Waffenauktion: Dorotheum (Juli 2021)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 02.07.2021 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 3)

Wie bereits in Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 2) berichtet, gab es zw. GRT und QuickLOAD Abweichungen. Aus reinem Eigeninteresse sendeten wir 5 Patronen unserer Ladung ans Beschussamt um zu sehen, wie weit hier Theorie und Praxis auseinander liegen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim Beschussamt in Wien, für die exakte Messung, bedanken. Hier wurde ein Pmax von 2795 bar (Mittelwert) und eine V 2,5 von 893 m/s (Mittelwert) ermittelt.

Zwischenzeitlich gab es vom GRT zwei Updates, wo sich der Druck minimal verändert hat. Die V0 hat sich ebenfalls geändert. Die V0 wollen wir aber in diesem Vergleich nicht berücksichtigen, da sie ja von Lauf zu Lauf unterschiedlich ist und für die Sicherheit hat der Pmax natürlich mehr Aussagekraft.

Die V0 haben wir nun selber mit dem MagnetoSpeed V3 gemessen und der Durchschnittswert ergab eine V0 von 873 m/s.

Ladetabellen und Rechenprogramme, wie QuickLOAD und GRT, sind richtig nützliche Begleiter am Weg zur richtigen Ladung. Tatsächliche Werte bekommt man aber nur über Messungen, wie es z.B. das Beschussamt vornimmt.

Die Messung vom Beschussamt wurde im Reloada abgelegt

Mit diesem Teil, möchten wir die Serie Projekt 8x75RS bleifrei beenden.

Jeder Wiederlader ist selber für seine Ladung und Arbeitsweise verantwortlich und für die dargestellten Ladedaten übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Links:
Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 1)
Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 2)
Reloada mobile

Waffenauktion: Dorotheum (März 2021)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 19.03.2021 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Test: Fäustling 2 von Jagdhund

Wenn die Temperaturen unter 0° C sinken, lassen kalte Finger so manchen Ansitz auf Wild zur Qual werden. Warme Handschuhe gewinnen als Ausrüstungsgegenstand wieder mehr an Priorität.

Bekannterweise haben Fäustlinge bei der Jagd einen Nachteil, man muss sie immer komplett ausziehen, um z.B. den Schussfinger frei zu bekommen. Aber der entscheidenste Vorteil von Fäustlingen ist jener, dass sie ungeheuerlich gut wärmen, da können die meisten Fingerlinge nicht mithalten.

Aus diesem Grund möchten wir den Fäustling 2 von Jagdhund kurz vorstellen, der die von uns gestellten Anforderungen erfüllt:

  • Hände und Finger lange warmhalten
  • rutschfeste Innenseite
  • geräuscharm/geräuschlos
  • wasserfest und winddicht

Technische Daten

  • Material: 95 % Schurwolle, 5 % Kamelhaar
  • Material Hand-Innenseite: Ziegenleder
  • Features: mehrfach isoliert, weitenregulierbar, Verlustschutz, extra langer Schaft
  • Gewicht: ca. 300 g/Paar (Größe 9)
  • Größen: 8-11

Fazit

Der Fäustling 2 ist für uns ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand im Winter geworden. Egal ob beim Ansitz oder am Weg zu den Fütterungen, sie halten auch bei Schnee und Regen trocken und warm. 

Die Weitenregulierung am Handrücken lässt sich auch mit angezogenem Handschuh bedienen.

Die mit einer langen Kordel angebrachten Handschlaufen, lassen die Fäustlinge nicht zu Boden fallen. Die Handschlaufen samt Kordel lassen sich abnehmen.
Der extra lange und weitenregulierbare Schaft passt auch noch über den Bund von etwas dickeren Jacken.

Das Ziegenleder auf der Handinnenseite ist sehr rutschfest – Arbeiten wie z.B. das Freischaufeln der Fütterungen lassen sich mit den Fäustlingen angenehm durchführen.

Über den Loden von Jagdhund brauchen wir vermutlich nicht viel berichten – mittlerweile wissen viele, dass er etwas gröber aber dafür sehr robust und äußerst zuverlässig ist. Das Innenfutter ist sehr angenehm und Lodengegner kommen mit Loden nicht in Berührung.

Wir vergeben für die warmen Fäustlinge von Jagdhund 5 von 5 Krickerl.Wertung_5

Link zu Jagdhund

Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 2)

Dieser Projektteil soll keineswegs eine Schulung zum Wiederladen sein – viele wichtige Schritte werden hier in diesem Beitrag nicht dargestellt. Jeder Wiederlader ist selber für seine Ladung und Arbeitsweise verantwortlich und für die dargestellten Ladedaten übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Geschoss

Seit dem ersten Teil sind bereits einige Woche vergangen und wir haben uns nun doch für ein anderes Geschoss von iBEX entschieden – das iBEX Tornado T9047:

  • Diameter: 0.323 Inch
  • Gewicht: 140 Grain (9,1 Gramm)
  • Länge: 27 mm
  • BC: 0.320

Ladung ermitteln

Um das Geschoss ziemlich nahe an die Züge zu setzen bzw. den rotationslosen Geschossweg zu minimieren, mussten wir das größtmögliche Maß messen, welche die Patrone haben darf. Jeder Geschosstyp ist hier separat zu messen, da die Geschosse unterschiedliche Ogiven aufweisen. Dies lässt sich mit einer OAL-Gauge oder mit einer geschlitzten Hülse messen. Wir haben die Patronen minimal tiefer gesetzt, so dass die Ogive nicht direkt an den Zügen anliegt und sind so auf einen L6 von 91 mm gekommen.

Die 8x75RS hat lt. C.I.P. (Commission Internationale Permanente pour l’Épreuve des Armes à Feu Portatives) einen maximalen Gasdruck (Pmax.) von 3800 bar. Unser Ziel ist es, eine Ladung 700-800 bar unterhalb des Pmax  zu entwickeln.

Als Treibladungsmittel haben wir Reload Swiss RS 70 gewählt. Mittels QuickLOAD konnte für die Pulvermenge von 71 Grain eine V0 von 903 m/s und Pmax von 3043 bar errechnet werden.

Die Wiederlade-Software GRT (Gordons Reloading Tool) errechnete mit den gleichen Parametern eine V0 von 956,8 m/s und Pmax von 2887 bar.

Speziell was die V0 betrifft, gibt es hier doch eine Abweichung von fast 55 m/s. Nach dem Import der QL-Datei mussten wir aus Kompatibilitätsgründen das Pulver neu auswählen.

Realistische Werte kann ein V0 Messgerät liefern und Pmax kann auch nur von einem Beschussamt ermittelt werden. In diesem Fall werden wir diese Ladung beim Beschussamt prüfen lassen, sofern das Beschussamt einen passenden Messlauf hat – zu diesem Thema wird es dann ggf. einen weiteren Bericht geben.

Geschoss-Stabilität

Um zu sehen ob das Geschoss stabil die Flugbahn hält oder quer im Ziel ankommt, muss mit Hilfe eines Drallrechners die Stabilität ermittelt werden. Dazu ist unbedingt die Dralllänge des Büchsenlaufes erforderlich – diese kann man selber ermitteln oder beim Hersteller erfragen.
Wir haben die zweite Variante gewählt und direkt bei Blaser die Dralllängen für den Blaser Drilling D99 Duo angefragt … nach wenigen Stunden kam per Mail die Antwort: 240 mm bzw. 9,4 Zoll.

Als Drallrechner verwenden wir den Prototypen von Reloada mobile (dieser wird in wenigen Wochen für iOS erhältlich sein).

reloada mobile - twist rate calculator

Würde die Stabilität unter 1 sein, dann könnte es unter Umständen Probleme mit der Stabilität geben. In unserem Fall konnten wir für die Blaser D99 Duo und dem iBEX Tornado T9047 eine Stabilität von 3,852 ermitteln – bezüglich der Stabilität sollte es keine Probleme geben.

Ab zum Schießstand

Aufgrund der Covid-19 Pandemie stehen die Schießanlagen derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Zwischen den beiden Lockdowns konnten wir dennoch kurz einige Ladungen testen.

Waffe: Blaser D99 Duo
Optik: Zeiss Diavari ZM 2,5-10×48 MC

Gleich die erste Ladung der Ladeleiter lieferte bereits ein richtig gutes Ergebnis:

Eine weitere Ladung, mit dem Reload Swiss RS 60 und ähnlicher Präzision, werden wir ebenfalls prüfen lassen.

Fazit

Wir sind froh, dass wir das seltene Kaliber 8x75RS auf bleifreie Munition problemlos umstellen konnten. Da wir auf Anhieb ein bis zwei passende Ladungen gefunden haben, ging die Umstellung auf ein bleifreies Geschoss von iBEX sehr zügig – natürlich könnte das Geschoss für dieses Kaliber etwas schwerer sein, aber a) sind 9 Gramm angenehmer als 13 Gramm zu schießen und b) ist noch genügend Energie für weidgerechte Schüsse vorhanden:

Flugkurve lt. Reloada mobile for iOS

Mit bisher allen Läufen von Blaser konnten wir eine hervorragende Präzision erzielen. Die kleine Kugel (5,6x52R) der Blaser D99 Duo wurde auf ein 50 Grain schweres bleifreies Geschoss von Styria Arms (AERO SB) umgestellt.

Da nun Schonzeit für Reh- und Rotwild herrscht, gibt es noch keine eigenen Erfahrungen mit der bleifreien 8x75RS bezüglich Wirkung und Wildbretentwertung. Gegebenenfalls wird dazu noch ein weiterer Teil folgen.

Waffenauktion: Dorotheum (Dezember 2020)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 11.12.2020 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Projekt 8x75RS bleifrei (Teil 1)

Die 8x75RS ist eine recht unbekannte sowie außergewöhnliche Patrone und stammt aus dem Jahr 1908. Gedacht war sie ursprünglich für deutsche Kolonien, die erheblichen Bedarf an Hochwildpatronen hatten. Als Kaliber wurde 8 mm S gewählt und das bedeutet einen Diameter von 8,22 mm – die 9,4x74R diente dazu als Basishülse. Nach dem 2. Weltkrieg verlor diese Patrone zunehmend an Bedeutung, erst in den 1980er Jahren wurde die 8x75RS wiederbelebt. Sie sollte die Lücke zwischen der 7x65R bzw. 8x57IRS und 9,3x74R schließen, um Geschosse bis ca. 13 g verwenden zu können.

Mittlerweile wurde die .30R Blaser entwickelt und wurde auch zum indirekten Nachfolger der 8x75RS. Auch die 8,5x63R ist ebenfalls in der Lage schwere Geschosse zu verschießen. Somit wurde in den letzten Jahren die nicht mehr so moderne 8x75RS regelrecht vom Markt gedrängt. Herkömmliche Munition gibt es noch von Blaser, sie bieten Munition mit dem 12,7 g schweren CDP Geschoss an. Wir verwenden derzeit noch geladene Munition von Heinz Knipp, der das 13 g schwere Nosler Partition verladen hat. Die Präzision ist hervorragend, aber für z.B. Rehwild gibt es sicherlich bessere Geschosse als das Partition. Will man jedoch andere Geschosse verwenden, muss man sich gewerbliche Wiederlader suchen oder selber laden.

Wir haben den zweiten Weg gewählt und wollen die 8x75RS selber mit einem modernen bleifreien Jagdgeschoss wiederbeleben. In der Vergangenheit konnten wir mit den bleifreien Geschossen von IBEX in vielen anderen Kalibern hervorragende Ergebnisse erzielen. Speziell was Präzision, Wirkung und Wildbretentwertung betrifft sind wir mehr als zufrieden. Schlussfolgernd haben wir uns für das 9,1 g (140 Grain) Tornado Geschoss von IBEX (T9034) entschieden.

Eine Herausforderung war die Auswahl des Matrizensatzes, die Hersteller dieser Matrizen sind rar gesät. Nach einiger Recherche haben wir uns für einen Matrizensatz von RCBS entschieden – die Lieferzeit betrug ca. 5 Monate und die Kosten beliefen sich auf etwas über € 200,- (exkl. Versand). Der Preis hört sich zwar sehr hoch an, aber wenn man bedenkt, dass eine Packung 8x75RS Blaser CDP (20 Stück) zw. € 160,- und € 170,- gehandelt wird, dann amortisiert sich dieser Matritzensatz wieder sehr schnell.

In den nächsten Wochen möchten wir euch an dieser Projektreihe gerne teilhaben lassen – im zweiten Teil folgt der Ladeprozess bzw. das Erarbeiten der richtigen Laborierung.

Waffenauktion: Dorotheum (Oktober 2020)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 9.10.2020 um 14:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Test: Wildkamera RM3 von Reviermanager

Im Mai gab es eine Preview zur neuen RM3 von Reviermanager und in den letzten Monaten konnten wir doch einen sehr aussagekräftigen Eindruck der neuen Wildkamera gewinnen.

Das Versenden der Bilder funktionierte auch in den entlegensten Revierteilen mit sehr schwachen Mobilfunksignal. Mittels 3G werden die Bilder von der RM3 an den Reviermanager übertragen. Die Bildqualität wurde im Vergleich zur RM1 erheblich gesteigert. Und wie gewohnt, werden die Bilder auch auf der SD-Karte in voller Qualität abgespeichert – auch hier braucht sich die RM3 bezüglich Bildqualität nicht verstecken.

Hervorragende Ausleuchtung in der Nacht.

Optimal belichtet bei Licht und Schatten.

Trotz der bewegungsfrohen Brunft sendete die RM3 brauchbare Bilder … auf diese Entfernung hat in den Nachtstunden jede Kamera Probleme mit Wild in Bewegung.

Selbst bei schlechtem Wetter lieferte die RM3 kompromisslos gute Bilder.

Auch auf weiteren Entfernungen wird ausgelöst, wobei sich die Empfindlichkeit einstellen lässt.

Fazit

Für € 379,- kann die RM3 im Fachhandel erworben werden. Zur Erinnerung, der Reviermanager ist ein System, dass ohne monatliche Kosten nutzbar ist. Eine Limitierung von Bildern, wie bei manchen Mitbewerbern, gibt es hier auch nicht. Im Preis ist eine Jahreslizenz inkludiert und kann nach Ablauf der ersten 12 Monate für (derzeit) € 75,- verlängert werden. Eine Anschaffung einer SIM-Karte ist auch nicht notwendig – diese ist bereits in der Kamera installiert und vorkonfiguriert.

Kein lästiges Konfigurieren von APN-Einstellung, SMTP-Server, E-Mail Empfänger ist notwendig – Batterien einlegen, einschalten, Uhrzeit/Datum hinterlegen und los geht’s. Sollten die 12 Stück Batterien im Betrieb leer gehen, dann ist maximal die Uhrzeit zu konfigurieren – und das ist ein Punkt, der den laufenden Betrieb so einfach macht.

Im Vergleich zum Vorgängermodell werden nun Mondstand und Temperatur am Bild angezeigt. Uns ist auch aufgefallen, dass die Bilder der RM3 im Reviermanager derzeit mit höherer Qualität hochgeladen werden.

Für die RM3 von Reviermanager vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu Reviermanager