22. Salzburger Landesjägerschießen 2019

Im Jagdzentrum Stegenwald findet vom Freitag den 13. bis Sonntag den 15. September 2019 das alle 3 Jahre stattfindende Salzburger Landesjägerschießen statt – gültig für alle Jägerinnen und Jäger mit gültiger Salzburger Jagdkarte. Die Preisverteilung ist am Sonntag den 15. September 2019 um 19 Uhr.

Hauptbewerb:

  • 3 Schuss: 100 m Fuchsscheibe stehend angestrichen am festen Bergstock (Schützen ab 65 Jahre sitzend aufgelegt)
  • 3 Schuss: 200 m Gamsscheibe sitzend aufgelegt

Nebenbewerbe:

  • 5 Schuss: Faustfeuerwaffe
  • 3 Schuss: 50 m laufender Keiler
  • 25 Wurfscheiben

 

Anfahrt/Adresse:

Salzburger Jägerschaft
Jagdzentrum Stegenwald
Pass-Lueg-Straße 8
A-5451 Tenneck

Link zur Ausschreibung
Link zur Salzburger Jägerschaft

Test: Kahles HELIA Rangefinder 8×42

Entfernungsmesser erfreuen sich mit wachsender Beliebtheit und sind bei der Jagd äußerst hilfreich, um Entfernungen richtig abschätzen zu können. Ferngläser mit integriertem Distanzmesser sind noch hilfreicher, zumal die Vergrößerung größer und die Lichtstärke höher ist, außerdem spart man sich a) Gewicht b) Platz und c) zusätzliche Handgriffe.

Ein Fernglas mit Distanzmessung möchten wir vom österreichischem Hersteller Kahles vorstellen: Kahles HELIA Rangefinder 8×42.

Kahles ist ein österreichisches Traditionsunternehmen welches 1898 in Wien gegründet wurde. Allen Jägern und Sportschützen ist dieses Unternehmen durch die hervorragenden Zieloptiken bekannt.

Unboxing HELIA Rangefinder 8×42:

Technische Daten:

  • Vergrößerung: 8-fach
  • Objektivdurchmesser: 42
  • Dämmerungszahl: 18,3
  • Nahfokus: ab 10 m
  • beidseitiger Dioptrieausgleich
  • Messbereich: 10-1.500 m
  • Messgeschwindigkeit: 1 Sekunde
  • Messfunktionen: Einzelmessung und Scan
  • Messgenauigkeit: +/- 1 m bei einer Messung bis 100 m; +/- 2 m bei einer Messung bis 1.000 m; +/- 5 m bei einer Messung ab 1.000 m; 
  • OLED Display mit 5 Helligkeitsstufen
  • Stickstofffüllung
  • Winkelkorrektur
  • Lodenschutz von Waldkauz
  • Höhe / Breite / Tiefe: ca. 148 x 131 x 71mm
  • Gewicht: 880 g
  • 10 Jahre Garantie
  • 2 Jahre Garantie auf die Elektronik

In der Praxis

Gleich vorweg muss man sagen, dass das Glas in China gefertigt wird – was für Kahles eigentlich untypisch ist, aber Entwicklung, die technischen Spezifikationen, Qualität/Kontrolle, Haptik und Design stammen jedoch aus Guntramsdorf. Den Rangefinder gibt es in 8 und 10-facher Vergrößerung. Da wir für die Jagd ausschließlich Ferngläser mit 8-facher Vergrößerung verwenden, haben wir uns für das 8×42 Glas entschieden.

Nach dem Auspacken sind uns sofort einige Punkte aufgefallen, die sich deutlich von deren Mitbewerbern abheben. Zum einem ist das die braune Gummiarmierung und zum anderem ist das der Lederriemen und Lodenschutz der bekannten deutschen Firma Waldkauz.

Ja, die Firma Waldkauz beliefert Kahles mit Zubehör, einen Leder-Wollfilz-Riemen und ein Lodenschutz für Okular und Objektiv. Der Schutz aus braunem Gebirgsloden lässt sich lautlos abnehmen und anbringen. Vor allem ist das der erste Schutz, der richtig lautlos ist!

Was wir allerdings vermissen, ist eine Transporttasche für das Fernglas. Speziell für den Transport ins Revier und zur Aufbewahrung vom Reinigungstüchern wäre so eine Tasche richtig hilfreich.

Das erste Hands-on war sehr angenehm. Die Gummiarmierung fühlt sich richtig gut an, auch wenn man verschwitze Hände hat! Hier wurde ein angenehmes Material, das sich auch leicht reinigen lässt, gewählt. Auf der Unterseite von jedem Tubus ragt jeweils eine Erhebung heraus, darin befindet sich die Messelektronik. Trotz dieser Verdickung finden wir die Haptik richtig gut.

Richtig positiv ist, dass jeder Tubus einen Dioptrienausgleich besitzt. Mit der rechten Korrektur stellt man das OLED-Display und am linken Okular den linken Tubus scharf. Ein großer und leicht erreichbarer Mitteltrieb dient wie gewohnt zur Fokussierung.

Natürlich ist das Glas auch mit Drehaugenmuscheln ausgestattet. Hier kann man zwischen 4 Positionen wählen und die Augenmuscheln rasten ordentlich ein bzw. halten Ihre Position sehr gut. Brillenträger können den RangeFinder ebenfalls optimal verwenden, in dem man die Augenmuscheln bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn hineindreht.

An der Unterseite ragt etwas die Batterieaufnahme heraus, die eine CR2 Batterie, die bei uns im Lieferumfang enthalten war, aufnimmt. Das Batteriefach und der Deckel sind eloxiert und reflektieren bei Sonnenschein nicht! Die Batterie soll für ca. 3.000 Messungen ausgelegt sein.

Kommen wir nun zur Distanzmessung. Das Gerät ist so aufgebaut, dass es sofort ohne Lesen der Bedienungsanleitung benützt werden kann. Zum Messen wird der Knopf mit der Vertiefung kurz gedrückt. Der zweite Knopf, die Modustaste, dient zur Einstellung der Display-Helligkeit und man kann hier eine von 5 Beleuchtungsstufen wählen. Bleibt man länger als 3 Sekunden auf dem Messknopf, dann wird laufend gemessen – man nützt dann die Scanfunktion.
Fast jede Messung war erfolgreich, Probleme gab es nur, wenn die Witterungsverhältnisse nicht ideal waren, wie z.B. bei Nebel – aber da haben auch andere Distanzmesser größte Probleme.

Richtig hilfreich bzw. für die Bergjagd unverzichtbar ist die Winkelfunktion, hier kann man im Menü (drücken der Modustaste für mehr als 3 Sekunden) zwischen 2 Modi auswählen: Riflemans-Rule oder Kahles EAC-Funktion (Enhanced Angle Compensation). Rifelemans-Rule wird auch im Reloada verwendet. Die EAC-Funktion ist eine Weiterentwickung und sorgt für einen Winkel ab 40° oder Entfernungen ab 400m für eine genauere Berechnung der Schussentfernung. Im Menü kann auch noch die Maßeinheit für die Entfernung zw. Meter und Yards angepasst werden.

Der RangeFinder liefert in der Mitte ein richtig knack-scharfes und klares Bild, im Randbereich ist nur eine geringe Unschärfe erkennbar. Das Bild im rechten Tubus ist etwas dunkler, das liegt am implementierten OLED-Display. 

Mit 880 Gramm ist das Gewicht noch richtig angenehm und wiegt lediglich um ca. 130 Gramm mehr als das Kahles Helia 8×42 ohne Distanzmessung.

Die Garantie für das Fernglas beträgt 10 Jahre – für die Elektronik bzw. Messtechnik allerdings nur 2 Jahre. Der Kahles Helia RangeFinder kostet ca. € 1.550,- im Fachhandel und hat für uns in dieser Kategorie ein großartiges Preis-/Leistungsverhältnis. Uns hat das Helia RF richtig überzeugt, deshalb vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zum Hersteller: Kahles Helia RangeFinder 8×42

Jagdmesse: Die Hohe Jagd & Fischerei 2020

Vom 20. bis 23. Februar 2020 findet die Jagdmesse Die Hohe Jagd & Fischerei zum 32. Mal in Salzburg statt.

Zeitgleich dazu findet die Messe absolut allrad statt und liefert einen umfassenden Überblick über den 4×4 Markt.

Rückblick 2019:
2019 konnte die Jagdmesse mit ca. 43.400 Besuchern glänzen. 630 nationale und internationale Aussteller wohnten der Fachmesse bei.

Link zur Hohen Jagd

Adresse:
Am Messezentrum 1
5021 Salzburg

Test: Lodenjacke Jagdhund Zwettl 3

Die geräuschlose Multifunktionsjacke Zwettl, aus Loden von Jagdhund, gibt es mittlerweile seit über einem Jahrzehnt und wird bereits in der Version 4 vertrieben.
Wir möchten heute die Zwettl 3 von Jagdhund, die wir bereits seit über drei Jahren in Verwendung haben, vorstellen. Das ist schon ein richtig aussagekräftiger Zeitraum für ein Review – da kennt man schon alle Stärken und Schwächen.

Wir möchten auch darauf hinweisen, dass das kein bezahlter oder gesponserter Beitrag ist – damals wurde der volle Kaufpreis für die Jacke bezahlt und dieser Test ist, wie alle unsere Tests, unabhängig und objektiv.

Technische Details

  • Oberstoff: 95 % Schurwolle, 5 % Kamelhaar
  • Futter: 56 % Polyester, 44 % Viskose
  • Thermoisolierung: 100 % Polyester
  • Größen 46 – 62 / 24 – 31 / 94 – 114
  • 6 Außentaschen
  • 2 Innentaschen
  • wärmendes Thermofutter
  • Zweiwege Zipp mit großen Zippschlaufen

Die Zwettl 3

Die Zwettl 3 ist eine Multifunktionsjacke, die bei uns nicht nur im Winter, sondern auch in der Übergangszeit (Frühling/Herbst) getragen wird. Durch den Campak-Loden ist diese Lodenjacke nicht nur geräuschlos, sondern auch überaus robust. Zusätzlich ist Loden ein widerstandsfähiger Wollstoff – genauer gesagt ein Funktionsgewebe aus 100 % Naturfaser, das auch im nassen Zustand wärmt.

Campak-Loden: Mischung aus Kamel- und Schafswolle … ist daher besonders strapazierfähig.

Auffallend bzw. Kennzeichen der Jagdjacke ist, dass der Außenstoff aus zweifarbigen dicken bzw. robusten Loden besteht.

Verschlossen wird die Jacke von Jagdhund mittels grobem YKK-Zweiwege-Zippverschluss, der durch eine zusätzliche Knopfleiste geschützt wird. Der Zipp ist mit einer Lodenlasche versehen, sodass man auch mit Handschuhen die Lodenjacke leicht öffnen bzw. schließen kann.

Unter den Armen wurde jeweils ein 33 cm langer feiner YKK-Zippverschluss zur Belüftung eingearbeitet – die Öffnung wird durch ein ca. 6 cm breites Mesh-Netz getrennt.

Die Zwettl 3 besitzt 8 Taschen, 2 Patronentaschen im Brustbereich, 2 richtig tiefe Mufftaschen die mit feinem Vlies gefüttert sind, 2 Seitentaschen mit Patronenschlaufen und 2 mit Zipp verschließbare Innentaschen.

Die beiden oberen Patronen- bzw. Seitentaschen besitzen eine Fixierung für Ferngläser. Leider hat sich diese im Laufe der letzten Jahre abgenützt und ist so nicht mehr verwendbar. Das ist aber auch das einzige Manko wo die Jacke in diesem Langzeittest nachgegeben hat.

Das Innenfutter wurde abgesteppt und ist richtig geräuscharm. Die Füllung trägt nicht besonders auf, wärmt aber trotzdem gut. Innen wurde auch ein gefütterter Schneefang bzw. Windfang eingearbeitet, sodass die Kälte nicht von unten eindringen kann.

Fazit

Die Multifunktionsjacke Zwettl 3 ist durch ihr Design, speziell durch die Zweifarben-Optik, alles andere als altvatrisch und für jede Altersgruppe tragbar. Auch wenn sie vom Muster und Schnitt her optisch sehr ansprechend und (fast zu) schön ist, will sie natürlich auch im Revier gefordert werden, denn genau für raue Bedingungen wurde diese geschaffen. Der Loden dieser Jacke von Jagdhund ist stark bzw. robust und durch ihre Fütterung bzw. Thermoisolierung für kühlere Temperaturen sehr geeignet – nur im Sommer hängt sie bei uns im Schrank. 

Nicht einmal in diesem sehr strengen Winter 2018/2019, mit Neuschneemengen weit über 2 m, wurden der Lodenjacke die Grenzen aufgezeigt. Schneeregen oder dichter Schneefall konnten uns bei den mühevollen Aufstiegen zu den Fütterungen nichts anhaben – wir blieben darunter trocken.

Wenn Schneeschuhe brachen oder anderes Material Ermüdungserscheinungen zeigte, konnte man sich auf die Zwettl 3 richtig verlassen und das war auch ausschlaggebend für diesen Bericht. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung

Zum Preis: wir bezahlten für diese Jacke damals ca. € 380,- und ist aktuell um € 249,- (Stand April 2019) im Online-Shop von Jagdhund zu erwerben. Das Nachfolgemodell, die Zwettl 4, ist um € 389,- erhältlich. Beide Jacken gibt es auch mit Kapuze, wo aber ein Aufpreis nötig ist. In Anbetracht dessen was wir mit dieser Lodenjacke erleben durften, finden wir den Preis gerechtfertigt und vergeben daher sehr gerne 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu Jagdhund
Link zur Jagdhund Zwettl 3
Link zur Jagdhund Zwettl 4