Jaga G’Schichtn (Jagdgeschichten) von Mader Bascht

Mader Bascht (Herbert) war Lehrer in Radstadt und passionierter Jäger. Bekannt wurde er aber durch seinen Humor bzw. mit seinen Jaga G’Schichtn (Jagdgeschichten) und konnte zu Lebzeiten viele Jäger und Nichtjäger zum Lachen aber auch zum Nachdenken bringen.

Gerade in dieser Jahreszeit sitze ich gerne vorm Radio und höre die CD’s von ihm, den die besten Episoden (Kurzgeschichten) wurden auf 6 CD’s gepresst. Zwischen den Jagdgeschichten finden volksmusikalische Untermalungen statt.

an welchen Tagen ruht die Jagd?

Es gibt Tage, an denen soll die Jagd ruhen.
Sie ist grundsätzlich nicht verboten, aber aus weidmännischen Überlieferungen bzw. altem Kultdenken gibt es eben Tage, an denen die Jagd verpönt ist:

  • Karfreitag
  • Ostersonntag
  • Pfingstsonntag
  • Allerheiligen, 1.11.
  • (teilweise) Allerseelen 2.11.
  • (teilweise) Heiliger Abend, 24.12.
  • Christtag, 25.12.
  • (teilweise) Neujahrstag, 1.1.

(Natürlich gibt es gebietsweise Unterschiede)

Sonnwendfeuer – der Berg brennt

Gestern Abend, nach dem Ansitzen, genoss ich die Stille vor der Jagdhütte im Kerzenlicht. Plötzlich viel mir auf, das rundherum die Berge volle Lichter waren.
Und dann machte es Klick bei mir – Sonnwendfeuer!

Eigentlich brennen die Sonnwendfeuer in der Nacht des 21. Juni auf den 22. Juni bzw. am darauf folgenden Samstag-Abend. Da aber der letzte Samstag regelrecht ins Wasser/Schnee viel, verschob sich das Ganze auf diesem Samstag.
Die Feuerstätten werden hierzu auf Anhöhen bzw. Berggipfeln mühevoll angelegt.

Sonnwendfeuer im Salzburger Land

Sonnwendfeuer im Salzburger Land

Feuerbräuche gibt es schon seit Jahrhunderten bzw. lange vor Christus. Aber der Ursprung des Sonnwendfeuers ist bis heute noch unbekannt.
Ist dies ein „germanischer“ oder ein „christlicher“ Brauchtum? Somit hat dieses Feuer auch unterschiedliche Bedeutungen, wie

  • Den Sommer in Empfang nehmen
  • Besondere Schutz- und Reinigungskräfte werden dem Feuer nachgesagt
  • Symbolisiert Licht und Leben
  • usw.

Wahrscheinlich von Allem etwas.

Nichtsdestotrotz bringt mich die Arbeit der Personen, die die Feuerstätten bzw. Firguren errichten, immer wieder zum Staunen.