Waffenregisterbescheinigung ONLINE – nicht vergessen: Registrierungspflicht für Flinten

Flinten die noch nicht im ZWR (zentrales Waffenregister) erfasst wurden, müssen bis zum 13. Dezember 2021 vom Waffenhändler zur Eintragung ins ZWR gemeldet werden.

Mittels der Bürgerkarte bzw. Handysignatur kann man das ZWR abfragen und so seine eigenen bereits gemeldeten Waffen ermitteln.

Link: Waffenregisterbescheinigung ONLINE
Link: Registrierung von Waffen im Zentralen Waffenregister (ZWR)

Test: Wärmebildkamera InfiRay Cabin CBL19

Dieses Mal möchten wir eine der 2021er Neuheiten von InfiRay vorstellen – das InfiRay Cabin CBL19. An dieser Stelle möchten wir uns gleich bei InfiRay Outdoor, für die mehrwöchige Bereitstellung eines Testgerätes, bedanken.

Das Handgerät CBL19 ist das erste Wärmebildmonokular aus der Cabin Reihe. Im Gegensatz zu einem Vorsatzgerät, kann diese Wärmebildkamera nicht auf eine Zieloptik montiert werden, sondern dient als reines Beobachtungsgerät.

Mit einer Länge von 165 mm und einem Gewicht von 380 g (ohne Akku), wirkt die Wärmebildkamera auffallend kompakt und durch die Handschlaufe erinnert einen das Gerät an einen Camcorder oder an ein Pulsar Gerät der Axion Serie, nur dass sich das InfiRay Gerät optisch noch durch die eingebaute Taschenlampe abhebt. Erstmals lassen sich die Akkus bei einem InfiRay Handgerät tauschen.

Lieferumfang

Geliefert wird das InfiRay Cabin CBL19 in einer Tragetasche, die sämtliches mitgeliefertes Zubehör beinhaltet. Die Tasche wirkt sehr durchdacht und aufgeräumt, die Kamera wird darin mittels Klettband gesichert und für die Akkus gibt es separate Schlaufen. Im Lieferumfang sind gleich 2 Stück der 3,6 V 3.100 mAh Akkus enthalten. Einer der beiden Akkus befindet sich bereits im Wärmebildgerät. 

  • Wärmebildgerät InfiRay Cabin CBL19
  • Tragetasche
  • 2 Akkus (davon einer bereits im Gerät)
  • Ladestation für 2 Akkus
  • Netzteil
  • USB-Kabel (Typ C und Videoausgang)
  • Handschlaufe
  • Nackengurt
  • Reinigungstuch
  • Garantiekarte
  • Bedienungsanleitung

Technische Daten

  • Objektiv: 19 mm
  • Grundvergrößerung: 2-fach
  • digitale Vergrößerung: bis 8-fach
  • Blende: 1.0
  • Sensorgröße: 384 x 288 Pixel
  • Sensorart: VOx
  • Pixelgröße: 12 µm
  • NETD: ≤ 40 mk
  • Sehfeld auf 100 m: 24,2 m
  • Sehfeld in Grad: 13,8 º x 10,4 º
  • Erkennungsdistanz: 980 m
  • Bildfrequenz: 50 Hz
  • Displayauflösung: 1280 x 960 Pixel
  • Displaytyp: LCOS
  • Akku: Li-Ion 3,6 V – 3.100 mAh
  • Akkulaufzeit pro Akku: bis zu 7,5 h
  • interner Speicher: 16 GB
  • Abmessungen: 165 x 50 x 85 mm
  • Gewicht: 380 g (ohne Akku)
  • 1/4 Zoll Stativgewinde
  • integrierte Taschenlampe: 3 W
  • USB-C Ladeanschluss
  • Schutzklasse: IP65

Features

  • Bewegungssensor
  • elektronischer Kompass
  • Lagensensor
  • stadiametrischer Entfernungsmesser
  • Bild in Bild Funktion
  • Fotoaufnahme
  • Videoaufnahme
  • W-Lan (WiFi) Funktion (Stream auf Tablet, Smartphone)
  • manueller Fokus (Objektiv)
  • Dioptrien-Ausgleich
  • 5 Farbpaletten

In der Praxis

Bei dem InfiRay Cabin CBL19 handelt es sich um ein äußerst kompaktes Wärmebildgerät, das in die Jackentasche passt. Gehalten wird es über eine verstellbare und gepolsterte Schlaufe, welche man bereits von Videokameras kennt. Der mitgelieferte Trageriemen kam bei uns nicht zum Einsatz.

Die Grundbedienung ist sehr simpel. Das CBL19 ist mit 4 Tasten zu bedienen und man kann das Gerät gleich zum Beobachten, ohne Lesen der Bedienungsanleitung, verwenden. Da aber viele der extra Features über eine Doppelbelegung der Tasten erreichbar sind, muss man am Anfang doch hin und wieder einmal einen Blick in die Beschreibung werfen, um z.B. die Taschenlampe, Bild in Bild Modus, Entfernungsmesser, … zu aktiveren.

Zwischen den Tasten befindet sich ein schmaler Steg, der die Tasten trennt. Der Steg könnte etwas höher ausfallen, so dass er noch besser fühlbar wird. Lediglich die Aus-Ein-Taste ist etwas abgesetzt. Aber nach einer Eingewöhnungszeit, weiß man wo welche Taste liegt.

Das Systemmenü ist klar aufgebaut und die wichtigsten Funktionen sind selbstbeschreibend. In der Regel gibt es hier, außer der Systemzeit nicht viel einzustellen. Lediglich die Wifi-Funktion (WLAN) und der Ultraclear-Modus ist hier zum Aktivieren. Öfters benötigt man das Menü für die Darstellung. Das Menü lässt sich mit dem aktuellsten Update auch auf Deutsch umstellen. Im Menü lässt sich sogar die „verräterische“ Status-LED deaktivieren.

In vielen Beiträgen wird fälschlicher Weise davon berichtet, dass bei 19 mm weniger Licht auf den Sensor gelangt – völliger Humbug! Die 19 mm sind kein Qualitätsmerkmal, sondern bieten, wenn man in der Fotosprache titulieren mag, mehr Weitwinkel. Weiters nimmt der Sensor kein Licht auf, sondern Wärmestrahlung!

Für wen bzw. für welchen Einsatzbereich ist dieses Gerät gedacht? Mit dem 19 mm Objektiv und einem Sehfeld von etwas über 24 m auf 100 m, eignet sich diese Wärmebildkamera von InfiRay für bewaldete Gebiete bzw. Pirsch und Ansitz im Wald oder auf freien Flächen bis 200/300 m. Mehr Weitwinkel bedeutet allerdings, dass man mit Einbußen auf weitere Entfernungen rechnen muss. Das 19 mm Objekt sitzt relativ weit im Gehäuse und ist somit gut vor dem Zerkratzen geschützt. Der Objektivdeckel ist aus einem gummiähnlichen Material und schützt zusätzlich noch vor Fremdkörpern. Der Deckel hat uns nicht ganz so gut gefallen – da gibt es elegantere Lösungen. Tipp: Sollte sich die Kappe öfters lösen, dann einfach die Ränder des Deckels nach innen knautschen, nun passt der Deckel wieder prima auf den Objektivschacht.

Das CBL19 ist nicht shutterless – d.h. das Gerät muss kalibriert werden, da der Sensor während des Betriebes an Temperatur zunimmt. Dieses Kalibrieren verursacht ein Klacken. Bei dem InfiRay Cabin CBL19 ist das Geräusch zwar vernehmbar, aber dennoch sehr leise – Geräte von Mitbewerbern sind da um einiges lauter. Das automatische Kalibrieren kann allerdings deaktiviert werden und mittels kurzem Klick auf den Ausschalter kann man den Sensor manuell Kalibrieren.

Fokussiert wird bei diesem Monokular nicht über ein Stellrad oder Einstellring, sondern über einen Schieber auf der Geräteunterseite – das ist doch sehr ungewöhnlich, aber er lässt sich gut mit der zweiten Hand und Handschuhen bedienen.

Auf der Unterseite befindet sich ebenfalls ein sehr gängiges 1/4 Zoll Stativgewinde für die Montage an diverse Kugelköpfe, Getriebeneiger, Videoköpfe oder spezielle Montage-Schienen.

Kommen wir nun zum Akku, die Cabin-Serie bietet im Gegensatz zu der altbekannten Eye-Serie, eine Möglichkeit zum Akku tauschen an. Ganz besonders großartig finden wir, dass hier gleich 2 Stück der Li-Ion 3,6 V – 3.100 mAh Akkus mitgeliefert werden. Genial ist auch die Farbmarkierung zum Einlegen der Akkus.

Ein Akku soll bis zu 7,5 Stunden halten – das konnten wir noch nicht bestätigen, da wir dazwischen immer wieder Fotos und Videos aufnahmen und auch die Datenübertragung per WiFi (W-LAN) nutzten. D.h. laut der technischen Daten soll man mit den beiden Akkus eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden erhalten.

Das Laden der Akkus übernimmt der mitgelieferte Dual-Charger mit USB-C Anschluss. Das Laden der Akkus dauert doch mehrere Stunden, aber die Wärmebildkamera kann zusätzlich mittels Powerbank und USB-C Kabel benützt werden. 

Nun aber genug vom ganzen Rundherum! Wir wollen nun endlich zeigen, was das Gerät kann.

Vorab möchten wir noch festhalten, dass die Fotos und Videos nicht bearbeitet wurden. Es wurde nichts nachgeschärft oder korrigiert – die Daten wurden lediglich über die App auf das Smartphone übertragen.

Was die InfiRay App betrifft, die zwar einfach zu bedienen, aber dennoch umfangreich ist, wird es einen eigenen Beitrag geben.

Beispielbilder

Die heruntergeladenen Bilder hatten bei uns eine Auflösung von 768 x 576 Pixel.

Rehwild ist auf 200 m noch gut erkennbar und auch als Rehwild ansprechbar. Mit diesem Ergebnis haben wir so nicht gerechnet.

 

Am linken Bild wurde die Farbvariante black hot ausgewählt, welche zur besseren Ansprache empfohlen wird. Rechts wurde white hot verwendet und dient ebenfalls zur besseren Ansprache – hier sind sogar Temperaturabstufungen am Wildkörper erkennbar.

 

Beim Rehbock (rechtes Bild) ist die Trophäe nicht erkennbar, da sie sich der Umgebungstemperatur anpasst.

 

Hase mit den Farbpaletten black hot und white hot.

 

Kühe in einer Waldlichtung. Links white hot und rechts highlight und ultra clear. Mit der Farbpalette highlight werden die kälteren Bildbereiche abgedunkelt, um die Wärmesignaturen besser hervorzuheben. Das rechten Bild wurde auch mit dem Ultra clear Modus erstellt – da sieht man, dass das Cabin CBL 19 das Bild nachschärft und den Kontrast nochmal erhöht. Der Modus ist speziell bei Regen oder Nebel von Vorteil.

 

Rechts ist der Wildkörper eines Rehbocks erkennbar. Da die Wärmebildkamera nicht durch Objekte „hindurchschauen“ kann, ist das Haupt des Bockes nicht erkennbar.

 

Beispielvideo

Die heruntergeladenen Videos hatten, wie die Bilder, eine Auflösung von 768 x 576 Pixel. Die Videos sind nicht bearbeitet und wurden lediglich automatisch hochskaliert. Wird während dem Filmen die Kamera (automatisch) kalibriert, so ist das auch am Video mit einem kleinen 0,5 Sekunden langen Aussetzer sichtbar.

InfiRay Cabin CBL25

Wem die 19 mm zu wenig sind, InfiRay hat vor kurzem ein weiteres Gerät der Cabin Serie mit einem 25 mm Objektiv vorgestellt – hier verringert sich das Sehfeld auf ca. 18 m und die Erkennungsdistanz verlängert sich dabei um 300 m. Baugröße/Bauform ist identisch mit dem CBL19.

Fazit

Der UVP vom InfiRay Cabin CBL19 liegt bei € 1.850,- und im Fachhandel wird das Gerät bereits um ca. € 1.550,- bis € 1.600,- angeboten. Wenn man den Preis, den Lieferumfang und die Funktionalität betrachtet, dann ist diese Wärmebildkamera ein echter Preis/Leistungssieger. 

Der 384 x 288 Pixel große Sensor macht wirklich hervorragende Bilder, die am 1280 x 960 Pixel großem Bildschirm klar und deutlich dargestellt werden. Das 19 mm Objektiv ist aus unserer Sicht ideal für Reviere mit großem Waldanteil bzw. für kurze bis mittlere Distanzen in Mischrevieren. Für große/weite Felder bzw. längere Distanzen sind Wärmebildgeräte mit einem 35 mm Objektiv idealer.

Die Handlichkeit bzw. die kompakte Bauweise sticht bei diesem Gerät besonders hervor. Was uns nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Tastenleiste, da könnte man die Tasten besser „spürbar“ trennen. Genial fanden wir das Wechselakkusystem – im nu ist der Akku getauscht und das Cabin CBL19 wieder einsatzbereit. Die integrierte 3 Watt starke Lampe kam öfters als gedacht zum Einsatz und ist mehr als nur ein Gimmick.

Das Feature zum Fotografieren und Filmen braucht man nicht vermissen, die Ergebnisse sind richtig gut und bringen so manchen zum Staunen. Auch die App verbindet sich immer zuverlässig mit der Kamera – die Konnektivität muss vorher im Systemmenü aktiviert werden.

Wärmebildkameras sind auch bei Tageslicht äußerst nützlich und werden als Beobachtungsgeräte immer beliebter. Die Jagd braucht sich also nicht vor neuer Technik, sofern sie sinnvoll und weidgerecht eingesetzt wird, zu verstecken.
Wir vergeben für die Wärmebildkamera Cabin CBL19 von InfiRay 5 von 5 Krickerl.

Wertung_5

Link zu InfiRay Outdoor: www.infirayoutdoor.com
Link zu MAWA: www.mawa-trading.at

Preview: Wildkamera RM4 von Reviermanager

Vor ungefähr 1,5 Jahren durften wir die Wildkamera RM3 (ein Teil vom Reviermanager), vorstellen. Beim Reviermanager handelt es sich um ein Gesamtsystem von App und Wildkamera. Der Nachfolger der RM3, die RM4, wurde von Grund auf neu überarbeitet und erschien vor wenigen Wochen im Fachhandel.

Bei der Wildkamera RM4 handelt es sich, wie bereits bei den Vorgängermodellen, nicht um eine gewöhnliche Wildkamera, denn unmittelbar nach der Aufnahme werden die Bilder, in geringerer Auflösung, an den Reviermanager übermittelt. Mittels App (iOS oder Android) oder Webbrowser können die Bilder gesichtet, verwaltet und auch geteilt werden. Die Bilder werden jedoch in voller Auflösung auf der mitgelieferten SD-Karte gespeichert.

Wollen wir nochmal die Vorzüge von diesem System hervorheben

  1. man braucht sich nicht um einen Mobilfunkvertrag kümmern
  2. keine umständliche Aktivierung der SIM-Karte
  3. man braucht kein monatliches Guthaben aufladen
    1. keine versteckten Kosten
    2. kein Tageslimit
  4. das erste Jahr ist völlig kostenlos – nach 12 Monaten Vertragsverlängerung möglich
  5. sehr, sehr einfach zu bedienen – keine aufwändige Konfiguration notwendig
  6. Bild ist unmittelbar nach der Auslösung verfügbar

Lieferumfang

  • Wildkamera inkl. SIM-Karte
  • 155 cm langer Befestigungsgurt
  • Antenne
  • 16 GB SD-Karte
  • Bedienungsanleitung

Technische Daten

  • Datenübertragung: 2G, 3G, 4G bzw. GPRS, UMTS und LTE
  • Bildauflösung Speicherkarte: bis zu 20 Megapixel (3, 5, 8, 12, 16 und 20 MP einstellbar)
  • Bildauflösung Reviermanager: 800 x 600 Pixel
  • hochauflösendes 2 Zoll Display
  • Linse: 58° Sichtfeld
  • Erfassungsbereich: 15 m
  • IR-Blitz Reichweite: bis zu 12 m (ist ebenfalls einstellbar)
  • Nachtmodus 400 Lux
  • Auslösezeit: 0,6 Sekunden
  • Auslöseintervall: 10 Minuten (Standard-Lizenz), 3 Minuten (Premium-Lizenz)
  • Bildanzahl: 1-10 Bilder (eines davon wird versendet, die übrigen werden gespeichert)
  • Abmessungen: 154 x 112 x 79 mm
  • Gewicht ohne Batterien: ca. 474 Gramm
  • Stromversorgung: 12 AA Batterien (Betrieb mit 4 oder 8 Batterien ebenfalls möglich)
  • Schutzart: IP 66 (staubgeschützt und Schutz gegen Spritzwasser)
  • Passwortschutz: kann aktiviert werden
  • Farbe: Camouflage
  • Mondstandsanzeige am Bild
  • Temperatursensor enthalten – Temperatur wird am Bild angedruckt

Betrieben wird die RM4 mittels 12 AA Batterien. Sie ist aber auch mit 4 oder 8 Batterien lauffähig. Ein Anschluss einer externen Spannungsversorgung ist ebenfalls möglich.

Die Kamera hat einen UVP von 379,- und beinhaltet bereits eine Standard-Lizenz für 12 Monate. Die RM4 ist seit wenigen Tagen im gut sortierten Fachhandel erhältlich und der Reviermanager ist derzeit für folgende Länder verfügbar (Stand: Oktober 2021):

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowenien
  • Kroatien

Einige Highlights der RM4 im Vergleich zum Vorgänger RM3

  RM3 RM4
max. Übertragungsgeschwindigkeit 3G UMTS 4G LTE 
Sichtfeld 52 ° 58 °
Auslösezeit 0,9 Sekunden 0,6 Sekunden
Schutzart IP 54 (staubgeschützt und geschützt gegen Spritzwasser) IP 66 (staubdicht und geschützt gegen starkes Strahlwasser)

Bei der RM4 von Reviermanager handelt sich hier wieder um ein völlig neues Modell, das dieses Mal eine LTE-Übertragung anbietet. Die Steigerung der Übertragungsrate ebnet für die Zukunft viele neue Möglichkeiten – wir sind gespannt, was da softwareseitig noch folgen wird.
Auch die Erweiterung des Sichtfeldes ist vielversprechend – die 6 ° mehr bewirken eine Sehfelderweiterung von ca. 2 m auf 15 m. Speziell im Bereich von Fütterungen wirkt sich das sehr vorteilhaft aus.
Zusätzlich bietet das Frontdisplay eine große Hilfe beim Ausrichten der Kamera.

Das tolle Design passt sich sehr gut der Umgebung an.

Wie sich die Kamera in der Praxis schlägt, darüber werden wir in den nächsten Wochen berichten. 

Link zum Reviermanager
Link zu TFK Austria

Waffenauktion: Dorotheum (Oktober 2021)

Das Dorotheum in Wien versteigert am 08.10.2021 um 13:00 Uhr wieder Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen.

Die Auktion findet online statt.

Link zum Online Katalog (Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen).

Adresse:
PALAIS DOROTHEUM
Dorotheergasse 17
A-1010 Wien

Kettner Hauptkatalog 2021/22

Kettner Österreich, eines der ältesten europäischen Versandhäuser für Jagdausrüstung, hat den neuen Hauptkatalog 2021/22 veröffentlicht. Dieser ist in allen Geschäften, sowie auch online verfügbar.

Link zu www.kettner.com

Wärmebildkamera: Begriffe (Teil 1)

Mit diesem Artikel möchten wir eine kleine Serie zu den Wärmebildgeräten starten. Beginnt man sich mit der Wärmebildtechnik etwas zu beschäftigen, stößt man über eine Vielzahl von technischen Begriffen, die noch nicht zuordenbar bzw. geläufig sind. Wir wollen mit diesem ersten Teil einige Wissenslücken schließen.

Sichtfeld

Das Sichtfeld wird meistens in Grad angegeben und definiert das Sehfeld.
Will man das Sichtfeld von Grad auf Meter umrechnen, dann sollte folgende Formel angewendet werden:
Sehfeld auf 100 m = Sehwinkel horizontal x 1,75
Ein Gerät mit einem horizontalen Sichtfeld von 11 ° hat auf 100 m ein Seefeld von 19,26 m.

Sensor-/ Detektor-Sensitivität (NETD)

Die Sensor-Sensitivität, auch oft als NETD (noise equivalent temperature difference) bezeichnet, ist ein Indikator für die Wärmeempfindlichkeit des Detektors, um kleine Unterschiede in der Wärmestrahlung zu erkennen. Der NETD wird in Millikelvin mK gemessen. Aktuelle Wärmebildkameras haben Detektoren mit einer Sensitivität von ≤ 50 mK.
Je niedriger der Wert, desto besser sollte der Detektor sein. 

Sensor Pitch

Pixelabstand zwischen zwei Pixel, gemessen in Mikrometer. Standardmäßig 17 µm, neuere bzw. aktuelle Geräte besitzen einen Sensor mit 12 µm Pixelabstand. Je geringer dieser Wert ist, desto besser sollte die Gesamtleistung bzw. Erkennungsreichweite sein.

VOx Sensor

VOx (Vanadium Oxid) Sensoren besitzen sehr gute Wärmeleitfähigkeit und die gängigsten Thermalgeräte sind bereits mit diesem Sensor ausgestattet. Mittlerweile werden Wärmebildsensoren mit a-Si (amorphes Silizium) mit ähnlicher Empfindlichkeit entwickelt und hergestellt.

Sensorauflösung

Der Detektor einer Wärmebildkamera enthält im Thermogramm so viele Pixel (Bildpunkte) wie in der Sensormatrix angeordnet sind. Wird die Sensorgröße mit 320 x 240 Pixel angegeben, ergibt das eine Auflösung von 76.800 Pixel, d.h. es gibt dazu 76.800 Messwerte.

Ein Sensor mit 384 x 288 Pixel klingt erstmal nicht viel mehr als 320 x 240 Pixel, aber dieser kann bis zu 110.592 Messwerte ausgeben und das ergibt eine Steigerung von fast 30 %.

Wärmebildgeräte der oberen Preisklasse enthalten einen Sensor mit 640 x 480 Pixel, was eine Anzahl von 307.200 Pixel ergibt.

Sensorauflösung Messwerte / Anzahl der Pixel 
80 x 60 Pixel 4.800
160 x 120 Pixel 19.200
320 x 240 Pixel 76.800
384 x 288 Pixel 110.592
640 x 480 Pixel 307.200

Mikrobolometer

Als Mikrobolometer wird ein thermischer Sensor zur Detektion von elektromagnetischer Strahlung bezeichnet.

Bildwiederholrate/Bildwiederholfrequenz

Wird in Hertz (Hz) angegeben und gibt an, wie oft das Bild erneuert wird. Günstige Geräte mit einer Bildwiederholfrequenz von z.B. 9 Hz haben beim Schwenken kein ruhiges bzw. kein ruckelfreies Bild. Aktuelle Geräte sollten eine Bildwiederholrate von mindestens 25 Hz oder mehr besitzen.

LCOS Display / AMOLED Display

AMOLED (active matrix organic light emitting diode) Displays haben eine schnellere Bilddarstellung und einen höheren Kontrast im Gegensatz zu LCOS (liquid crystal on silicon) Displays.

Schaftpflege mit Schaftöl

Der Lauf genießt von uns immer die höchste Aufmerksamkeit und wird regelmäßig gepflegt. Wenn das Schaftholz mal nass wird, dann wird es höchstens mal abgewischt. Deshalb widmen wir uns dieses Mal der Pflege von Holzschäften.

Holz hat die Eigenschaft, dass es ohne ausreichende Pflege schneller auf Witterungseinflüsse reagiert, das kann dann zu folgenden Auswirkungen führen:

  • Aufquillen
  • Fleckenbildung
  • Faulen
  • Schimmeln
  • Vergrauen
  • Schaftbruch

Schäfte lassen sich mit Fett oder Wachs versiegeln oder mit Ölen pflegen. Wir haben uns für die Pflege mittels Schaftöl entschieden.

Was macht ein Schaftöl?
  • den natürlichen Verfall (ausgelöst durch UV-Strahlung und Feuchtigkeit) verhindern
  • Unterbinden von Feuchtigkeitsauf- und abgabe
  • verstärkt den mechanischen Widerstand
  • die natürliche Maserung wird hervorgekommen

Uns war in erster Linie wichtig, dass sich keine künstlichen Farbstoffe im Öl befinden und haben deshalb bei Ostermayer Jagd das Schaftöl Gold gekauft (es handelt sich nicht um einen bezahlten Beitrag 😉 )

Welche Eigenschaften hat dieses Schaftöl?
  • Mischung hochwertigster Öle
  • ohne Silikone, Fette und Erdölprodukten
  • frei von künstlichen Farbstoffen
Wie wird es angewendet?
  1. Öl dünn auf den Holzschaft auftragen
  2. mind. eine Stunde einziehen lassen
  3. mit einem fusselfreien Tuch polieren
  4. für noch mehr Glanz, Schritte 1-3 wiederholen.

Es sollte darauf geachtet werden, dass man das Öl auf keine metallischen Teile aufträgt. Sollte trotzdem mal etwas daneben gehen, dann gleich mal abwischen.
Um den Schaft mehr Glanz zu verleihen, führen wir den Pflegedurchgang zweimal durch. Ältere, weniger gepflegte Schäfte benötigen hier vermutlich noch mehr Durchläufe.

Mit dem 100 ml Fläschchen hat man das Gefühl, dass man ewig auskommt. Die Frage, nimmt man das Schaftöl für den hellen oder dunklen Schaft, stellt sich hier nicht – Ostermayers natürliches Schaftöl verwendet keine künstlichen Farbstoffe! 

Neben der Tiefenpflege, wird die Maserung vom Schaftholz wird wieder mehr hervorgehoben und der Holzschaft fühlt sich nach der Pflege wieder richtig seidig an und ist vor den nächsten Witterungseinflüssen bestens geschützt.

Jagdmesse: Die Hohe Jagd & Fischerei 2022

Vom 24. bis 27. Februar 2022 findet die Jagdmesse Die Hohe Jagd & Fischerei zum 33. Mal in Salzburg statt.

Zeitgleich dazu findet die Messe absolut allrad statt und liefert einen umfassenden Überblick über den 4×4 Markt.

Rückblick 2021:
2021 pausierte die Hohe Jagd aufgrund der Corona Pandemie.

Rückblick 2020:
2020 konnte die Jagdmesse mit einem Rekord von 44.070 Besuchern glänzen. 620 nationale und internationale Aussteller wohnten der Fachmesse bei.

Link zur Hohen Jagd

Adresse:
Am Messezentrum 1
5021 Salzburg

Rehrücken und Hirschrücken smoken

Ob im Barrel-Smoker oder im Water-Smoker, das Garen mit heißem Rauch liegt nun ganz im Trend der Zeit. Wir haben uns dazu entschieden, ebenfalls mal Wild in einem Water-Smoker zu garen.

Zubereitung

Am Vortag den bereits ausgelösten Rehrücken und ebenfalls ausgelösten Hirschrücken mit einem Rub (Gewürzmischung aus Salz, Paprika, einer Pfeffermischung, Zimt, Kümmel, …) deiner Wahl auf allen Seiten einreiben und wieder luftdicht im Kühlschrank lagern.

Ca. 60 Minuten vor dem Smoken, das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und abgedeckt stehen lassen.

Den Smoker lt. Anleitung befeuern …

… und auf ca. 110 °C vorheizen.

Wildbret (Wildfleisch) auf den Grillrost legen. Idealerweise wird das Fleisch noch mit einem Kernthermometer versehen.

Kerntemperaturen:

Wildstück medium (rosa) durch
Rehrücken ca. 56 – 60 °C ab ca. 61 °C
Hirschrücken ca. 56 – 60 °C ab ca. 61 °C


Achtung, man muss bedenken, dass das Fleisch noch etwas nachzieht – deshalb haben wir uns für eine Kerntemperatur von 58 °C entschieden.

Nach ca. einer Stunde erreichte der Rehrücken die erforderliche Kerntemperatur – der Hirschrücken benötigte noch 10-15 Minuten länger.

Hirsch- und Rehrücken vor dem Tranchieren noch einige Minuten ruhen lassen – wir haben das Wildbret noch mit Alufolie bedeckt, um den Temperaturverlust zu minimieren.

Das Thema Wild smoken war auch für uns Neuland. Der leicht rauchige Geschmack und das zarte Fleisch waren sehr bekömmlich und das schreit nach einer regelrechten Wiederholung!

Buchvorstellung: Der Jäger und sein Ziel

Einen Rucksack voller Jagdgeschichten hat uns Herr Gerd H. Meyden mit seinem Buch Der Jäger und sein Ziel mitgebracht. Dieses Buch erschien 2017 im Leopold Stocker Verlag und wurde von mir in einer regionalen Buchhandlung gekauft. Das Buch fühlt sich sehr hochwertig an und die Blätter sind fühlen sich wunderbar an. Die Farbbilder im Innenteil stammen ebenfalls vom Autor, was das ganze natürlich noch authentischer macht.

Gerd H. Meyden ist wohl einer der bekanntesten Jagdbuchautoren unserer Zeit. Das ein oder andere Buch ziert bereits mein Buchregal, deshalb war die Erwartungshaltung zu diesem Buch sehr hoch.

Der Jäger und sein Ziel – ISBN 978-3-7020-1696-8

Das Titelbild mit Jäger, Bergstock und Spektiv verspricht schon vieles und man kann davon ausgehen, dass es hier nicht ausschließlich um Keilerjagden geht – mit den Geschichten von diesem Autor, kann man auch als Bergjäger recht viel anfangen.

Um die 25 Geschichten beinhaltet das Buch. Gerd H. Meyden schildert hier seine Erlebnisse, wo auch immer wieder in die weitere Vergangenheit geblickt wird. Sein sehr angenehmer Schreibstil und teilweise Detailverliebtheit tragen auch zusätzlich zu seinem Erfolg als Buchautor bei. In den Geschichten geht es Hauptsächlich um Reh-, Gams- und Rotwildjagd am Berg oder im Tal. Ja, auch die Jagd auf die Schwarzkittel kommt vor.

Er ist sich nicht zu schade, seine eigenen Missgeschicke zu erläutern und Gerd H. Meyden bringt mit humorvollen Passagen auch einem zum Schmunzeln. Die vielen Geschichten zur Bockjagd oder auf den alten Hirschen so wie das ungewollte Übernachten in einer Felswand beim Gamsjagan waren sehr kurzweilig und spannend. Bis weit über die Hälfte hat mich das Buch mit den wunderbaren Geschichten gefesselt. Nach ca. 2/3 vom Buch, kommt das Kapitel Meine Jagdhelfer. Dieses 13-seitige Kapitel handelt, wie es der Titel schon verrät, über seine Jagdhelfer und Mitjäger. Er hat da wohl doch in seiner langen Laufzeit als Jäger doch viel an schrecklicher Erfahrung gemacht. Irgendwie habe ich dieses Kapitel als Rachefeldzug an seinen vergangenen Mitjäger interpretiert. Dieses Verhalten empfand ich als sehr befremdlich, zumal ich erstens solche Erlebnisse nicht kenne und zweitens andere Umgangsweisen gewohnt bin. Nach diesem Kapitel musste ich mal das Buch zur Seite legen und es dauerte eine Weile, bis ich es wieder in die Hand nahm.

Fazit

Gerd H. Meyden stellt in den Geschichten seinen wunderbaren und angenehmen Schreibstil zur Geltung. Die Stimmungen werden so großartig beschrieben, dass man hier wahrlich mitfühlen kann. Ja, das Buch Der Jäger und sein Ziel beinhaltet echt einen Rucksack voller Jagdgeschichten.

Auf das Kapitel Meine Jagdhelfer hätte man wahrlich verzichten können und hat für mich den Gesamteindruck vom Buch danach sehr getrübt. Diese Art von Umgang, ja diese schriftliche Abrechnung mit seinen Mitmenschen fand ich sehr irritierend und deshalb kann auch nur 3 von 5 Krickerl vergeben.

Vielleicht wäre es geschickt, wenn man in einer der nächsten Auflagen dieses Kapitel über seine Mitjäger durch eine andere seiner wunderbaren Geschichten ersetzt.

ISBN: 978-3-7020-1696-8