Rotwild im Mai

Kahlwildrudel lösen sich vorübergehend im Mai auf und die hochbeschlagenen Tiere setzen im ungestörten Einstand in der Regel ein Kalb – Zwillingsgeburten sind Ausnahmen. Die vorjährigen Kälber trifft man in dieser Zeit alleine an. Mehrjährige Hirschen bilden Rudel, sind aber manchmal auch alleine anzutreffen.

Wildretter / Kitzretter – Vermeidung von Mähtod

Jährlich erleiden tausende Rehkitze in Österreich den Mähtod. Nicht nur Rehkitze werden vermäht, sondern auch auf Wiesen brütende Vögel, Feldhasen, Fasanen, …

Verwesende Körperteile können dann in Heu- und Siloballen (sauerstoffarme Umgebungen) große Probleme bereiten. In den Ballen kann der Erreger Clostridium botulinum das Gift Botulinumtoxin freisetzen. Dieses hochtödliche Gift setzt den Rindern ziemlich zu und führt oft zu dessen Tod.
Somit ist die Vorbeugung gegen den Mähtod keine rein jagdliche Komponente, sondern ist auch für die Landwirtschaft notwendig!

Auf der Jagdmesse Hohe Jagd haben wir am Stand von Wildacker ein interessantes Gerät entdeckt: einen akustischen und optischen Wildretter.

Der Wild- bzw. Kitzretter wird ca. 50 m vom Waldrand auf einer Höhe von ca. 1,5-2 m aufgestellt und hat eine Reichweite von ca. 120 m, d.h. zw. 2 Kitzretter liegt eine Entfernung von ca. 240 m. Sie sollen eine Tag vor dem Mähvorgang aufgestellt werden, somit wird ein Gewöhnungseffekt vermieden.

Bildquelle: wildacker.at

Der Wildretter besitzt einen Dämmerungsschalter, d.h. das Gerät aktiviert sich mit Einsetzen der Abenddämmerung. Es werden laufend bis am nächsten Morgen optische Lichtsignale ausgesendet. Zusätzlich erfolgt im Intervall ein akustisches Signal aus einer Piezo-Sirene. Somit wird das Wild zusätzlich vergrämt. Nach der Morgendämmerung deaktiviert sich das Gerät wieder. Betrieben wird der Kitzretter mittels 12 V Batterie/Akku.

Vielleicht gibt es im Sinne der Landwirtschaft und dem Tier- und Artenschutz Hegegemeinschaften oder Jagdgesellschaften die sich Geräte zum Verleihen anschaffen. Einige Jagdvereine gehen da bereits mit gutem Beispiel voran.

Link zum Kitz- bzw. Wildretter: www.wildacker.at

Rotwild-Kamera in Estland (live)

Die estnische Sauenkirrung kennen ja viele. In Estland gibt es noch weitere Kameras, eine davon möchten wir heute verlinken – die Rotwild-Kamera.

Link zur Rotwildkamera: http://tv.eenet.ee/hirv.html
Link für VLC, iPhone, iPad, Andriod: http://tv.eenet.ee/hls/hirv.m3u8

Buchempfehlung: Fütterung von Reh- und Rotwild: Ein Praxisratgeber

In eigener Sache

Seit einiger Zeit wird bereits über Sinn und Unsinn von (Reh-) Wildfütterungen diskutiert. Ist das Füttern nur gut gemeint und in Wirklichkeit nicht notwendig oder braucht das Wild die Fütterung bzw. die Hege im Winter? Viele der sogenannten Experten versuchen in diversen Fachzeitschriften diese Frage zu beantworten.

Zum eigenen Ärgernis wird oft von diesen Experten nur eine pauschale Antwort gegeben und es wird nicht differenziert ob das Wild im Flachland oder im Gebirge seinen Einstand hat. In den Expertisen ist nicht allzu oft enthalten ob das Wild, aus touristischen Gründen oder aufgrund von Erholungszwecken, beunruhigt wird, denn das würde die Sinnhaftigkeit von Rehfütterungen begründen – der verursachte Stress kosten dem Wild sehr viel Energie.
Auf ein bis zwei Seiten in einer Jagdzeitschrift kann dieses doch sehr komplexe Thema nicht beschrieben werden.

Zusätzlich treiben verendete Rehe die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Fütterungen an. Dass aber der Grund für verendete Rehe, in Fütterungsnähe, oft am falschen Füttern liegt, belegen zahlreiche Untersuchungen von Veterinärmedizinern. Die Hauptursache liegt sehr oft an einer akuten Pansenübersäuerung, sprich am falschen Füttern! Nur Kraftfutter vorzulegen ist der falsche Weg. Hier ist ein Wiederkauen nicht mehr möglich und der ph-Wert sinkt. D.h. es kommt hier zu einer akuten Pansenübersäuerung. Wild benötigt eben eine gut strukturierte Rohfaser – speziell Rehe benötigen Heu mit einem hohen Kräuteranteil.

Sollte zum Heu zusätzlich Kraftfutter vorgelegt werden, dann sollte man unbedingt darauf achten, dass das Futter gentechnikfrei ist und Rohfaser enthält. Wir verwenden z.B. das Ennstaler Wildfutter: Test – Ennstaler Wildfutter

Das Buch

Armin Deutz (Amtstierarzt aus der Steiermark), Karl Buchgraber und Johann Gasteiner beschreiben in ihrem Praxisratgeber Fütterung von Reh- und Rotwild auf ca. 144 Seiten das richtige Füttern der beiden angeführten Wildarten. Es werden die Grundzüge der Verdauung von Wiederkäuern erklärt. Welche Typen von Wiederkäuern gibt es und wie wie muss das Futter für die jeweilige Wildart zusammengesetzt werden sind nur einige der Fragen die in diesem Buch ausführlich beantwortet werden.

Weitere Themen:

  • Sinn- und Unsinn von Fütterungsmaßnahmen
  • Leiden Wildtiere Hunger?
  • Futtermittelbeurteilungen, Futtermittelkunde, Lagerung von Futter
  • Beispiele für Futterrationen
  • Salz als Ergänzung
  • Standort und Bau von Fütterungen
  • Fütterung und Wildschaden
  • u.v.m.

Dem Buch liegt auch noch eine CD bei. Sie dient als Ergänzung zum Buch und man kann sich in den 8 Filmen und in den 45 PDF Dokumenten (Berichte, Checklisten und Tabellen) noch weiter rund um das Thema Fütterung und Futter für Rot- und Rehwild vertiefen.

Dieses sehr gut verständliche Buch, mit vielen Praxisbeispielen, findet man im guten Fachhandel oder kann auch z.B. bei Amazon bestellt werden: Link zum Buch (Amazon)

 

Herbst im Revier

Mit „Da Summa is uma“ beginnt bei uns ein altes Volkslied. Auch im Revier hat bereits der Herbst Einzug gehalten. Der Herbst ist wohl eine der schönsten Jahreszeiten, speziell was den Farbwandel der Natur betrifft. Die Tage werden kürzer, dafür ist das Wild nicht mehr ganz so heimlich. Mal sehen, was der Herbst noch für Bilder bringt.

 

Buchvorstellung: Blattjagd

Heute möchte jagdnet.com das erste Fachbuch von Bertram Graf von Quadt vorstellen:
Blattjagd – Handbuch für Praktiker

blattjagd

Blattjagd – Handbuch für Praktiker – ISBN: 978-3-7888-1799-2

Diese Werk umfasst 208 Seiten, erschien im Neumann Neudamm Verlag und kostet € 19,95
Das Vorwort zu diesem Fachbuch verfasste niemand geringerer als der sehr bekannte Buchautor Konrad Esterl.

Das große Wissen über Rehwild scheint da wohl in der Familie zu liegen, denn der Großvater von Bertram Graf Quadt war Herzog Albert von Bayern, den vermutlich größten Rehwildexperten – ihm wurde auch dieses Buch gewidmet.

Unterteilt ist das Buch in 7 Kapiteln:

1. Geschichte der Blattjagd

Der Autor hat sich sehr viel Mühe gegeben um die Geschichte des Blattens erfolgreich darzustellen. Bereits vor 900 Jahren wurde Blatten als Handwerk bereits erwähnt und es werden auch einige der früheren Irrtümer erwähnt.

2. Drei Säulen

Mit den drei Säulen werden die drei essentiellen Fragen „Wo?“, „Wann?“ und „Wie“ sehr ausführlich beantwortet. Sehr viele Hinweis zu Standort, Wildstand, Tageszeit, … gibt es hier zu erfahren. Die Frage wie sich die Brunft bei Vollmondnächten verhält wird ebenfalls beantwortet.

3. Wildbiologische Bemerkungen zum Thema

Was hat die Setzzeit mit dem Brunftbeginn zu tun? Welche Rolle hat die Rehgeiß im Brunftbetrieb?

4. Ansprechen

Wie soll man ansprechen, wenn alles ganz schnell gehen soll? Ansprechhilfen, wie z.B. eine hilfreiche Tabelle und viele Hinweise sollen das schnelle Ansprechen vereinfachen.

5. Verhalten am Blattstand

Wer blattet bzw. wie verhält man sich, wenn man zu zweit am Blattstand ist? Einstellung vom Zielfernrohr, über das Mitnehmen von Hunden zum Blattstand und vieles mehr wird hier akribisch behandelt.

6. Ausrüstung

Kurze oder lange Büchsen, welche Bekleidung soll verwendet werden? Diverse Blatter, wie der Rottumtaler Rehblatter, der Weisskirchen Mundblatter oder der Buttolo Gummiblatter werden hier beschrieben.

7. Blatterlebnisse

Abgerundet wird das Buch mit Blattjagderlebnissen.

Unser Fazit

Wer sich mit dem Thema Blattjagd ernsthaft beschäftigen möchte oder seine Kenntnisse vertiefen bzw. erweitern will, sollte unbedingt seine Jagd-Bibliotek um dieses lehrreiche und aufregende Fachbuch erweitern. Und wer weiß, vielleicht springen die alten Böcke mit dem neu erworbenen Wissen leichter.
Wir vergeben für das druckfrische Fachbuch 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Änderung der Abschussrichtlinienverordnung bei Gamsböcke in Salzburg

Mit dem Salzburger Landesgesetzblatt 60/2016, kundgemacht am 14.07.2015 und gültig ab 15.07.2016, wurde die Klasseneinteilung für Gamsböcke der Klassen I und II geändert.

Klasse II

Drei- bis siebenjährige Böcke und vier- bis neunjährige Geißen.

Klasse I

Achtjährige und ältere Böcke sowie zehnjährige und ältere Geißen.

Link zum Landesgesetzblatt 60/2016

Der abnorme Rehbock

Diejenigen die nur bei Schönwetter jagen gehen, wissen natürlich nicht, dass auch bei Regen mit Anblick zu Rechnen ist!
Speziell beim Pirschen bekommt man bei Schlechtwetter so manches Wild vor die Linse, so wie diesen abnormen, aber körperlich gut veranlagten, zweijährigen Rehbock.