Waffenauktion: Dorotheum (September 2022)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 30.09.2022 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

DIY: Ringmontage ausrichten

Ringmontagen werden gekauft und z.B. gleich auf die Schiene gegeben und anschließend das Zielfernrohr montiert – fertig! Klingt alles recht simpel und einfach. Man verlässt sich darauf, dass alles passt und das da eigentlich nichts schiefgehen kann.

Durch die Summierung aller Toleranzen kann es vorkommen, dass die beiden Ringe nicht auf der selben Achse liegen und dann das Zielfernrohr unter Spannung montiert wird. Die Basis und auch das Zielfernrohr werden dann ungleich belastet.

Aus diesem Grund gibt es wieder eine kurze DIY-Anleitung – mit zwei Teilen kann man sich da leicht Abhilfe verschaffen. Zur Veranschaulichung haben wir das mit einer Innomount Aufkippmontage, mit festmontierten 30 mm Ringen, getestet.

  1. Zwei, ca. 6 cm lange Aluminium-Stangen mit dem Ringdurchmesser z.B. 30 mm mit einer Spitze drehen (lassen).

2. Jeweils ein Teil in einem Ring montieren, so dass die beiden Spitzen mit geringem Abstand zueinanderstehen.

3. Die beiden Spitzen von oben betrachten, die beiden Spitzen sollten fast nicht abweichen.

4. Die beiden Spitzen von der Seite betrachten, die beiden Spitzen sollten fast nicht abweichen.

Ist keine oder nur eine geringe Abweichung vorhanden, dann sollten die Ringe perfekt montiert bzw. gefertigt worden sein.  Bei einer größeren Abweichung sollten die Ringe nochmal neu montiert werden. Ggf. kann sie auch ein Büchsenmacher „ausschleifen“.

Anschließend kann das Zielfernrohr montiert werden.

Die Montage erfolgt natürlich auf eigene Verantwortung – in der Regel sollte das immer der Büchsenmacher seines Vertrauens durchführen.

Kettner Hauptkatalog 2022/23

Kettner Österreich, eines der ältesten europäischen Versandhäuser für Jagdausrüstung, hat den neuen Hauptkatalog 2022/23 veröffentlicht. Dieser ist in allen Kettner-Filialen, sowie auch online verfügbar.

Link zu www.kettner.com

Test: Wärmebildkamera InfiRay Xeye E3 Plus V2

Das Handgerät InfiRay Xeye E3 Plus V2 ist mittlerweile seit Herbst 2020 erhältlich und besitzt im Vergleich zum Schwestergerät Xeye E3 Max V2 ein 25 mm Objektiv. Zudem besitzt es einen 12µm Sensor und liefert im Vergleich zum Vorgängermodell ein besseres Bild.

Auch hier handelt es sich wieder um ein reines Handgerät, das im Gegensatz zu einem Vorsatzgerät nicht auf eine Zieloptik montiert werden kann – das InfiRay Xeye E3 Plus V2 dient als reines Beobachtungsgerät.

Lieferumfang

  • Wärmebildgerät InfiRay Xeye E3 Plus V2
  • Aufbewahrungsbeutel
  • Netzteil
  • USB-Kabel (Micro-USB)
  • Handschlaufe
  • Nackengurt
  • Reinigungstuch
  • Garantiekarte
  • Bedienungsanleitung

Technische Daten

  • Objektiv: 25 mm
  • Grundvergrößerung: 2,5-fach
  • digitale Vergrößerung: bis 10-fach (x2 und x4)
  • Blende: 1.0
  • Sensorgröße: 384 x 288 Pixel
  • Sensorart: VOx
  • Pixelgröße: 12 µm
  • NETD: ≤ 40 mk
  • Sehfeld auf 100 m: ca. 18,4 m
  • Sehfeld in Grad: 10,5 º x 7,9 º
  • Erkennungsdistanz: 1300 m
  • Bildfrequenz: 50 Hz
  • Displayauflösung: 1280 x 960 Pixel
  • Displaytyp: LCOS
  • Akku: Li-Ion
  • Akkulaufzeit pro Akku: bis zu 7 h
  • interner Speicher: 16 GB
  • Abmessungen: 181 x 65 x 64 mm
  • Gewicht: 420 g
  • 1/4 Zoll Stativgewinde
  • integrierte Taschenlampe: 3 W
  • Micro-USB Ladeanschluss
  • Schutzklasse: IP66

Features

  • Bewegungssensor
  • elektronischer Kompass
  • Lagensensor
  • stadiametrischer Entfernungsmesser
  • Bild in Bild Funktion
  • Fotoaufnahme
  • Videoaufnahme
  • W-Lan (WiFi) Funktion (Stream auf Tablet, Smartphone)
  • manueller Fokus (Objektiv)
  • Dioptrien-Ausgleich
  • 5 Farbpaletten

In der Praxis

Die Bauform des InfiRay Xeye E2 Plus V2 ist für ein Handgerät nicht unüblich. Mit einer Länge von 18 cm und einem Gewicht von ca. 420 g die Wärmebildkamera immer noch recht kompakt und passt somit auch noch in eine Jackentasche.  Die Gummiarmierung fühlt sich richtig angenehm an und sie fühlt sich auch noch nach ca. 12 Monaten Betrieb noch wie neu an.

Die Bedienung wird wieder mittels den 4 Tasten durchgeführt – jeder der einzelnen Knöpfe ist gut fühlbar und mit ausreichendem Abstand auf der Gerätoberseite positioniert. Die Tasten haben, wie üblich, eine Mehrfachbelegung. Die Grundbedienung ist sehr simpel und man kann das Gerät gleich zum Beobachten, ohne Lesen der Bedienungsanleitung, verwenden. Da aber viele der extra Features über eine Doppelbelegung der Tasten erreichbar sind, muss man am Anfang doch hin und wieder einmal einen Blick in die Beschreibung werfen, um z.B. den Bild in Bild Modus, Entfernungsmesser, … zu aktiveren.

Das Systemmenü ist klar aufgebaut und die wichtigsten Funktionen sind durch die Icons nicht immer selbstbeschreibend, eine Menübeschriftung wie z.B. beim InfiRay Cabin CBL 19 fehlt hier. In der Regel gibt es hier, außer der Systemzeit nicht viel einzustellen. Lediglich die Wifi-Funktion (WLAN) und der Ultraclear-Modus ist hier zum öfters zu aktivieren. 

In vielen Beiträgen wird fälschlicher Weise davon berichtet, dass bei 25 mm weniger Licht auf den Sensor gelangt – dabei handelt es sich um völliger Falschinformation! Die 25 mm sind kein Qualitätsmerkmal, sondern bieten, wenn man in der Fotosprache titulieren mag, mehr Weitwinkel. Weiters nimmt der Sensor kein Licht auf, sondern Wärmestrahlung!

Für wen bzw. für welchen Einsatzbereich ist dieses Gerät gedacht? Mit dem 25 mm Objektiv und einem Sehfeld von etwas über 18,4 m auf 100 m, eignet sich diese Wärmebildkamera von InfiRay für bewaldete Gebiete mit etwas Feldanteil bzw. Pirsch und Ansitz im Wald oder auf freien Flächen bis 300-500 m. Mehr Weitwinkel bedeutet allerdings, dass man mit Einbußen auf weitere Entfernungen rechnen muss. Das 25 mm Objekt sitzt etwas versetzt im Gehäuse und ist somit gut vor dem Zerkratzen geschützt. Der Objektivdeckel ist aus einem gummiähnlichen Material und schützt zusätzlich noch vor Fremdkörpern. Der Deckel hat uns nicht ganz so gut gefallen – da gibt es elegantere Lösungen. Tipp: Sollte sich die Kappe öfters lösen, dann einfach die Ränder des Deckels nach innen knautschen, nun passt der Deckel wieder prima auf den Objektivschacht.

Das InfiRay Xeye E2 Plus V2 ist nicht shutterless – d.h. das Gerät muss kalibriert werden, da der Sensor während des Betriebes an Temperatur zunimmt. Dieses Kalibrieren verursacht ein Klacken. Das Geräusch ist zwar vernehmbar, aber dennoch sehr leise – Geräte von Mitbewerbern sind da um einiges lauter. Das automatische Kalibrieren kann allerdings deaktiviert werden und mittels kurzem Klick kann man den Sensor manuell Kalibrieren.

Fokussiert wird bei diesem Monokular über ein Stellrad auf der Geräteseite – lässt sich gut mit der zweiten Hand und Handschuhen bedienen.

Auf der Unterseite befindet sich ebenfalls ein sehr gängiges 1/4 Zoll Stativgewinde für die Montage an diverse Kugelköpfe, Getriebeneiger, Videoköpfe oder spezielle Montage-Schienen. Ebenfalls befindet sich hier der Ladeanschluss, hier handelt es sich um einen Micro-USB Anschluss. USB-C wäre damals schon zeitgemäß gewesen. Der Akku soll 7 Stunden halten, im Dauerbetrieb wurde das noch nicht getestet aber mit Standby und mäßiger Verwendung kommt man schon 3-4 Ansitze lang aus. Ggf. kann der Akku mittels Powerbank geladen werden.

Beispielbilder

Vorab möchten wir noch festhalten, dass die Fotos und Videos nicht bearbeitet wurden. Es wurde nichts nachgeschärft oder korrigiert – die Daten wurden lediglich über die App auf das Smartphone übertragen. Die heruntergeladenen Bilder hatten bei uns eine Auflösung von 768 x 576 Pixel. Was die einfach zu bedienende InfiRay App betrifft, wird es einen eigenen Beitrag geben.

Die Henne war mit ihrem Gesperre im hohen Gras so gut gedeckt, dass sie mit freiem Auge am ersten Bild nicht erkennbar war. Speziell für das Auerwild-Monitoring ist die Wärmebildkamera eine gute Unterstützung.

 

In der Regel ist ein verfegtes Geweih nicht mit der WBK erkennbar – dieser Hirsch kam allerdings frisch aus (s)einer Brunftlacke.

 

Dieser Rothirsch ist immer noch im Bast.

 

 

Da der Bast noch durchblutet ist und somit Temperatur abgibt, ist das Geweih klar erkennbar.

 

Fazit

Der UVP vom InfiRay Xeye E2 Plus V2 liegt bei ca. € 1.980,-. Da bereits im Fachhandel die neue V3 Serie angeboten wird, wird das Gerät teilweise um ca. € 1.550,- bis € 1.600,- angeboten und ist was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft top.

Der 384 x 288 Pixel große Sensor macht wirklich hervorragende Bilder, die am 1280 x 960 Pixel großem Bildschirm klar und deutlich dargestellt werden. Ähnlich wie bei dem Cabin CBL 19 (19 mm Objektiv), ist das 25 mm Objektiv aus unserer Sicht ideal für Reviere mit großem Waldanteil bzw. für kurze bis mittlere Distanzen in Mischrevieren. Für große/weite Felder bzw. längere Distanzen sind Wärmebildgeräte mit einem 35 mm Objektiv idealer.

Das Monokular ist sehr handlich und die Gummiarmierung sorgt für einen guten und angenehmen Griff. Handlichkeit bzw. die kompakte Bauweise sticht bei diesem Gerät besonders hervor. Während des Betriebs, kann die Wärmebildkamera über die Micro-USB Buchse geladen werden – hier wäre ein USB-C Anschluss wünschenswert. Was uns auch nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Objektivabdeckung, die doch öfters abgeht. Die Status-LED, die sich bei der Cabin-Serie deaktivieren lässt, kann man leider nicht abdrehen – muss ggf. abgeklebt werden. 

Das Feature zum Fotografieren und Filmen braucht man nicht vermissen, die Ergebnisse sind richtig gut und bringen so manchen zum Staunen. Auch die App verbindet sich immer zuverlässig mit der Kamera – die Konnektivität muss vorher im Systemmenü aktiviert werden.

Wärmebildkameras sind auch bei Tageslicht äußerst nützlich und werden als Beobachtungsgeräte immer beliebter. Die Jagd braucht sich also nicht vor neuer Technik, sofern sie sinnvoll und weidgerecht eingesetzt wird, zu verstecken.
Wir vergeben für die Wärmebildkamera Xeye E3 Plus V2 von InfiRay 4 von 5 Krickerl.

Link zu InfiRay Outdoor: www.infirayoutdoor.com
Link zu MAWA: www.mawa-trading.at

Test: Wendejacke Wilcox Demorphing von X JAGD

Egal ob Flecktarn, Digital-Tarn oder andere Camouflage-Arten, Camouflage ist in der Jagd in vielen Gebieten schon längst angekommen. Sehr bekannt ist ebenfalls das Demorphing Camouflage von X Jagd. Diese Camouflage-Art verspricht den Jäger noch besser in der Umgebung aufzulösen.

Tarnjacken sind in der Jagd für viele immer noch sehr ungewohnt oder zu wenig traditionell. Für diejenigen die Tradition und Moderne kombinieren wollen, gibt es sogenannte Wendejacken. Aus diesem Grund haben wir uns die Wendejacke Wilcox von X Jagd im Demorphing-Woodland-Design genauer angesehen und über mehrere Wochen getestet. Die Jacke wurde in der Pinzgauer Jagdstube gekauft (es handelt sich nicht um einen bezahlten Beitrag 😉).

Technische Details

  • Innen: uni- bzw. einfarbig
  • Außen: demorphing Woodland oder Flash
  • Innen: 4 Reißverschluss-Taschen
  • Außen: 3 Reißverschluss-Taschen
  • winddicht
  • wasserabweisend
  • atmungsaktiv
  • Frontreißverschluss mit Kinnschoner
  • Material: 100% Polyester
  • Größen: S – 3XL

Wendejacke Wilcox

Es handelt sich bei der Jacke Wilcox um eine, wie der Name schon sagt, Wendejacke, deren Innenseite aus braunem Fleece besteht. Die Außenseite besteht aus Demorphing Camouflage Fleece im Farbmuster Woodland (Für Bewegungsjagden ist die Jacke auch im Demorphing Design Flash (orange) erhältlich).

Die Wilcox wird in den kühleren Jahreszeiten als Zwischenschicht unter einer dicken Jacke oder in den übrigen Jahreszeiten als oberste Schicht getragen und ist somit ganzjährig tragbar. Da die Jacke aus Polyester besteht, ist sie nicht ganz geräuschlos, aber das leicht dehnbare Material ist dennoch geräuscharm. Beachtet man, dass Polyester beim Streifen an Bäumen oder Sträuchern, nicht so verzeihlich wie Loden ist, muss man dennoch festhalten, dass diese Wendejacke auch für die Pirsch bestens geeignet ist.

Drei Taschen befinden sich auf der Außenseite und ebenfalls auf der Innenseite, wovon sich jeweils eine am Ärmel befindet. Die Innenseite besitzt zusätzlich noch eine praktische Brusttasche. Die Außen- und Innenseite teilen sich die Taschen. D.h. allerdings, dass man vor dem Wenden der Jacke alle Reißverschlüsse schließen soll. Ist z.B. innen der Reißverschluss geöffnet, könnte man die in der Tasche verstauten Utensilien unter Umständen verlieren. Bauart- bzw. konzeptbedingt ist sowas auch nicht besser lösbar und nicht direkt als Nachteil zu beurteilen. Was man allerdings vergeblich sucht, sind Munitionsschlaufen in den Taschen.

Die Nähte sind außen und ebenso innen richtig gut verarbeitet.

Die Reißverschlüsse sind wieder von YKK – sind somit von sehr guter Qualität und deuten somit auf Langlebigkeit hin. Bedient man den Reißverschluss langsam, dann ist auch ein geräuscharmes Öffnen und Schließen möglich. Zum Reißverschluss muss noch erwähnt werden, dass auch eine schützende ZIP-Garage für den Schieber (Schlitten) enthalten ist.

Durch das geringe Gewicht bzw. die kompakte Form, lässt sich die Jacke prima im Rucksack verstauen.

In Verbindung mit der zusätzlich erhältlichen Balaclava und einer gut getarnten Fotoausrüstung kam es sehr oft zu Aug‘ in Aug‘ Situationen mit dem Wild. Egal ob Böcke oder Geißen (Ricken) mit ihren Kitzen, das Erlebte ließ ganz oft den Puls in die Höhe treiben.

Zum Preis: wir bezahlten im Fachhandel für diese Herrenjacke im August 2021 regulär € 179,- und die Wilcox ist aktuell um € 199,- (Stand Juni 2022) im Online-Shop von X Jagd zu erwerben. Für die Damen gibt es ebenfalls dieses Modell, das sich Winston nennt. In Anbetracht dessen, dass das Produkt aus unserer Sicht das hält, was es verspricht und man hier eine richtige 2 in 1 Jacke hat, vergeben wir sehr gerne 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu X Jagd

Waffenauktion: Dorotheum (Juni 2022)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 10.06.2022 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Wildkamera: die neue Reviermanager App 2.0

Vor etwas über 7 Jahren, haben wir erstmals die Wildkamera R200 mit dem Reviermanager (Test: Wildkamera R200 – Reviermanager) vorgestellt. Zum Frühlingsbeginn gab es nun ein umfassendes App-Update, das wir gerne etwas näher vorstellen wollen.

Was ist der Reviermanager?

Der Reviermanager ist ein all-in-one Paket, bestehend aus einer Wildkamera und der App bzw. dem Reviermanager-System, dass die Daten empfängt und verarbeitet. Die SIM-Karte ist bereits inkludiert und es fallen im ersten Jahr keine Kosten an, d.h. man muss die SIM-Karte nicht kaufen, aufladen oder irgendwelche Tokens kaufen.

Das Beste ist, dass die Kamera in wenigen Schritten einsatzbereit ist:

  • Batterien in einlegen (bis zu 12 Stück AA)
  • Wildkamera einschalten
  • Reviermanager App 2.0 downloaden (App Store (Apple) / Google Play Store)
  • Registrieren und Konto aktivieren

Sobald die Kamera auslöst, wird das Bild zum Reviermanager, in kleinerer Auflösung, übertragen und man kann die Bilder bequem über die App oder den Web-Browser abfragen. Zusätzlich werden die Bilder noch auf einer SD-Karte in voller Auflösung abgelegt.

Die App

Nach dem Download muss man sich in der App einmalig ein Benutzerkonto erstellen, dies gilt auch für bestehende Benutzer der ersten App-Version.

Nach dem Starten gelangt man zur Übersichtsseite. Diese enthält eine Übersicht über die zuletzt aktiven Kameras, einen Link in die Galerie, Favoriten, den Revierplan und die erfassten Kameras, mit deren Batteriestatus und Signalstärke.

In der Version 2.0 der Reviermanager APP wurde nicht nur die Oberfläche angepasst, sondern das ganze Bedienkonzept geändert und optimiert. Was gleich auffällt ist, dass des nun für die App einen augenschonenden Darkmode gibt. Insbesondere die Galerie, das Herzstück, wurde komplett neu überarbeitet.

Für die Wetterdaten wird ein externer Dienst verwendet. Dies gilt auch die in der App dargestellten Temperatur – diese wird nicht von der Kamera übernommen und kann daher ggf. abweichen. Über die Galerie bzw. dem angezeigten Bild, kann die Kamera mit dem Kamera-Icon (rechts oben) erneut ausgelöst werden 

Ebenfalls überarbeitet wurde die Notification/Benachrichtigung. Tippt man die Benachrichtigung etwas länger an, dann erscheint bereits eine Vorschau, ohne gleich die App öffnen zu müssen.

Die Revierverwaltung wurde auch komplett neu überarbeitet. Der Kamerastandort kann nun manuell gesetzt werden und die POI Symbole wurden auch erweitert.

Mit dem neuen Feature Meine Favoriten hat man alle wichtigen Bilder sofort verfügbar:

Fazit

Kommen wir nun zum Fazit, die iPhone-App Reviermanager wurde mit dem Update 2.0 von Grund auf neu entwickelt und  auf den Stand der Technik gebracht. Die Bildverwaltung und das unkomplizierte bzw. selbsterklärende Handling von App und Hardware (Wildkamera) hat uns sehr gut gefallen. Das Einstellen des Darkmodes für die Benutzeroberfläche, die Favoritenbilder oder die Voransicht des Bildes in der Notification sind für uns äußerst hilfreiche Features und bilden einen erheblichen Mehrwert. Lediglich beim Switch von der alten auf die neue App, wurden unsere bereits erstellen Bilder nicht übernommen.

Die neue Reviermanager App 2.0 hat aus unserer Sicht 5 von 5 Krickerl verdient.

Wertung_5

Link zur App (iOS): Download Reviermanager 2.0

Link zur App (Android): Download Reviermanager 2.0

Link zum Reviermanager

Faktencheck: Einschießen der Jagdbüchse auf 25 m

In einem österreichischem Jagdmagazin, mit richtig großer Auflage, wurde in der April 2022 Ausgabe ein Artikel zum Einschießen der Jagdbüchse auf 25 Meter veröffentlicht.

Dieser Artikel beschreibt, wie man auf einer 25 m entfernten Scheibe seine Waffe für einen 4 cm Hochschuss auf 100 m einschießt. Lt. Artikel muss „erfahrungsgemäß“ die Waffe auf einen Tiefschuss der halben Visierlinienhöhe bei 25 m eingeschossen werden, dass sie dann auf den GEE eingeschossen ist bzw. 4 cm hoch auf 100 m liegt. Beträgt die Visierlinienhöhe z.B. 5 cm, dann müsste also die Waffe einen Tiefschuss von 2,5 cm auf 25 m aufweisen, also 4 cm hoch auf 100 m = -2,5 cm auf 25 m.

Die Visierlinienhöhe beschreibt den Abstand zwischen der Seelenachse (gedachte Linie in Längsrichtung durch die Laufmitte / Mittellinie Laufbohrung) und der Visierlinie (gedachte Linie in Längsrichtung durch die Zielfernrohrmitte)

Wir glauben, dass die beschriebene Vorgehensweise in dem Artikel der Jagdzeitschrift äußerst gewagt ist. Da es hier um das Einschießen der Waffe geht und weil das unter Umständen große Auswirkungen hat, finden wir hier einen Faktencheck für äußerst spannend und notwendig.

Für diesen Faktencheck haben wir uns für zwei Patronen das gängige Kaliber .308 Winchester ausgesucht.

Check 1: RWS .308 Win. Driven Hunt 10,7 g

Visierlinie V0 GEE BC
5 cm 792 m/s 149 m 0,187
Entfernung Berechnung lt. Artikel Berechnung lt. Artikel
mit APP nachgerechnet
Abweichung
0 m -5 cm -5 cm
25 m -2,5 cm -2,5 cm
100 m 4 cm -0,8 cm 4,8 cm
149 m (GEE) 0 cm -7,3 cm 7,3 cm
200 m * -11,3 cm -20,8 cm 9,4 cm
250 m * -32,4 cm -44 cm 11,6 cm
*) Angaben lt. Hersteller bei 4 cm hoch auf 100 m

Check 2: iBEX .308 Win. Tornado 9 g

Visierlinie V0 GEE BC
5 cm 892 m/s 181 m 0,310
Entfernung Berechnung lt. Artikel Berechnung lt. Artikel
mit APP nachgerechnet
Abweichung
0 m -5 cm -5 cm
25 m -2,5 cm -2,5 cm
100 m 4 cm -0,1 cm 4,1 cm
181 m (GEE) 0 cm -7,4 cm 7,4 cm
200 m * -2,7 cm -10,8 cm 8,1 cm
250 m * -13,3 cm -23,3 cm 10,0 cm
*) Angaben lt. Hersteller bei 4 cm hoch auf 100 m

Die ballistischen Daten führt in der Regel jeder Hersteller auf seiner Verpackung an.

Weitere Checks braucht es zu dem Artikel nicht mehr, um festzustellen, dass diese Herangehensweise, die Waffe auf 25 m für die 4 cm hoch auf 100 m einzuschießen, komplett falsch und sogar äußerst gefährlich ist.

Will man, dass seine Jagdbüchse auf 100 m einen Hochschuss von 4 cm hat, dann lautet unsere Empfehlung: ab zum Schießstand und die Waffe auf 4 cm hoch beim 100 m Stand (am besten auf der Papierscheibe, keine Polytronic) einschießen.

Liebe Redakteure, auch wenn das für manche Waffen/Patronen/Ladungen zutreffend ist, ist es brandgefährlich sowas zu Pauschalieren. Insbesondere wenn Wild mit einer falsch eingeschossenen Waffe beschossen wird, kann das ins Auge gehen. Hier wünscht man sich doch ein wenig mehr Verantwortungsbewusstsein und hoffentlich wird das in der Mai 2022 Ausgabe berichtigt.

Verändert ein Schalldämpfer die V0? Test mit .270 Win. und ERA SOB1

Wie verändert ein Schalldämpfer die V0?
Erhöht oder verringert ein Einsatz eines Schalldämpfers die Mündungsgeschwindigkeit?

Im Netz kursieren viele teils widersprüchliche Mythen zu diesem Thema:

Mythos Nr. 1:
Der Schalldämpfer ist eine Laufverlängerung und dadurch steigt die Mündungsgeschwindigkeit.

Mythos Nr. 2:
Die Gase im Dämpfer bremsen das Geschoss.

Mythos Nr. 3:
Die nachfolgenden Gase beschleunigen das Geschoss.

Aus diesem Grund wollen wir mit einigen Testreihen mit den Mythen aufräumen und aufzeigen, was wirklich dahintersteckt.

Teststellung

Waffe Handelsübliche Repetierbüchse mit 57 cm Lauf
Kaliber .270 Winchester
Munition Geco Teilmantel 9,1 g / 140 gr
Schalldämpfer ERA SOB1
Geschwindigkeitsmessgerät MagnetoSpeed V3

Ergebnis

Nr. mit Schalldämpfer ohne Schalldämpfer
1 841 m/s 847 m/s
2 850 m/s 840 m/s
3 844 m/s 847 m/s
Ø 845 m/s 844 m/s

Auszug aus log.csv

Fazit

Eine nennenswerte Änderung der Mündungsgeschwindigkeit unter Anwendung eines Schalldämpfers ist mit dieser Teststellung nicht erkennbar. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten von 845 und 844 m/s sind nahezu identisch und somit ist keine der oben genannten Mythen zutreffend.

Test: MagnetoSpeed V3

Für Wiederlader, Sportschützen oder diejenigen, die sich nicht auf die Verpackungsangabe einer Munitionsverpackung verlassen wollen, ist ein Geschwindigkeitsmessgerät zum Messen der V0 unerlässlich. Doch was ist eigentlich die V0? Die V0 ist die Geschossgeschwindigkeit die direkt an der Laufmündung gemessen wird.
Konventionelle Lichtschranken messen eine V2 oder V5, also 2 bzw. 5 m nach der Laufmündung. Diese kann zwar mit einer Formel auf die V0 zurückgerechnet werden – genauer ist allerdings eine Messung direkt an der Mündung und aus diesem Grund möchten wir das MagnetoSpeed V3 im Hardcase vorstellen.

Im Hardcase bzw. Koffer ist alles aufgeräumt und vor allem bestens geschützt.

Die Version mit dem Hardcase beinhaltet folgende Teile: 

  • Koffer / Hardcase
  • V3 Bajonett Sensor
  • 4-zeiliges Display
  • Datenkabel ca. 1,8 m
  • Datenkabel ca. 1,2 m (ausziehbar)
  • Stab zum Ausrichten (Abstand zw. Geschoss und Bajonett)
  • 2 Gummiblöcke v-förmig (dünn & dick)
  • 3 Abstandhalter aus Kunststoff (ca. 3 mm, 6 mm und 10 mm)
  • Hitzeschutz aus Gummi
  • SD-Karten Adapter (MicroSD -> SD)
  • SD-Karte (bereits im Display enthalten)
  • 9 V Batterie
  • mehrere Kleinteile (Schrauben und Inbusschlüssel)
  • Bedienungsanleitung (englisch und deutsch)

Das MagnetoSpeed V3 ist auch im platzsparenden Softcase erhältlich. Es gibt noch die Sporter Edition, die im Vergleich zum V3 doch einige Einschränkungen aufweist (einzeiliges Display, weniger Abstandhalter, geringere Bajonettkröpfung, …).

Dieser Chronograph hat die Form eines Bajonettes und das „Bajo“ wird am Mündungsende montiert – für konische Läufe gibt es als optionales Zubehör eigene Abstandsplatten (tapered spacer). Für die Montage am Lauf soll unbedingt die Bedienungsanleitung beachtet werden und das Bajonett muss mit dem mitgelieferten Richtstab ausgerichtet werden. Mit den mitgelieferten Abstandhaltern ist eine rasche Montage möglich. Für folgende Läufe ist das MagnetoSpeed V3 geeignet:

  • Laufdurchmesser von 13 – 50 mm
  • Mündungsbremsen bis 65 mm Durchmesser und 75 mm Länge
  • Durch die stärkere Kröpfung des Bajonetts, soll teilweise ein Betrieb mit Schalldämpfern möglich sein

Bajonett montiert auf einem 20 mm Lauf

Die Sensoren im Bajonett arbeiten magnetisch und nicht optisch. D.h. gute oder schlechte Lichtverhältnisse sowie Kunst- oder Tageslicht und Witterungseinflüsse beeinflussen das Messergebnis nicht. Nach der Schussabgabe wird die gemessene Zeit, vom vorbeifliegenden Geschoss, zwischen den beiden magnetischen Sensoren gemessen und anschließend die daraus resultierende Geschwindigkeit ermittelt und direkt am Display angezeigt.

Das beleuchtete vierzeilige Display kann folgende Werte darstellen:

  • Schussserie und Schussnummer
  • Geschwindigkeit (über das Menü kann die Einheit auf Fuß pro Sekunde umgestellt werden)
  • maximale Geschwindigkeit (Max)
  • minimale Geschwindigkeit (Min)
  • durchschnittliche Geschwindigkeit (Avg)
  • Standardabweichung (S-D) (über das Menü kann auf Spannweite gewechselt werden)

Einen Aus-/Einschalter sucht man am Display vergeblich, es aktiviert sich erst, nachdem eines der beiden mitgelieferten Datenkabel mit Klinkenstecker angeschlossen wurde. Zieht man den Stecker wieder aus der Buchse, dann schaltet sich das Gerät zwar aus, aber die Daten bleiben noch bis zur nächsten Verwendung bestehen.

Die Displaybeleuchtung kann im Menü aktiviert werden.

Mit den Cursor-Tasten (Pfeil nach oben/unten) kann innerhalb einer Serie navigiert werden, da auf einer Seite max. 3 Schüsse dargestellt werden. Die Statistik (maximale Geschwindigkeit (Max), minimale Geschwindigkeit (Min), durchschnittliche Geschwindigkeit (Avg), S-D bzw. ES) auf der rechten Displayseite bleibt dabei erhalten.

Über das Menü kann eine geschossene Serie archiviert werden. Das bedeutet, dass die Schussserie auf die Speicherkarte gespeichert wird und die Daten auf dem Gerät gelöscht werden. Ansonsten bleiben, wie bereits erwähnt, die Daten auf dem Gerät gespeichert. Ein Smartphone-Adapter, zum Auslesen der Daten und Konfigurieren des Displays, ist optional erhältlich. 

Die archivierten Daten werden in einer CSV-Datei gespeichert und können auf dem Computer ausgelesen bzw. mit einem Editor ausgewertet werden:

Inhalt der CSV-Datei.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Serie wird von uns in die Ladedatenverwaltung Reloada mobile eingetragen:

Mobile Ladedatenverwaltung RELOADA.

Fazit

Das MagnetoSpeed V3 ist je nach Händler ab ca. € 460,- erhältlich. Was uns am MagnetoSpeed besonders gut gefallen hat, ist die Kompaktheit, der flexible Einsatzbereich, die schnelle Montage und das direkte Messen der V0. Der Schießkanal am Schießstand muss zum Aufstellen des Geschwindigkeitsmessers nicht mehr betreten werden, da das MagnetoSpeed direkt am Lauf montiert wird. So kann alles zügig auf- und abgebaut werden. Weiters kann die Empfindlichkeit so angepasst werden, dass die Geschossgeschwindigkeit auch bei einem Luftdruckgewehr gemessen werden kann.

Wir vergeben für das MagnetoSpeed V3 5 von 5 Krickerl.

Wertung_5

Link zu MagnetoSpeed: www.magnetospeed.com