Lodenerzeugung in der Lodenwalke Ramsau

Im malerischen Ramsau am Dachstein liegt der älteste Gewerbebetrieb der Steiermark, die Lodenwalke Ramsau – sie wurde bereits 1434 urkundlich erwähnt.

Diese Lodenmanufaktur stellt nicht nur den Grundstoff Loden her, sondern schneidert auch die Endprodukte selber – es wird alles in Österreich bzw. Steiermark gefertigt. D.h. es werden keine günstigen Schneidereien aus dem Ausland in Anspruch genommen – alles Made in Austria.

Fair und sozialgerecht hergestellte Produkte erwecken immer unser Interesse und aus diesem Grund wollten wir diese Manufaktur näher begutachten. Die Hausherren Martina und Jörg Steiner, von denen wir überaus herzlich empfangen wurden, führten durch den traditionellen Betrieb und einige der vielen aufwändigen Arbeitsschritte möchten wir gerne vorstellen.

Krempelmaschine

Mit Nadeln bestückten Walzen kämmen die Wolle zu einem Vlies.


Dieses Vlies wird zu einem ungedrehten Faden, dem Vorgarn, geteilt.

Ringspinnerei

In der Ringspinnerei wird das ungedrehte Vorgarn zu festen Fäden gesponnen.

Mehrere Garne werden miteinander verzwirnt und erreichen somit mehr an Festigkeit. Anschließend wird dieser Faden auf eine Spule gewickelt.

Weberei

Auf den mit bis zu 4000 Kettfäden bestückten Webstühlen werden die 40-60 m langen Wolltücher hergestellt. Die älteren Maschinen arbeiten zwar etwas gemächlicher, aber gehen dafür sehr sorgsam und schonend mit der Wolle um, was die Qualität erheblich steigert.

Anschließend werden die Tücher auf dem Leuchttisch einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Walken

Beim Walken wird das Tuch im lauwarmen Wasser (30-40 °C) durch Druck und Reibung verfilzt. Es verliert fast die Hälfte der Größe und gewinnt daher an Dichte. Dadurch wird der Stoff sehr strapazfähig, winddicht und wasserabweisend.

Danach werden die Stoffe ggf. gefärbt und im Freien, an der frischen Luft, getrocknet.

Rauen

Um die elektrostatische Aufladung zu verhindern, werden die Lodendecken mit Hilfe von Naturdisteln aufgeraut.

Nur mit den bis zu 2000 Naturdisteln, die auf der Maschine angebracht sind, geht das schonend vonstatten.

Verkauf

Im über 500 m² großen Verkaufsraum werden die zu 100 % in der Steiermark erzeugten Produkte ausschließlich und exklusiv im Haus verkauft – nur die Sportkollektion gibt es im Online-Shop. Von der wunderschönen Tracht bis zur Alltags- und hochwertigen Sportbekleidung findet man alles im schönen Geschäft. Ja sogar mit Loden besetzte Lederschuhe werden hier angeboten.

Besichtigung / Betriebsführungen

Privatpersonen können sich frei am markierten Weg im Betrieb umsehen. Für größere Gruppen gibt es Führungen, wobei hier eine Voranmeldung erwünscht wird. Die Besichtigungen bzw. die Führungen werden kostenlos angeboten.

Tipp: Einzelpersonen oder Familien sollten den Vormittag für Besuche nutzen, da am Nachmittag der Andrang doch etwas stärker ist.

Nach dem Besuch kann man sich zu fairen Preisen im hauseigenen Gasthaus kulinarisch verwöhnen lassen.

Fazit

Viele der Maschinen in der Lodenwalke Ramsau sind bereits 50-60 Jahre alt, ja sogar eine 200 Jahre alte Maschine ist noch im Einsatz. Nur sie garantieren eine schonende Herstellung und Verarbeitung.

Während der Besichtigung spürt man die Tradition und die Leidenschaft die den Betrieb prägen. Alte Schnitte werden wieder neu belebt und dem Lauf der Zeit angepasst.

Wenn man sieht, wie in vielen aufwändigen Arbeitsschritten aus dem nachhaltigen Rohstoff Wolle robuste aber auch feine Tücher für die Weiterverarbeitung hergestellt werden, dann wird einem klar, dass die Produkte ihren Preis haben, aber die erstellten Kleidungsstücke werden dennoch zu fairen Preisen angeboten, da kein Zwischenhandel existiert. Und man trägt ein „gesundes“ Kleidungsstück, das vollständig in Österreich produziert wurde!

Interessant ist auch, dass der natürliche Rohstoff mit nachhaltiger Energie produziert wird – die Produktion wird zusätzlich mit zwei kleinen Wasserkraftwerken versorgt.

Man verlässt die Lodenwalke Ramsau mit einem anderen Bewusstsein für Kleidung. Einem Besuch beim Lodenwalker können wir echt jedem empfehlen – hier wird tatsächlich noch altes Handwerk fortgeführt.

Link zur Lodenwalke Ramsau
Link zu LWS – Loden Walke Sport

Änderung der Abschussrichtlinienverordnung für Rehböcke der Klasse III in Salzburg

Mit dem Landesgesetzblatt 63/2017 hat die Salzburger Landesregierung die Abschussrichtlinienverordnung für Rehböcke der Klasse III geändert:

Einjährige Böcke sowie alle Spießer und Gabler ohne Altersbegrenzung, wobei Enden ab 1,0 cm zu werten sind.

Das Landesgesetzblatt Nr. 63/2017 tritt mit 28.07.2017 in Kraft.

Gemessen wird von Innenseite der Enden. Die Übergangsregelung für Böcke die vor dem 28.07.2017 erlegt wurden, wird auf der Seite der Salzburger Jägerschaft detailliert beschrieben: LINK

Link zum Landesgesetzblatt Nr. 63/2017

Änderung der NÖ Jagdverordnung (NÖ JVO): neue Schusszeiten

Die niederösterreichische Landesregierung hat am 30. Mai 2017 eine Änderung in der Jagdverordnung durchgeführt. Im Landesgesetzblatt 40/2017 wurden für folgende Wildarten neue Schusszeiten verordnet:

Rotwild
  • Kalb vom 1. Juli bis 31. Dezember
  • sonstige Tiere vom 1. Juli bis 31. Dezember
Sikawild
  • sonstige Tiere und Kalb vom 1. September bis 15. Jänner
Rebhuhn
  • vom 21. bis 30. September und vom 16. bis 30. November

Details und weitere Informationen können aus dem Landesgesetzblatt Nr. 40/2017 entnommen werden: Link zum Landesgesetzblatt Nr. 40/2017

Software für Wiederlader: Update RELOADA 0.9.9.27 wurde veröffentlicht

Änderung

Zum Schussbild kann nun eine Notiz hinzugefügt werden:

RELOADA ist kostenlos nutzbar und kann auf der RELOADA-Seite heruntergeladen werden.

Link zur RELOADA-Seite: http://www.jagdnet.com/reloada/

Waffenauktion: Joh. Springer’s Erben stille Sommerauktion 2017

Joh. Springer’s Erben startet am 8.07.2017 die stille Sommerauktion 2017, mit Artikel in folgenden Sparten:

  • Antike Waffen
  • Blankwaffen
  • Flinten
  • Kombinierte Waffen
  • Orden u. Uniformen
  • Optik
  • Ordonnanzgewehre
  • Pistolen
  • Repetierbüchsen
  • Revolver
  • Sonstige Büchsen
  • Waffenzubehör
  • usw.

Link zur Waffenaukion
Link zum Online Katalog

 

Rotwild im Mai

Kahlwildrudel lösen sich vorübergehend im Mai auf und die hochbeschlagenen Tiere setzen im ungestörten Einstand in der Regel ein Kalb – Zwillingsgeburten sind Ausnahmen. Die vorjährigen Kälber trifft man in dieser Zeit alleine an. Mehrjährige Hirschen bilden Rudel, sind aber manchmal auch alleine anzutreffen.

Wildretter / Kitzretter – Vermeidung von Mähtod

Jährlich erleiden tausende Rehkitze in Österreich den Mähtod. Nicht nur Rehkitze werden vermäht, sondern auch auf Wiesen brütende Vögel, Feldhasen, Fasanen, …

Verwesende Körperteile können dann in Heu- und Siloballen (sauerstoffarme Umgebungen) große Probleme bereiten. In den Ballen kann der Erreger Clostridium botulinum das Gift Botulinumtoxin freisetzen. Dieses hochtödliche Gift setzt den Rindern ziemlich zu und führt oft zu dessen Tod.
Somit ist die Vorbeugung gegen den Mähtod keine rein jagdliche Komponente, sondern ist auch für die Landwirtschaft notwendig!

Auf der Jagdmesse Hohe Jagd haben wir am Stand von Wildacker ein interessantes Gerät entdeckt: einen akustischen und optischen Wildretter.

Der Wild- bzw. Kitzretter wird ca. 50 m vom Waldrand auf einer Höhe von ca. 1,5-2 m aufgestellt und hat eine Reichweite von ca. 120 m, d.h. zw. 2 Kitzretter liegt eine Entfernung von ca. 240 m. Sie sollen eine Tag vor dem Mähvorgang aufgestellt werden, somit wird ein Gewöhnungseffekt vermieden.

Bildquelle: wildacker.at

Der Wildretter besitzt einen Dämmerungsschalter, d.h. das Gerät aktiviert sich mit Einsetzen der Abenddämmerung. Es werden laufend bis am nächsten Morgen optische Lichtsignale ausgesendet. Zusätzlich erfolgt im Intervall ein akustisches Signal aus einer Piezo-Sirene. Somit wird das Wild zusätzlich vergrämt. Nach der Morgendämmerung deaktiviert sich das Gerät wieder. Betrieben wird der Kitzretter mittels 12 V Batterie/Akku.

Vielleicht gibt es im Sinne der Landwirtschaft und dem Tier- und Artenschutz Hegegemeinschaften oder Jagdgesellschaften die sich Geräte zum Verleihen anschaffen. Einige Jagdvereine gehen da bereits mit gutem Beispiel voran.

Link zum Kitz- bzw. Wildretter: www.wildacker.at

Fernglas-Test: Steiner Ranger Xtreme 8×42

Bei den Ferngläsern gibt es ein Preissegment das sehr hat umkämpft ist. Es ist die Preisklasse unter den hochpreisigen Ferngläsern. Und da gibt es so einige Marken die Produkte anbieten. Wir haben uns ein Glas aus dem Hause Steiner genauer angesehen.

Steiner Optik

Steiner Optik, mit Sitz in Bayreuth (Bayern) produziert seit über 60 Jahren Ferngläser und ist bekannt für Armee-, Marine- und Outdoor-Ferngläser. Aber auch für den jagdlichen Bereich werden Ferngläser produziert. Vor allem brachte Steiner, in den letzten Jahren mit dem 8×56 Nighthunter, viel Bewegung in den Markt hinein, was auch viele überaus positive Testberichte belegen. Aus diesem Grund wollten wir ein 8×42 Glas von Steiner testen.

Steiner Ranger Xtreme 8×42

Für die Jagd verwenden wir ausschließlich Ferngläser mit 8-facher Vergrößerung. Deshalb haben wir uns für das Ranger Xtreme 8×42 entschieden.

Lieferumfang
  • Steiner Ranger Xtreme 8×42
  • Tasche (inkl. Tragegurt)
  • Regenschutzdeckel
  • Objektivschutzklappen
  • ClickLoc Neoprentragegurt
  • Bedienungsanleitung
  • Putztuch
Spezifikationen
  • Vergrößerung: 8-fach
  • Objektivdurchmesser: 42 mm
  • Gewicht: 780 g
  • Abmessungen: 125 x 147 x 63 mm (B/H/T)
  • Lichtstärke: 27,60
  • Dämmerungszahl: 18,3
  • Sehfeld auf 1000 m: 125 m
  • Nahfokusbereich: 1,90 m
  • Wasserdicht: bis 3 m
  • Stickstofffüllung: Ja
  • Garantie: 10 Jahre

In der Praxis

Genug von den technischen Daten – nun wollen wir sehen, was das Fernglas in der Praxis taugt.

Transportiert wird das 8×42 in einer großzügigen Tasche. Verschlossen wird die Tasche mittels Reißverschluss – dieser ist deutlich leiser als ein Klettverschluss. Einzige Anregung zur Tasche: ein kleines Fach für z.B. das mitgelieferte Reinigungstuch wäre vorteilhaft.

Das 780 g schwere Fernglas lässt sich, mit dem Neopren-Tragegurt, angenehm tragen. Der Neopren-Polster ist mit einer Länge von ca. 36 cm und einer Breite von ca. 4 cm, für ein Glas in dieser Preisklasse, sehr großzügig bemessen.

Ein weiteres Highlight des Tragegurts ist das ClickLoc-System, mit einem Handgriff kann man den Gurt schnell und vor allem lautlos vom Fernglas lösen. Das ist speziell beim Ansitz von Vorteil, wenn man das Glas gerne auf der Bank ablegt – da bleibt das Fernglas beim Anheben nirgends hängen.

Das Xtreme 8×42 verfügt über eine NBR Longlife Gummiarmierung. Sie schützt nicht nur das Fernglas vor Öl oder Säure, sondern bleibt auch bei Nässe oder Kälte griffig und rutschfest. Sie hat allerdings den Nachteil, dass auch Schmutz und Staub leichter haften bleibt. Auf der Unterseite befinden sich Daumenmulden, die zusätzlich den Komfort steigern.

Die beiden Okulare besitzen Augenmuschelklappen aus hautfreundlichem Silikon. Die Klappen schützen vor störendem Seitenlicht. Brillenträger können diese lautlos umklappen – durch einen Dreh lassen sich die Augenmuscheln verstellen. Die beiden Objektive werden ebenfalls durch abnehmbare Schutzdeckel geschützt.

Fokussiert wird das Fernglas mittels Fokusierrad am Mitteltrieb. Das Rad ist extra groß und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Ab ca. 2 m kann scharfgestellt werden. Am linken Okular befindet sich der Dioptrienausgleich.

Ein Beschlagen der Linsen von innen ist Dank der Stickstofffüllung nicht möglich. Temperaturschwankungen beeinträchtigen somit das Fernglas nicht. Eine Stickstofffüllung sollte für Jagdferngläser Standard sein.

Nun zur Optik, Steiner bewirbt das Glas auch mit dem Titel High-Contrast-Optik. Und hier wurde nicht zu viel versprochen. Die Linsen liefern selbst bei schlechtem Licht klare, helle und vor allem kontrastreiche Bilder. Die chromatische Aberation tritt nur minimal am Bildrand auf und ist fast nicht erkennbar.

Eine chromatische Aberatrion (CA) ist eine Farbverfälschung, die sich meist als grün/violetter Farbsaum äußert.

Das Ranger Xtreme 8×42 liefert in der Mitte ein richtig scharfes und klares Bild. Allerdings ist im Randbereich eine Unschärfe erkennbar – für ein Fernglas in dieser Preisklasse ist das aber vernachlässigbar.

Die Garantie beträgt 10 Jahre, davon ausgekommen sind Schutzkappen, Augenmuscheln und weitere Verschleißteile.

Mit dem Steiner Ranger Xtreme 8×42 hält man für ca. € 500,- bis 600,- ein robustes aber dennoch ausgewogenes Fernglas in der Hand und die hervorragend optische Leistung überrascht in diesem Preissegment. Wir vergeben für dieses Fernglas 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zum Hersteller: Steiner Ranger Xtreme 8×42