Jagdfotos: das richtige Objektiv

Zu lange gibt’s nicht 🙂 … zumindest trifft das bei der Brennweitenwahl zu.
Während viele Wanderer auf ein (Ultra-)Weitwinkel-Objektiv schwören, ist das für die Jagdfotografie nicht gerade dienlich, denn wir wollen das Wild sehr formatfüllend auf das Bild bekommen.

Grundsätzlich gilt je länger die Brennweite ist, desto weiter kann man vom Motiv (Wild) entfernt sein. Unter 200/300mm braucht man nicht anfangen, ideal wären 400mm und aufwärts. Je länger/größer die Brennweite ist, umso teurer wird das Objektiv.

Natürlich gibt es Superzoom Kompaktkameras, mit einer Brennweite bis zu fast 600mm. Diese sind sehr leicht, dementsprechend auch klein und im Vergleich zur digitalen Spiegelreflexkamera kostengünstig.
Diese Kompaktkameras haben einen erheblichen Nachteil. Bei schlechtem Licht lässt die Bildqualität sehr schnell nach, da das angebrachte Objektiv nicht gerade lichtstark ist und der eingebaute Sensor meist zu klein ist.

Wer vor Sonnenaufgang das Wild fotografieren möchte, der wird wahrscheinlich nur mit einer Spiegelreflex Kamera, die mit hohen ISO-Bereichen gut umgehen kann, glücklich.

Feldhase im Bergrevier

Brennweite 400mm - ISO 1600 - kurz vor 7 Uhr - bewölkt

Bei diesem Bild (Feldhase) hätte man mit einer Kompaktkamera sicher seine Probleme, da die meisten Superzoom Kompaktkameras bei ISO 1600 keine brauchbaren Bilder liefern. Gerade im Revier wo man beim Morgen- oder Abendansitz Jagdfotos machen will, ist eine digitale Spiegelreflexkamera unumgänglich.

Nun zu den Objektiven. Hier muss zwischen Festbrennweite und Telezoom unterschieden werden.

Festbrennweiten sind von der Bildqualität besser und sind sehr lichtstark. Ein Nachteil ist, dass man sehr unflexibel ist und dass Festbrennweiten auch (zumeist) teurer als Telezooms sind.

Ein Telezoom-Objektiv ist die Alternative zur Festbrennweite. Kostengünstiger und flexibler. Tja, es gibt da schon ordentliche Telezooms z.B. 28-300mm von Canon oder das 50-500mm Objektiv von Sigma. Über die Qualität dieser Objektive möchte ich mich nicht äußern, da ich diese Objektive noch nicht getestet habe.

Ich habe mich zum Beispiel für das Sigma 120-400mm f/4,5-5,6 DG OS APO HSM entschieden. 400mm ist schon eine ansprechende Brennweite für Jagdfotos und besitzt auch einen optischen Bildstabilisator, der bei schlechtem Licht die eine oder andere Blende gut macht – lt. Hersteller sogar 4 Belichtungsstufen. Auch der Autofokus (HSM) arbeitet präzise, schnell und geräuscharm.

Im Prinzip ist die Objektivwahl eine philosophische Frage, die jeder für sich entscheiden muss.

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