerl.

Wertung_4

Link zu Aigle: http://www.aigle.com/
Link zu Gummistiefelexperte: http://www.gummistiefelexperte.de/

Fotografie, perfekt getarnt – XJAGD Net Cape

Für die Natur- bzw. Wildlife-Fotografie gelten ähnliche Kriterien wie beim Jagen: geräuschlos und vor allem ungesehen muss man sein, wenn man gute Nahaufnahmen von wildlebenden Tieren haben will.

Mit der neuen Serie Fotografie, perfekt getarnt möchten wir uns dem Punkt ungesehen sein etwas genauer widmen.

Viele unserer Wildarten (Schalenwild) sind Bewegungsseher, das bedeutet, dass sie Objekte die sich bewegen viel besser wahrnehmen als ruhende Objekte. Deshalb ist es notwendig, dass man sich so tarnt, dass man mit dem Hintergrund gut verschmilzt, man spricht hier von einer visuellen Tarnung. Hier ist es essentiell, dass man die richtigen Farben und Formen wählt – ein gelbe Wüstentarnung wird im Schnee nicht sehr behilflich sein.

Für die Jagd gibt es da bereits viele Materialien, wo sich der Jäger perfekt visuell tarnen kann. Auch für die Fotografie gibt es da unzählige Produkte, die aber zum Teil sehr unhandlich, wie z.B. Tarnzelte, sind.

Welche Anforderungen sollen die Hilfsmittel für die Tarnung erfüllen?

  • Kamera und Teleobjektiv tarnen
  • Hände und Gesicht tarnen
  • Körper des Fotografen soll getarnt sein
  • die Tarnung soll leicht und vor allem transportabel sein

Der österreichische Hersteller XJAGD, mit Sitz im Salzburger Land, ist mit seiner Produktlinie Demorphing® Camouflage bereits vielen Jägern ein Begriff. Neben Hosen, Jacken, Hemden, … bieten sie auch Netzbekleidung an und genau diese Netzbekleidung haben wir uns zu Nutze gemacht. Es handelt sich hier um einen Poncho namens NET CAPE.

Einige Eckdaten zum NET CAPE:

  • dient zur Tarnung von Menschen und Ausrüstung
  • Kapuze mit Sehschlitz
  • in den Größen von S bis XL erhältlich
  • 100 % Polyester, aber dennoch geräuschlos
  • kleines Packmaß
  • geringes Gewicht

Dieser ultraleichte Poncho, ca. 185 Gramm leicht, ist in den Designs Flash, Woodland, Tundra, Savanna und Mountain erhältlich – wir entschieden uns für Woodland. Woodland ist in geschlossenen und dichten Waldvegetationen zu unterschiedlichen Jahreszeiten (Frühling, Sommer und Herbst) ideal einsetzbar.

Die mit einem Einhandzug verstellbare Kapuze nützen wir als Öffnung für das an der DSLR montierte Teleobjektiv. Die elastischen Kordeln werden über der, an dem Objektiv angebrachten, Sonnenblende zusammengezogen. Die Bebänderung (Kordeln) wird anschließend nach innen verstaut, dann baumelt nichts mehr unter der Linse.

Unter dem NET CAPE findet man in hockender Position (oder auf einem Hocker) samt Stativ hervorragend Platz und man ist perfekt getarnt – selbst wenn man sich langsam bewegt verschwimmen die Konturen. Durch das Netz kann man auch ohne Kamera angenehm nach außen durchblicken.

Wegen der einfachen Handhabung und leichten Gewicht sind wir von diesem Poncho so angetan, dass wir uns für den Spätwinter/Frühling das Design Tundra zulegen werden – so sind wird für die kommende Raufußhuhn-Balz perfekt gerüstet.

Der UVP vom XJAGD NET CAPE Poncho liegt bei € 79,-. Bedenkt man, dass Neopren-Tarnungen, für ein einzelnes Teleobjektiv, über € 100,- kosten, ist dieser Poncho doch sehr preiswert und vor allem universell einsetzbar – es passt für alle uns bekannten Objektive und kann zudem auch noch für den eigentlichen Verwendungszweck, die Jagd, verwendet werden.

Link zu X JAGD: www.xjagd.store/

Jagdkalender 2019