Test: Wendejacke Wilcox Demorphing von X JAGD

Egal ob Flecktarn, Digital-Tarn oder andere Camouflage-Arten, Camouflage ist in der Jagd in vielen Gebieten schon längst angekommen. Sehr bekannt ist ebenfalls das Demorphing Camouflage von X Jagd. Diese Camouflage-Art verspricht den Jäger noch besser in der Umgebung aufzulösen.

Tarnjacken sind in der Jagd für viele immer noch sehr ungewohnt oder zu wenig traditionell. Für diejenigen die Tradition und Moderne kombinieren wollen, gibt es sogenannte Wendejacken. Aus diesem Grund haben wir uns die Wendejacke Wilcox von X Jagd im Demorphing-Woodland-Design genauer angesehen und über mehrere Wochen getestet. Die Jacke wurde in der Pinzgauer Jagdstube gekauft (es handelt sich nicht um einen bezahlten Beitrag 😉).

Technische Details

  • Innen: uni- bzw. einfarbig
  • Außen: demorphing Woodland oder Flash
  • Innen: 4 Reißverschluss-Taschen
  • Außen: 3 Reißverschluss-Taschen
  • winddicht
  • wasserabweisend
  • atmungsaktiv
  • Frontreißverschluss mit Kinnschoner
  • Material: 100% Polyester
  • Größen: S – 3XL

Wendejacke Wilcox

Es handelt sich bei der Jacke Wilcox um eine, wie der Name schon sagt, Wendejacke, deren Innenseite aus braunem Fleece besteht. Die Außenseite besteht aus Demorphing Camouflage Fleece im Farbmuster Woodland (Für Bewegungsjagden ist die Jacke auch im Demorphing Design Flash (orange) erhältlich).

Die Wilcox wird in den kühleren Jahreszeiten als Zwischenschicht unter einer dicken Jacke oder in den übrigen Jahreszeiten als oberste Schicht getragen und ist somit ganzjährig tragbar. Da die Jacke aus Polyester besteht, ist sie nicht ganz geräuschlos, aber das leicht dehnbare Material ist dennoch geräuscharm. Beachtet man, dass Polyester beim Streifen an Bäumen oder Sträuchern, nicht so verzeihlich wie Loden ist, muss man dennoch festhalten, dass diese Wendejacke auch für die Pirsch bestens geeignet ist.

Drei Taschen befinden sich auf der Außenseite und ebenfalls auf der Innenseite, wovon sich jeweils eine am Ärmel befindet. Die Innenseite besitzt zusätzlich noch eine praktische Brusttasche. Die Außen- und Innenseite teilen sich die Taschen. D.h. allerdings, dass man vor dem Wenden der Jacke alle Reißverschlüsse schließen soll. Ist z.B. innen der Reißverschluss geöffnet, könnte man die in der Tasche verstauten Utensilien unter Umständen verlieren. Bauart- bzw. konzeptbedingt ist sowas auch nicht besser lösbar und nicht direkt als Nachteil zu beurteilen. Was man allerdings vergeblich sucht, sind Munitionsschlaufen in den Taschen.

Die Nähte sind außen und ebenso innen richtig gut verarbeitet.

Die Reißverschlüsse sind wieder von YKK – sind somit von sehr guter Qualität und deuten somit auf Langlebigkeit hin. Bedient man den Reißverschluss langsam, dann ist auch ein geräuscharmes Öffnen und Schließen möglich. Zum Reißverschluss muss noch erwähnt werden, dass auch eine schützende ZIP-Garage für den Schieber (Schlitten) enthalten ist.

Durch das geringe Gewicht bzw. die kompakte Form, lässt sich die Jacke prima im Rucksack verstauen.

In Verbindung mit der zusätzlich erhältlichen Balaclava und einer gut getarnten Fotoausrüstung kam es sehr oft zu Aug‘ in Aug‘ Situationen mit dem Wild. Egal ob Böcke oder Geißen (Ricken) mit ihren Kitzen, das Erlebte ließ ganz oft den Puls in die Höhe treiben.

Zum Preis: wir bezahlten im Fachhandel für diese Herrenjacke im August 2021 regulär € 179,- und die Wilcox ist aktuell um € 199,- (Stand Juni 2022) im Online-Shop von X Jagd zu erwerben. Für die Damen gibt es ebenfalls dieses Modell, das sich Winston nennt. In Anbetracht dessen, dass das Produkt aus unserer Sicht das hält, was es verspricht und man hier eine richtige 2 in 1 Jacke hat, vergeben wir sehr gerne 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu X Jagd

RELOADA Update: Auswerten von MagnetoSpeed Daten

Ab der Reloada für Windows Version 0.22.5.1 können erstmalig Daten vom Geschwindigkeitsmessgerät MagnetoSpeed eingelesen und ausgewertet werden. Nach dem Öffnen der CSV-Datei, die auf der MagnetoSpeed-Speicherkarte enthalten ist, können folgende Daten ausgewertet werden:

  • Schussserie und Schussnummer
  • Geschwindigkeit
  • maximale Geschwindigkeit (Max)
  • minimale Geschwindigkeit (Min)
  • durchschnittliche Geschwindigkeit (Avg)
  • Standardabweichung (SD)
  • Spannweite (ES)

Ein Import einer oder mehrerer Serien in eine Ladung, ist für eine der zukünftigen Versionen geplant.

RELOADA für Windows kann kostenlos heruntergeladen und benutzt werden: http://www.jagdnet.com/reloada/

 

Jagdmesse: Die Hohe Jagd & Fischerei 2023

Vom 26. bis 29. Februar 2023 findet die Jagdmesse Die Hohe Jagd & Fischerei zum 33. Mal in Salzburg statt.

Zeitgleich dazu findet die Messe absolut allrad statt und liefert einen umfassenden Überblick über den 4×4 Markt.

Rückblick 2022:
2022 pausierte die Hohe Jagd aufgrund der Corona Pandemie.

Rückblick 2021:
2021 pausierte die Hohe Jagd aufgrund der Corona Pandemie.

Rückblick 2020:
2020 konnte die Jagdmesse mit einem Rekord von 44.070 Besuchern glänzen. 620 nationale und internationale Aussteller wohnten der Fachmesse bei.

Link zur Hohen Jagd

Adresse:
Am Messezentrum 1
5021 Salzburg

Wildkamera: die neue Reviermanager App 2.0

Vor etwas über 7 Jahren, haben wir erstmals die Wildkamera R200 mit dem Reviermanager (Test: Wildkamera R200 – Reviermanager) vorgestellt. Zum Frühlingsbeginn gab es nun ein umfassendes App-Update, das wir gerne etwas näher vorstellen wollen.

Was ist der Reviermanager?

Der Reviermanager ist ein all-in-one Paket, bestehend aus einer Wildkamera und der App bzw. dem Reviermanager-System, dass die Daten empfängt und verarbeitet. Die SIM-Karte ist bereits inkludiert und es fallen im ersten Jahr keine Kosten an, d.h. man muss die SIM-Karte nicht kaufen, aufladen oder irgendwelche Tokens kaufen.

Das Beste ist, dass die Kamera in wenigen Schritten einsatzbereit ist:

  • Batterien in einlegen (bis zu 12 Stück AA)
  • Wildkamera einschalten
  • Reviermanager App 2.0 downloaden (App Store (Apple) / Google Play Store)
  • Registrieren und Konto aktivieren

Sobald die Kamera auslöst, wird das Bild zum Reviermanager, in kleinerer Auflösung, übertragen und man kann die Bilder bequem über die App oder den Web-Browser abfragen. Zusätzlich werden die Bilder noch auf einer SD-Karte in voller Auflösung abgelegt.

Die App

Nach dem Download muss man sich in der App einmalig ein Benutzerkonto erstellen, dies gilt auch für bestehende Benutzer der ersten App-Version.

Nach dem Starten gelangt man zur Übersichtsseite. Diese enthält eine Übersicht über die zuletzt aktiven Kameras, einen Link in die Galerie, Favoriten, den Revierplan und die erfassten Kameras, mit deren Batteriestatus und Signalstärke.

In der Version 2.0 der Reviermanager APP wurde nicht nur die Oberfläche angepasst, sondern das ganze Bedienkonzept geändert und optimiert. Was gleich auffällt ist, dass des nun für die App einen augenschonenden Darkmode gibt. Insbesondere die Galerie, das Herzstück, wurde komplett neu überarbeitet.

Für die Wetterdaten wird ein externer Dienst verwendet. Dies gilt auch die in der App dargestellten Temperatur – diese wird nicht von der Kamera übernommen und kann daher ggf. abweichen. Über die Galerie bzw. dem angezeigten Bild, kann die Kamera mit dem Kamera-Icon (rechts oben) erneut ausgelöst werden 

Ebenfalls überarbeitet wurde die Notification/Benachrichtigung. Tippt man die Benachrichtigung etwas länger an, dann erscheint bereits eine Vorschau, ohne gleich die App öffnen zu müssen.

Die Revierverwaltung wurde auch komplett neu überarbeitet. Der Kamerastandort kann nun manuell gesetzt werden und die POI Symbole wurden auch erweitert.

Mit dem neuen Feature Meine Favoriten hat man alle wichtigen Bilder sofort verfügbar:

Fazit

Kommen wir nun zum Fazit, die iPhone-App Reviermanager wurde mit dem Update 2.0 von Grund auf neu entwickelt und  auf den Stand der Technik gebracht. Die Bildverwaltung und das unkomplizierte bzw. selbsterklärende Handling von App und Hardware (Wildkamera) hat uns sehr gut gefallen. Das Einstellen des Darkmodes für die Benutzeroberfläche, die Favoritenbilder oder die Voransicht des Bildes in der Notification sind für uns äußerst hilfreiche Features und bilden einen erheblichen Mehrwert. Lediglich beim Switch von der alten auf die neue App, wurden unsere bereits erstellen Bilder nicht übernommen.

Die neue Reviermanager App 2.0 hat aus unserer Sicht 5 von 5 Krickerl verdient.

Wertung_5

Link zur App (iOS): Download Reviermanager 2.0

Link zur App (Android): Download Reviermanager 2.0

Link zum Reviermanager

Reloada Tutorial 2: Speichern und Öffnen der Ladedaten

Im zweitem Video-Tutorial, zu unserer Ladedatenverwaltung Reloada mobile, geht es um das Speichern und Öffnen der Ladedaten.

Über den Button Speichern/Teilen können die Ladedaten auch via WhatsApp, iMessage, … geteilt werden.

Link zu Reloada mobile (iOS)
Link zu Reloada für Windows 

Reloada Tutorial 1: Erfassen von Geschoss und Ladung

Es wurde nun das erste Video-Tutorial, zu unserer Ladedatenverwaltung Reloada mobile, auf Youtube veröffentlicht. In diesem kurzen Tutorial wird dargestellt, wie ein Geschoss und eine Ladung in Reloada mobile erfasst wird.

Folgende Punkte werden vorgestellt:

  • Erfassen von einem Geschoss
  • Erfassen einer Ladung
  • Berechnung der Stabilität von Geschoss und Ladung
  • Außenballistische Berechnung

In den nächsten Wochen wird diese Videoreihe fortgesetzt bzw. um weitere Kurzanleitungen ergänzt.

Link zu Reloada mobile (iOS)
Link zu Reloada für Windows 

Faktencheck: Einschießen der Jagdbüchse auf 25 m

In einem österreichischem Jagdmagazin, mit richtig großer Auflage, wurde in der April 2022 Ausgabe ein Artikel zum Einschießen der Jagdbüchse auf 25 Meter veröffentlicht.

Dieser Artikel beschreibt, wie man auf einer 25 m entfernten Scheibe seine Waffe für einen 4 cm Hochschuss auf 100 m einschießt. Lt. Artikel muss „erfahrungsgemäß“ die Waffe auf einen Tiefschuss der halben Visierlinienhöhe bei 25 m eingeschossen werden, dass sie dann auf den GEE eingeschossen ist bzw. 4 cm hoch auf 100 m liegt. Beträgt die Visierlinienhöhe z.B. 5 cm, dann müsste also die Waffe einen Tiefschuss von 2,5 cm auf 25 m aufweisen, also 4 cm hoch auf 100 m = -2,5 cm auf 25 m.

Die Visierlinienhöhe beschreibt den Abstand zwischen der Seelenachse (gedachte Linie in Längsrichtung durch die Laufmitte / Mittellinie Laufbohrung) und der Visierlinie (gedachte Linie in Längsrichtung durch die Zielfernrohrmitte)

Wir glauben, dass die beschriebene Vorgehensweise in dem Artikel der Jagdzeitschrift äußerst gewagt ist. Da es hier um das Einschießen der Waffe geht und weil das unter Umständen große Auswirkungen hat, finden wir hier einen Faktencheck für äußerst spannend und notwendig.

Für diesen Faktencheck haben wir uns für zwei Patronen das gängige Kaliber .308 Winchester ausgesucht.

Check 1: RWS .308 Win. Driven Hunt 10,7 g

Visierlinie V0 GEE BC
5 cm 792 m/s 149 m 0,187
Entfernung Berechnung lt. Artikel Berechnung lt. Artikel
mit APP nachgerechnet
Abweichung
0 m -5 cm -5 cm
25 m -2,5 cm -2,5 cm
100 m 4 cm -0,8 cm 4,8 cm
149 m (GEE) 0 cm -7,3 cm 7,3 cm
200 m * -11,3 cm -20,8 cm 9,4 cm
250 m * -32,4 cm -44 cm 11,6 cm
*) Angaben lt. Hersteller bei 4 cm hoch auf 100 m

Check 2: iBEX .308 Win. Tornado 9 g

Visierlinie V0 GEE BC
5 cm 892 m/s 181 m 0,310
Entfernung Berechnung lt. Artikel Berechnung lt. Artikel
mit APP nachgerechnet
Abweichung
0 m -5 cm -5 cm
25 m -2,5 cm -2,5 cm
100 m 4 cm -0,1 cm 4,1 cm
181 m (GEE) 0 cm -7,4 cm 7,4 cm
200 m * -2,7 cm -10,8 cm 8,1 cm
250 m * -13,3 cm -23,3 cm 10,0 cm
*) Angaben lt. Hersteller bei 4 cm hoch auf 100 m

Die ballistischen Daten führt in der Regel jeder Hersteller auf seiner Verpackung an.

Weitere Checks braucht es zu dem Artikel nicht mehr, um festzustellen, dass diese Herangehensweise, die Waffe auf 25 m für die 4 cm hoch auf 100 m einzuschießen, komplett falsch und sogar äußerst gefährlich ist.

Will man, dass seine Jagdbüchse auf 100 m einen Hochschuss von 4 cm hat, dann lautet unsere Empfehlung: ab zum Schießstand und die Waffe auf 4 cm hoch beim 100 m Stand (am besten auf der Papierscheibe, keine Polytronic) einschießen.

Liebe Redakteure, auch wenn das für manche Waffen/Patronen/Ladungen zutreffend ist, ist es brandgefährlich sowas zu Pauschalieren. Insbesondere wenn Wild mit einer falsch eingeschossenen Waffe beschossen wird, kann das ins Auge gehen. Hier wünscht man sich doch ein wenig mehr Verantwortungsbewusstsein und hoffentlich wird das in der Mai 2022 Ausgabe berichtigt.