Verändert ein Schalldämpfer die V0? Test mit .270 Win. und ERA SOB1

Wie verändert ein Schalldämpfer die V0?
Erhöht oder verringert ein Einsatz eines Schalldämpfers die Mündungsgeschwindigkeit?

Im Netz kursieren viele teils widersprüchliche Mythen zu diesem Thema:

Mythos Nr. 1:
Der Schalldämpfer ist eine Laufverlängerung und dadurch steigt die Mündungsgeschwindigkeit.

Mythos Nr. 2:
Die Gase im Dämpfer bremsen das Geschoss.

Mythos Nr. 3:
Die nachfolgenden Gase beschleunigen das Geschoss.

Aus diesem Grund wollen wir mit einigen Testreihen mit den Mythen aufräumen und aufzeigen, was wirklich dahintersteckt.

Teststellung

Waffe Handelsübliche Repetierbüchse mit 57 cm Lauf
Kaliber .270 Winchester
Munition Geco Teilmantel 9,1 g / 140 gr
Schalldämpfer ERA SOB1
Geschwindigkeitsmessgerät MagnetoSpeed V3

Ergebnis

Nr. mit Schalldämpfer ohne Schalldämpfer
1 841 m/s 847 m/s
2 850 m/s 840 m/s
3 844 m/s 847 m/s
Ø 845 m/s 844 m/s

Auszug aus log.csv

Fazit

Eine nennenswerte Änderung der Mündungsgeschwindigkeit unter Anwendung eines Schalldämpfers ist mit dieser Teststellung nicht erkennbar. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten von 845 und 844 m/s sind nahezu identisch und somit ist keine der oben genannten Mythen zutreffend.

Podcast: Halb so wild von Swarovski

Podcast erfreuen sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Nahezu zu jedem Thema gibt es einen Podcast, auch zum Thema Jagd und Natur.

Ende Februar veröffentlichte Swarovski Optik den neuen Jagd-Podcast Halb so Wild, in dem der Fotograf und Journalist Jürgen Schmücking spannende Gespräche mit beeindruckenden Personen führt. So wie zum Beispiel mit Rudi Obauer, einen nicht jagenden Sternekoch aus dem Salzburger Pongau, der so ziemlich alles vom Wild verwertet.

Empfehlenswert ist der Podcast für alle die sich für Jagd, Natur und Kochen interessieren. Übrigens, die nächste Folge von Halb so Wild soll am 23.3. erscheinen.

Links zu den Podcasts:

 

Test: MagnetoSpeed V3

Für Wiederlader, Sportschützen oder diejenigen, die sich nicht auf die Verpackungsangabe einer Munitionsverpackung verlassen wollen, ist ein Geschwindigkeitsmessgerät zum Messen der V0 unerlässlich. Doch was ist eigentlich die V0? Die V0 ist die Geschossgeschwindigkeit die direkt an der Laufmündung gemessen wird.
Konventionelle Lichtschranken messen eine V2 oder V5, also 2 bzw. 5 m nach der Laufmündung. Diese kann zwar mit einer Formel auf die V0 zurückgerechnet werden – genauer ist allerdings eine Messung direkt an der Mündung und aus diesem Grund möchten wir das MagnetoSpeed V3 im Hardcase vorstellen.

Im Hardcase bzw. Koffer ist alles aufgeräumt und vor allem bestens geschützt.

Die Version mit dem Hardcase beinhaltet folgende Teile: 

  • Koffer / Hardcase
  • V3 Bajonett Sensor
  • 4-zeiliges Display
  • Datenkabel ca. 1,8 m
  • Datenkabel ca. 1,2 m (ausziehbar)
  • Stab zum Ausrichten (Abstand zw. Geschoss und Bajonett)
  • 2 Gummiblöcke v-förmig (dünn & dick)
  • 3 Abstandhalter aus Kunststoff (ca. 3 mm, 6 mm und 10 mm)
  • Hitzeschutz aus Gummi
  • SD-Karten Adapter (MicroSD -> SD)
  • SD-Karte (bereits im Display enthalten)
  • 9 V Batterie
  • mehrere Kleinteile (Schrauben und Inbusschlüssel)
  • Bedienungsanleitung (englisch und deutsch)

Das MagnetoSpeed V3 ist auch im platzsparenden Softcase erhältlich. Es gibt noch die Sporter Edition, die im Vergleich zum V3 doch einige Einschränkungen aufweist (einzeiliges Display, weniger Abstandhalter, geringere Bajonettkröpfung, …).

Dieser Chronograph hat die Form eines Bajonettes und das „Bajo“ wird am Mündungsende montiert – für konische Läufe gibt es als optionales Zubehör eigene Abstandsplatten (tapered spacer). Für die Montage am Lauf soll unbedingt die Bedienungsanleitung beachtet werden und das Bajonett muss mit dem mitgelieferten Richtstab ausgerichtet werden. Mit den mitgelieferten Abstandhaltern ist eine rasche Montage möglich. Für folgende Läufe ist das MagnetoSpeed V3 geeignet:

  • Laufdurchmesser von 13 – 50 mm
  • Mündungsbremsen bis 65 mm Durchmesser und 75 mm Länge
  • Durch die stärkere Kröpfung des Bajonetts, soll teilweise ein Betrieb mit Schalldämpfern möglich sein

Bajonett montiert auf einem 20 mm Lauf

Die Sensoren im Bajonett arbeiten magnetisch und nicht optisch. D.h. gute oder schlechte Lichtverhältnisse sowie Kunst- oder Tageslicht und Witterungseinflüsse beeinflussen das Messergebnis nicht. Nach der Schussabgabe wird die gemessene Zeit, vom vorbeifliegenden Geschoss, zwischen den beiden magnetischen Sensoren gemessen und anschließend die daraus resultierende Geschwindigkeit ermittelt und direkt am Display angezeigt.

Das beleuchtete vierzeilige Display kann folgende Werte darstellen:

  • Schussserie und Schussnummer
  • Geschwindigkeit (über das Menü kann die Einheit auf Fuß pro Sekunde umgestellt werden)
  • maximale Geschwindigkeit (Max)
  • minimale Geschwindigkeit (Min)
  • durchschnittliche Geschwindigkeit (Avg)
  • Standardabweichung (S-D) (über das Menü kann auf Spannweite gewechselt werden)

Einen Aus-/Einschalter sucht man am Display vergeblich, es aktiviert sich erst, nachdem eines der beiden mitgelieferten Datenkabel mit Klinkenstecker angeschlossen wurde. Zieht man den Stecker wieder aus der Buchse, dann schaltet sich das Gerät zwar aus, aber die Daten bleiben noch bis zur nächsten Verwendung bestehen.

Die Displaybeleuchtung kann im Menü aktiviert werden.

Mit den Cursor-Tasten (Pfeil nach oben/unten) kann innerhalb einer Serie navigiert werden, da auf einer Seite max. 3 Schüsse dargestellt werden. Die Statistik (maximale Geschwindigkeit (Max), minimale Geschwindigkeit (Min), durchschnittliche Geschwindigkeit (Avg), S-D bzw. ES) auf der rechten Displayseite bleibt dabei erhalten.

Über das Menü kann eine geschossene Serie archiviert werden. Das bedeutet, dass die Schussserie auf die Speicherkarte gespeichert wird und die Daten auf dem Gerät gelöscht werden. Ansonsten bleiben, wie bereits erwähnt, die Daten auf dem Gerät gespeichert. Ein Smartphone-Adapter, zum Auslesen der Daten und Konfigurieren des Displays, ist optional erhältlich. 

Die archivierten Daten werden in einer CSV-Datei gespeichert und können auf dem Computer ausgelesen bzw. mit einem Editor ausgewertet werden:

Inhalt der CSV-Datei.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Serie wird von uns in die Ladedatenverwaltung Reloada mobile eingetragen:

Mobile Ladedatenverwaltung RELOADA.

Fazit

Das MagnetoSpeed V3 ist je nach Händler ab ca. € 460,- erhältlich. Was uns am MagnetoSpeed besonders gut gefallen hat, ist die Kompaktheit, der flexible Einsatzbereich, die schnelle Montage und das direkte Messen der V0. Der Schießkanal am Schießstand muss zum Aufstellen des Geschwindigkeitsmessers nicht mehr betreten werden, da das MagnetoSpeed direkt am Lauf montiert wird. So kann alles zügig auf- und abgebaut werden. Weiters kann die Empfindlichkeit so angepasst werden, dass die Geschossgeschwindigkeit auch bei einem Luftdruckgewehr gemessen werden kann.

Wir vergeben für das MagnetoSpeed V3 5 von 5 Krickerl.

Wertung_5

Link zu MagnetoSpeed: www.magnetospeed.com

Waffenauktion: Dorotheum (März 2022)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 11.03.2022 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Die Hohe Jagd & Fischerei 2022 wurde abgesagt

Auf Grund vom aktuellen Pandemieverlauf wurde die Hohe Jagd & Fischerei 2022 nun endgültig abgesagt.

Ein neuer Termin wurde für 2023 festgelegt: 16. bis 19. Februar 2023

Link zur Hohen Jagd

Reloada mobile

Reloada mobile wird nun ein Jahr alt. Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen Nutzern für das wertvolle Feedback bedanken.

  

Für alle die Reloada noch nicht kennen, Reloada ist eine App zum Verwalten der Wiederladedaten, um seine eigenen Ladedaten in Papierform, JPG-Bildern und Excel-Listen zu konsolidieren. Pro Geschoss können hier unzählige Ladungen gespeichert werden und jede Ladung kann noch mit Schussbildern oder Notizen ergänzt werden. Wenn alle notwendigen erfasst wurde, kann eine grafische und tabellarische Flugbahn (inkl. Winkelberechnung) dargestellt werden:

Reloada gibt es für iOS und Windows. Eine Android-Version ist mittelfristig leider nicht mehr geplant – stattdessen wird die Zeit genützt, um die mobile Version mit neuen Features zu versehen, z.B. ein BC-Rechner soll in den nächsten Wochen verfügbar sein.

Link zu Reloada mobile (iOS)
Link zu Reloada für Windows 

Waffenregisterbescheinigung ONLINE – nicht vergessen: Registrierungspflicht für Flinten

Flinten die noch nicht im ZWR (zentrales Waffenregister) erfasst wurden, müssen bis zum 13. Dezember 2021 vom Waffenhändler zur Eintragung ins ZWR gemeldet werden.

Mittels der Bürgerkarte bzw. Handysignatur kann man das ZWR abfragen und so seine eigenen bereits gemeldeten Waffen ermitteln.

Link: Waffenregisterbescheinigung ONLINE
Link: Registrierung von Waffen im Zentralen Waffenregister (ZWR)

Test: Wärmebildkamera InfiRay Cabin CBL19

Dieses Mal möchten wir eine der 2021er Neuheiten von InfiRay vorstellen – das InfiRay Cabin CBL19. An dieser Stelle möchten wir uns gleich bei InfiRay Outdoor, für die mehrwöchige Bereitstellung eines Testgerätes, bedanken.

Das Handgerät CBL19 ist das erste Wärmebildmonokular aus der Cabin Reihe. Im Gegensatz zu einem Vorsatzgerät, kann diese Wärmebildkamera nicht auf eine Zieloptik montiert werden, sondern dient als reines Beobachtungsgerät.

Mit einer Länge von 165 mm und einem Gewicht von 380 g (ohne Akku), wirkt die Wärmebildkamera auffallend kompakt und durch die Handschlaufe erinnert einen das Gerät an einen Camcorder oder an ein Pulsar Gerät der Axion Serie, nur dass sich das InfiRay Gerät optisch noch durch die eingebaute Taschenlampe abhebt. Erstmals lassen sich die Akkus bei einem InfiRay Handgerät tauschen.

Lieferumfang

Geliefert wird das InfiRay Cabin CBL19 in einer Tragetasche, die sämtliches mitgeliefertes Zubehör beinhaltet. Die Tasche wirkt sehr durchdacht und aufgeräumt, die Kamera wird darin mittels Klettband gesichert und für die Akkus gibt es separate Schlaufen. Im Lieferumfang sind gleich 2 Stück der 3,6 V 3.100 mAh Akkus enthalten. Einer der beiden Akkus befindet sich bereits im Wärmebildgerät. 

  • Wärmebildgerät InfiRay Cabin CBL19
  • Tragetasche
  • 2 Akkus (davon einer bereits im Gerät)
  • Ladestation für 2 Akkus
  • Netzteil
  • USB-Kabel (Typ C und Videoausgang)
  • Handschlaufe
  • Nackengurt
  • Reinigungstuch
  • Garantiekarte
  • Bedienungsanleitung

Technische Daten

  • Objektiv: 19 mm
  • Grundvergrößerung: 2-fach
  • digitale Vergrößerung: bis 8-fach
  • Blende: 1.0
  • Sensorgröße: 384 x 288 Pixel
  • Sensorart: VOx
  • Pixelgröße: 12 µm
  • NETD: ≤ 40 mk
  • Sehfeld auf 100 m: 24,2 m
  • Sehfeld in Grad: 13,8 º x 10,4 º
  • Erkennungsdistanz: 980 m
  • Bildfrequenz: 50 Hz
  • Displayauflösung: 1280 x 960 Pixel
  • Displaytyp: LCOS
  • Akku: Li-Ion 3,6 V – 3.100 mAh
  • Akkulaufzeit pro Akku: bis zu 7,5 h
  • interner Speicher: 16 GB
  • Abmessungen: 165 x 50 x 85 mm
  • Gewicht: 380 g (ohne Akku)
  • 1/4 Zoll Stativgewinde
  • integrierte Taschenlampe: 3 W
  • USB-C Ladeanschluss
  • Schutzklasse: IP65

Features

  • Bewegungssensor
  • elektronischer Kompass
  • Lagensensor
  • stadiametrischer Entfernungsmesser
  • Bild in Bild Funktion
  • Fotoaufnahme
  • Videoaufnahme
  • W-Lan (WiFi) Funktion (Stream auf Tablet, Smartphone)
  • manueller Fokus (Objektiv)
  • Dioptrien-Ausgleich
  • 5 Farbpaletten

In der Praxis

Bei dem InfiRay Cabin CBL19 handelt es sich um ein äußerst kompaktes Wärmebildgerät, das in die Jackentasche passt. Gehalten wird es über eine verstellbare und gepolsterte Schlaufe, welche man bereits von Videokameras kennt. Der mitgelieferte Trageriemen kam bei uns nicht zum Einsatz.

Die Grundbedienung ist sehr simpel. Das CBL19 ist mit 4 Tasten zu bedienen und man kann das Gerät gleich zum Beobachten, ohne Lesen der Bedienungsanleitung, verwenden. Da aber viele der extra Features über eine Doppelbelegung der Tasten erreichbar sind, muss man am Anfang doch hin und wieder einmal einen Blick in die Beschreibung werfen, um z.B. die Taschenlampe, Bild in Bild Modus, Entfernungsmesser, … zu aktiveren.

Zwischen den Tasten befindet sich ein schmaler Steg, der die Tasten trennt. Der Steg könnte etwas höher ausfallen, so dass er noch besser fühlbar wird. Lediglich die Aus-Ein-Taste ist etwas abgesetzt. Aber nach einer Eingewöhnungszeit, weiß man wo welche Taste liegt.

Das Systemmenü ist klar aufgebaut und die wichtigsten Funktionen sind selbstbeschreibend. In der Regel gibt es hier, außer der Systemzeit nicht viel einzustellen. Lediglich die Wifi-Funktion (WLAN) und der Ultraclear-Modus ist hier zum Aktivieren. Öfters benötigt man das Menü für die Darstellung. Das Menü lässt sich mit dem aktuellsten Update auch auf Deutsch umstellen. Im Menü lässt sich sogar die „verräterische“ Status-LED deaktivieren.

In vielen Beiträgen wird fälschlicher Weise davon berichtet, dass bei 19 mm weniger Licht auf den Sensor gelangt – völliger Humbug! Die 19 mm sind kein Qualitätsmerkmal, sondern bieten, wenn man in der Fotosprache titulieren mag, mehr Weitwinkel. Weiters nimmt der Sensor kein Licht auf, sondern Wärmestrahlung!

Für wen bzw. für welchen Einsatzbereich ist dieses Gerät gedacht? Mit dem 19 mm Objektiv und einem Sehfeld von etwas über 24 m auf 100 m, eignet sich diese Wärmebildkamera von InfiRay für bewaldete Gebiete bzw. Pirsch und Ansitz im Wald oder auf freien Flächen bis 200/300 m. Mehr Weitwinkel bedeutet allerdings, dass man mit Einbußen auf weitere Entfernungen rechnen muss. Das 19 mm Objekt sitzt relativ weit im Gehäuse und ist somit gut vor dem Zerkratzen geschützt. Der Objektivdeckel ist aus einem gummiähnlichen Material und schützt zusätzlich noch vor Fremdkörpern. Der Deckel hat uns nicht ganz so gut gefallen – da gibt es elegantere Lösungen. Tipp: Sollte sich die Kappe öfters lösen, dann einfach die Ränder des Deckels nach innen knautschen, nun passt der Deckel wieder prima auf den Objektivschacht.

Das CBL19 ist nicht shutterless – d.h. das Gerät muss kalibriert werden, da der Sensor während des Betriebes an Temperatur zunimmt. Dieses Kalibrieren verursacht ein Klacken. Bei dem InfiRay Cabin CBL19 ist das Geräusch zwar vernehmbar, aber dennoch sehr leise – Geräte von Mitbewerbern sind da um einiges lauter. Das automatische Kalibrieren kann allerdings deaktiviert werden und mittels kurzem Klick auf den Ausschalter kann man den Sensor manuell Kalibrieren.

Fokussiert wird bei diesem Monokular nicht über ein Stellrad oder Einstellring, sondern über einen Schieber auf der Geräteunterseite – das ist doch sehr ungewöhnlich, aber er lässt sich gut mit der zweiten Hand und Handschuhen bedienen.

Auf der Unterseite befindet sich ebenfalls ein sehr gängiges 1/4 Zoll Stativgewinde für die Montage an diverse Kugelköpfe, Getriebeneiger, Videoköpfe oder spezielle Montage-Schienen.

Kommen wir nun zum Akku, die Cabin-Serie bietet im Gegensatz zu der altbekannten Eye-Serie, eine Möglichkeit zum Akku tauschen an. Ganz besonders großartig finden wir, dass hier gleich 2 Stück der Li-Ion 3,6 V – 3.100 mAh Akkus mitgeliefert werden. Genial ist auch die Farbmarkierung zum Einlegen der Akkus.

Ein Akku soll bis zu 7,5 Stunden halten – das konnten wir noch nicht bestätigen, da wir dazwischen immer wieder Fotos und Videos aufnahmen und auch die Datenübertragung per WiFi (W-LAN) nutzten. D.h. laut der technischen Daten soll man mit den beiden Akkus eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden erhalten.

Das Laden der Akkus übernimmt der mitgelieferte Dual-Charger mit USB-C Anschluss. Das Laden der Akkus dauert doch mehrere Stunden, aber die Wärmebildkamera kann zusätzlich mittels Powerbank und USB-C Kabel benützt werden. 

Nun aber genug vom ganzen Rundherum! Wir wollen nun endlich zeigen, was das Gerät kann.

Vorab möchten wir noch festhalten, dass die Fotos und Videos nicht bearbeitet wurden. Es wurde nichts nachgeschärft oder korrigiert – die Daten wurden lediglich über die App auf das Smartphone übertragen.

Was die InfiRay App betrifft, die zwar einfach zu bedienen, aber dennoch umfangreich ist, wird es einen eigenen Beitrag geben.

Beispielbilder

Die heruntergeladenen Bilder hatten bei uns eine Auflösung von 768 x 576 Pixel.

Rehwild ist auf 200 m noch gut erkennbar und auch als Rehwild ansprechbar. Mit diesem Ergebnis haben wir so nicht gerechnet.

 

Am linken Bild wurde die Farbvariante black hot ausgewählt, welche zur besseren Ansprache empfohlen wird. Rechts wurde white hot verwendet und dient ebenfalls zur besseren Ansprache – hier sind sogar Temperaturabstufungen am Wildkörper erkennbar.

 

Beim Rehbock (rechtes Bild) ist die Trophäe nicht erkennbar, da sie sich der Umgebungstemperatur anpasst.

 

Hase mit den Farbpaletten black hot und white hot.

 

Kühe in einer Waldlichtung. Links white hot und rechts highlight und ultra clear. Mit der Farbpalette highlight werden die kälteren Bildbereiche abgedunkelt, um die Wärmesignaturen besser hervorzuheben. Das rechten Bild wurde auch mit dem Ultra clear Modus erstellt – da sieht man, dass das Cabin CBL 19 das Bild nachschärft und den Kontrast nochmal erhöht. Der Modus ist speziell bei Regen oder Nebel von Vorteil.

 

Rechts ist der Wildkörper eines Rehbocks erkennbar. Da die Wärmebildkamera nicht durch Objekte „hindurchschauen“ kann, ist das Haupt des Bockes nicht erkennbar.

 

Beispielvideo

Die heruntergeladenen Videos hatten, wie die Bilder, eine Auflösung von 768 x 576 Pixel. Die Videos sind nicht bearbeitet und wurden lediglich automatisch hochskaliert. Wird während dem Filmen die Kamera (automatisch) kalibriert, so ist das auch am Video mit einem kleinen 0,5 Sekunden langen Aussetzer sichtbar.

InfiRay Cabin CBL25

Wem die 19 mm zu wenig sind, InfiRay hat vor kurzem ein weiteres Gerät der Cabin Serie mit einem 25 mm Objektiv vorgestellt – hier verringert sich das Sehfeld auf ca. 18 m und die Erkennungsdistanz verlängert sich dabei um 300 m. Baugröße/Bauform ist identisch mit dem CBL19.

Fazit

Der UVP vom InfiRay Cabin CBL19 liegt bei € 1.850,- und im Fachhandel wird das Gerät bereits um ca. € 1.550,- bis € 1.600,- angeboten. Wenn man den Preis, den Lieferumfang und die Funktionalität betrachtet, dann ist diese Wärmebildkamera ein echter Preis/Leistungssieger. 

Der 384 x 288 Pixel große Sensor macht wirklich hervorragende Bilder, die am 1280 x 960 Pixel großem Bildschirm klar und deutlich dargestellt werden. Das 19 mm Objektiv ist aus unserer Sicht ideal für Reviere mit großem Waldanteil bzw. für kurze bis mittlere Distanzen in Mischrevieren. Für große/weite Felder bzw. längere Distanzen sind Wärmebildgeräte mit einem 35 mm Objektiv idealer.

Die Handlichkeit bzw. die kompakte Bauweise sticht bei diesem Gerät besonders hervor. Was uns nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Tastenleiste, da könnte man die Tasten besser „spürbar“ trennen. Genial fanden wir das Wechselakkusystem – im nu ist der Akku getauscht und das Cabin CBL19 wieder einsatzbereit. Die integrierte 3 Watt starke Lampe kam öfters als gedacht zum Einsatz und ist mehr als nur ein Gimmick.

Das Feature zum Fotografieren und Filmen braucht man nicht vermissen, die Ergebnisse sind richtig gut und bringen so manchen zum Staunen. Auch die App verbindet sich immer zuverlässig mit der Kamera – die Konnektivität muss vorher im Systemmenü aktiviert werden.

Wärmebildkameras sind auch bei Tageslicht äußerst nützlich und werden als Beobachtungsgeräte immer beliebter. Die Jagd braucht sich also nicht vor neuer Technik, sofern sie sinnvoll und weidgerecht eingesetzt wird, zu verstecken.
Wir vergeben für die Wärmebildkamera Cabin CBL19 von InfiRay 5 von 5 Krickerl.

Wertung_5

Link zu InfiRay Outdoor: www.infirayoutdoor.com
Link zu MAWA: www.mawa-trading.at