Test: Lodenhose Hias von Jagaloden

Seit über 500 Jahren wird in Ramsau am Dachstein Loden von der Lodenwalke Ramsau hergestellt – Bericht: Lodenerzeugung in der Lodenwalke Ramsau

Die Lodenwalke Ramsau stellt seit kurzem gemeinsam mit dem steirischem Jagdausstatter Siegert Waffen, Bekleidung und Zubehör für Jägerinnen und Jäger unter dem Label Jagaloden her – eine Hose aus der Kollektion von Jagaloden konnten wir bereits testen:

Die Lodenhose

Ein idealer Begleiter für die Jagd ist die Lodenhose Hias, sie eignet sich durch den lautlosen und feinen Loden bestens zum Pirschen – leiser, als mit Loden geht es unserer Meinung nicht mehr. Dadurch dass der Loden gewalkt ist, ist er auch wind- und wetterfest und wärmt auch hervorragend, daher ebenso für Ansitz- oder Drückjagd sehr gut geeignet.

Loden ist das einzige Material, das im nassen Zustand wärmt.

Am Hosenbund befinden sich ca. 1,5 cm breite und gut vernähte Gürtelschlaufen, in denen sich bis zu 5 cm hohe Gürtel einfädeln lassen. Der Bund könnte hinten allerdings etwas höher ausfallen.

Innen sieht man wie sauber und akkurat die Nähte verarbeitet wurden. An den Stoffenden wurde eine Paspel aufgenäht – ein Ausfransen des Stoffes wird somit verhindert.

Verschlossen wird die Hose ganz traditionell mit einem Hosenknopf. Am Hosenbund befindet sich zusätzlich ein Haken/Ösen-Verschlusssystem, das den Hosenknopf entlasten soll – ein ausgerissenes Knopfloch oder einen losen Knopf sollte es dadurch nicht geben. Auch beim Hosenschlitz wurde auf Qualität geachtet, dieser wird mittels YKK Reißverschluss verschlossen.

Hinten befindet sich eine ca. 20 cm tiefe Gesäßtasche, die mit einem Knopf verschlossen werden kann. Am Gesäß befindet sich, aus robustem Gebirgsloden, eine zweite Lage Stoff.

Der Schritt, ein besonders beanspruchter Bereich, wurde mit EtaProof verstärkt. EtaProof ist ein spezielles Baumwollgewebe, das atmungsaktiv, schnell trocknend, stark wasserabweisend, unelastisch und winddicht ist.

Innen, am Oberschenkel, besitzt die Lodenhose noch ein Innenfutter aus Baumwolle, das den Tragekomfort steigert erheblich.

An den Oberschenkeln sitzen zwei aufgesetzte Seitentaschen, die mit Knöpfen verschlossen werden. Die Kappen der Taschen besitzen innen ebenfalls ein Futter und die Knopflöcher wurden sauber vernäht.

Eine der Seitentaschen besitzt als Besonderheit eine Innentasche, die zur Unterbringung von z.B. Smartphones gedacht ist. Die obligatorische Messertasche fehlt natürlich nicht, sie befindet sich über der rechten Beintasche und ist ca. 18 cm tief.

Die Kniepartien werden zusätzlich mit Gletscherloden verstärkt – ungemein praktisch, wenn man sich auf feuchten Boden niederknien muss.

Fazit

Dass der Loden großartige Eigenschaften wie strapzierfähig, warm, natürlich, wind- und wetterfest, … besitzt wurde in diesem Blog bereits sehr oft erwähnt – Loden ist eben der Funktionsstoff aus 100 % Naturfaser.

Die Lodenhose Hias gefällt uns sehr gut und lässt sich wegen dem feinen Loden richtig angenehm tragen. Das Baumwollfutter, das innen bis zu den Knien reicht, steigert zusätzlich den Tragekomfort.

Durch ihre zusätzlichen Verstärkungen im Schritt, Gesäß und Knie, ist sie  sehr widerstandsfähig. Diese Verstärkungen aus Gletscherloden peppen das Design zusätzlich auf.

Die Verarbeitung der Hose zeugt von sehr hoher Qualität, was sich in den Nähten widerspiegelt. Einziger Kritikpunkt ist der Bund auf der Rückseite … mit etwas mehr Höhe, würde dieser die Nieren mehr schützen.

Die Lodenhose Hias wird komplett in der Steiermark (Österreich) produziert – also vom Ausgangsmaterial, Loden von der Lodenwalke Ramsau, bis zur fertigen Hose ist alles Made in Austria. Das heißt, die Hose wird fair und sozial gerecht hergestellt! Sie ist erhältlich in den Größen 44-60 (Herren) bzw. 34-46/48 (Damen) und kostet 289,- Euro.

Für diese Jagdhose, aus feinem Loden, vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu Jagaloden: www.jagaloden.com/
Link zur Lodenwalke Ramsau: www.jagaloden.com/
Link zum Online-Shop der Fa. Siegert: www.siegert.at/

Lodenerzeugung in der Lodenwalke Ramsau

Im malerischen Ramsau am Dachstein liegt der älteste Gewerbebetrieb der Steiermark, die Lodenwalke Ramsau – sie wurde bereits 1434 urkundlich erwähnt.

Diese Lodenmanufaktur stellt nicht nur den Grundstoff Loden her, sondern schneidert auch die Endprodukte selber – es wird alles in Österreich bzw. Steiermark gefertigt. D.h. es werden keine günstigen Schneidereien aus dem Ausland in Anspruch genommen – alles Made in Austria.

Fair und sozialgerecht hergestellte Produkte erwecken immer unser Interesse und aus diesem Grund wollten wir diese Manufaktur näher begutachten. Die Hausherren Martina und Jörg Steiner, von denen wir überaus herzlich empfangen wurden, führten durch den traditionellen Betrieb und einige der vielen aufwändigen Arbeitsschritte möchten wir gerne vorstellen.

Krempelmaschine

Mit Nadeln bestückten Walzen kämmen die Wolle zu einem Vlies.


Dieses Vlies wird zu einem ungedrehten Faden, dem Vorgarn, geteilt.

Ringspinnerei

In der Ringspinnerei wird das ungedrehte Vorgarn zu festen Fäden gesponnen.

Mehrere Garne werden miteinander verzwirnt und erreichen somit mehr an Festigkeit. Anschließend wird dieser Faden auf eine Spule gewickelt.

Weberei

Auf den mit bis zu 4000 Kettfäden bestückten Webstühlen werden die 40-60 m langen Wolltücher hergestellt. Die älteren Maschinen arbeiten zwar etwas gemächlicher, aber gehen dafür sehr sorgsam und schonend mit der Wolle um, was die Qualität erheblich steigert.

Anschließend werden die Tücher auf dem Leuchttisch einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Walken

Beim Walken wird das Tuch im lauwarmen Wasser (30-40 °C) durch Druck und Reibung verfilzt. Es verliert fast die Hälfte der Größe und gewinnt daher an Dichte. Dadurch wird der Stoff sehr strapazfähig, winddicht und wasserabweisend.

Danach werden die Stoffe ggf. gefärbt und im Freien, an der frischen Luft, getrocknet.

Rauen

Um die elektrostatische Aufladung zu verhindern, werden die Lodendecken mit Hilfe von Naturdisteln aufgeraut.

Nur mit den bis zu 2000 Naturdisteln, die auf der Maschine angebracht sind, geht das schonend vonstatten.

Verkauf

Im über 500 m² großen Verkaufsraum werden die zu 100 % in der Steiermark erzeugten Produkte ausschließlich und exklusiv im Haus verkauft – nur die Sportkollektion gibt es im Online-Shop. Von der wunderschönen Tracht bis zur Alltags- und hochwertigen Sportbekleidung findet man alles im schönen Geschäft. Ja sogar mit Loden besetzte Lederschuhe werden hier angeboten.

Besichtigung / Betriebsführungen

Privatpersonen können sich frei am markierten Weg im Betrieb umsehen. Für größere Gruppen gibt es Führungen, wobei hier eine Voranmeldung erwünscht wird. Die Besichtigungen bzw. die Führungen werden kostenlos angeboten.

Tipp: Einzelpersonen oder Familien sollten den Vormittag für Besuche nutzen, da am Nachmittag der Andrang doch etwas stärker ist.

Nach dem Besuch kann man sich zu fairen Preisen im hauseigenen Gasthaus kulinarisch verwöhnen lassen.

Fazit

Viele der Maschinen in der Lodenwalke Ramsau sind bereits 50-60 Jahre alt, ja sogar eine 200 Jahre alte Maschine ist noch im Einsatz. Nur sie garantieren eine schonende Herstellung und Verarbeitung.

Während der Besichtigung spürt man die Tradition und die Leidenschaft die den Betrieb prägen. Alte Schnitte werden wieder neu belebt und dem Lauf der Zeit angepasst.

Wenn man sieht, wie in vielen aufwändigen Arbeitsschritten aus dem nachhaltigen Rohstoff Wolle robuste aber auch feine Tücher für die Weiterverarbeitung hergestellt werden, dann wird einem klar, dass die Produkte ihren Preis haben, aber die erstellten Kleidungsstücke werden dennoch zu fairen Preisen angeboten, da kein Zwischenhandel existiert. Und man trägt ein „gesundes“ Kleidungsstück, das vollständig in Österreich produziert wurde!

Interessant ist auch, dass der natürliche Rohstoff mit nachhaltiger Energie produziert wird – die Produktion wird zusätzlich mit zwei kleinen Wasserkraftwerken versorgt.

Man verlässt die Lodenwalke Ramsau mit einem anderen Bewusstsein für Kleidung. Einem Besuch beim Lodenwalker können wir echt jedem empfehlen – hier wird tatsächlich noch altes Handwerk fortgeführt.

Link zur Lodenwalke Ramsau
Link zu LWS – Loden Walke Sport

Test: Meindl Garmisch Pro GTX – der Jagdstiefel für den Winter

Die Temperaturen sind bereits unter 0° C und Schnee liegt schon im Revier. Die Zeit der Winterstiefel ist nun angebrochen. Aus diesem Grund wurde der Jagd- bzw. Winterstiefel Garmisch Pro GTX von Meindl getestet.

Technische Daten

  • Obermaterial: Nubukleder gewachst
  • Futter: GORE-TEX® Insulated Comfort Footwear / durchgehend 12 mm echtes  Lammfell
  • Fußbett: ebenfalls 12 mm echtes Lammfell
  • Sohle: Ultra Grip
  • Schafthöhe: ca. 27 cm
  • Gewicht pro Stiefel: 850 Gramm

Wegen der 12 mm Lammfelleinlage, sollte der Stiefel um 1-2 Größen größer gekauft werden. Bestellt wurde der Stiefel bei Frankonia – ein Umtausch auf die nächste Größe verlief problemlos. Dass die Hotline höflich und zuvorkommend war, sollte nicht unerwähnt bleiben.

In der Praxis

Vorab muss wohl gesagt werden, dass der Meindl Garmisch Pro GTX kein Hochgebirgsstiefel ist. Dieser Stiefel wurde auch nicht in die typischen Meindl Anwendungsbereiche A–D eingeteilt. Er fällt in die Kategorie Winterstiefel.

Das erste Tragen eines neuen Stiefels ist in jeglicher Hinsicht spannend. Bleibt der Stiefel trocken, wie ist der Grip im Schnee, wo drückt und scheuert der Jagdstiefel und hält er auch wirklich warm?

Testszenario 1
  • Wetter: bewölkt, ca. -3 °C Außentemperatur
  • 3 km Pirschen – Schneehöhe 30 – 40 cm
  • 1,5 h Ansitz

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Das Pirschen mit dem neuen Jagdstiefeln erwies sich als sehr angenehm. Nach ca. 100 m mussten die Schnürsenkel nachgezogen werden, aber das ist ja nicht unüblich. Stapfen oder leise pirschen ist kein Problem und es knarrt und quietscht nichts beim Garmisch Pro GTX.

Kommt man abseits des Weges, dann kann man sich auf den Stiefel wirklich verlassen. Mit dem weichem Profil lassen sich steile Wegabschnitte sehr gut überwinden – der Stiefel hält sehr gut im Schnee und man kommt nicht so schnell ins Rutschen.

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Beim 1,5 h Ansitz gab es natürlich kein Problem – mit den Jagdhund Wintersocken blieben die Füße angenehm warm und trocken.

Testszenario 2
  • Wetter: wolkenlos, ca. -5 °C Außentemperatur
  • 3 h Ansitz

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Dieses Mal zusätzlich mit Meindl Jagdsocken ausgerüstet. Bei ca. -5 °C und nach 3 fast bewegungslosen Stunden, blieb es in den Stiefeln immer noch angenehm warm. Das Lammfell spielt hier seine Stärken aus.

Testszenario 3
  • Wetter: wolkenlos, ca. 0 °C Außentemperatur
  • 2-3 h Winterwanderung

Nicht nur zum Jagen eignet sich der Meindl Garmisch Pro GTX, sondern auch für gemütliche Winterwanderungen. Die recht flexible Sohle sorgt auch auf Asphalt und Forstwegen für ein angenehmes Gehgefühl. Übrigens, man kann mit den Stiefel relativ bequem ein Auto fahren.

Fazit

Kommen wir zum Fazit. Der Meindl Garmisch Pro GTX, ist wie oben bereits erwähnt, kein Hochgebirgsstiefel – aber zum Pirschen im Bergrevier sehr wohl geeignet. Die GORE-TEX® Membran macht den Stiefel wasserdicht und atmungsaktiv. Die 12 mm Lammfell wärmen ungemein und sorgen für ein großes Wohlbehagen, lediglich die Sohle könnte vielleicht noch etwas stärker sein. Durch die Galoschenkonstruktion wirken die Stiefel sehr robust, sind aber trotzdem sehr schmal gehalten und tragen nicht so extrem auf.

Das echte Lammfell fühlt sich auch nach mehrmaligen tragen noch sehr angenehm an und wärmt hervorragend. Diesen Stiefel möchten wir im Winter nicht mehr missen.

Die Jagd- bzw. Winterstiefel Garmisch Pro GTX von Meindl sind in den Größen 39-47 bei Frankonia erhältlich und kosten € 269,95 (Stand Dezember 2016).

Für den Meindl Garmisch Pro GTX vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Meindl
Link zu Frankonia

Test: Carinthia ILG Jacket

Dieses Mal wollen wir die neue Carinthia ILG Jacket vorstellen. Es handelt sich dabei um eine sehr leichte Ganzjahresjacke, die bei tieferen Temperaturen auch als Unterziehjacke verwendet werden kann. ILG bedeutet “Insulated Loden Garment”.

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Technische Daten

  • Außenstoff: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid, Strichloden
  • Innenstoff: 100% Polyamid
  • Isolation: G-LOFT® Si 40g/m2, 100% Polyester
  • Farbe: oliv
  • Gewicht: 840 Gramm (Größe M)

Die Jacke

Geliefert wurde die Carinthia ILG Jacket in einer eigenen, mit Klett verschließbaren, Tragtasche.

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Zusätzlich ist noch ein eigener Packsack mit Kompressionsriemen im Lieferumfang enthalten. So kann die Jacke auf ein geringes Packmaß komprimiert werden und die Füllung wird dadurch nicht beschädigt.

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Die Außenhülle besteht aus imprägnierten österreichischen Loden.

Loden ist ein widerstandsfähiger Wollstoff – genauer gesagt ein Funktionsgewebe aus 100 % Naturfaser, das auch im nassen Zustand wärmt.

Für eine gute Isolation sorgt die G-LOFT® Si Füllung (40g/m2) – ebenfalls Made in Austria.

Beim G-LOFT® Si handelt es sich um eine spiralförmige, hohle und atmungsaktive Kunstfaser. Durch die Spiralform kann die Hohlfaser komprimiert werden und baut sich danach wieder schnell auf. Sie nimmt keine Feuchtigkeit auf und isoliert ebenfalls bei Nässe. Zudem ist G-LOFT® Si pflegeleicht.

Vernäht wurde die Jacke in der EU, das heißt sie wurde fair und sozialgerecht hergestellt! Alle Nähte wurden sehr sauber verarbeitet!

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Die Carinthia ILG Jacket besitzt 5 Außentaschen, eine davon ist eine kleine am Unterarm angebrachte Tasche. Alle Taschen sind per Zipper verschließbar. Vernäht wurden hier hochwertige Reißverschlüsse der Marke YKK. Was uns da besonders gut gefällt sind die Zipper-Garagen aus Loden. Da scheuert und scheppert nichts! Zusätzlich besitzt jeder Reißverschluss eine lange Zughilfe.

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Die Schulterpartie und Teile des Oberarmes werden durch ein zusätzliches strapazierfähiges Material verstärkt.

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Der Innenkragen ist mit Thermovlies gefüttert – bei hochgeschlossener Jacke sehr angenehm – wärmt und scheuert nicht am Kinn. Unten kann die Weite der Jacke mit einer nach oben stehenden Kordel reguliert werden – da hängt kein Band herunter und ein Hängenbleiben ist ausgeschlossen.

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Die Jacke ist relativ lange geschnitten, so bleibt beim Ansitzen der Rücken im unteren Bereich gut bedeckt. Die Ärmel sind vorgeformt, was den Komfort nochmal erhöht. Zusätzlich besitzen die Ärmel einen angenehmen Bund vor dem Handgelenk.

Fazit

Mit der Carinthia ILG Jacket hat Carinthia ein richtig tolles Produkt für Jäger und Naturbegeisterte auf den Markt gebracht. Die Jacke ist sehr modern geschnitten und man braucht sich mit dieser Lodenjacke nicht verstecken.

Durch die G-LOFT® Füllung wärmt diese Jacke hervorragend. Selbst bei windigen 10 °C lässt es sich mit einem T-Shirt und der Carinthia ILG Jacket beim längeren Ansitzen gut aushalten. Durch die leichte Bauweise kann diese Jacke im Winter auch unter dickeren Jacken getragen werden.

Der Außenstoff ist sehr geräuscharm, das ist eben einer der vielen Vorteile von Loden. Das Innenfutter aus Kunstfaser ist leider nicht nicht so geräuscharm wie Loden, sondern raschelt in Bewegung etwas – hier gibt es aus unserer Sicht noch etwas Verbesserungspotential. Aber das war auch schon der einzige Kritikpunkt.

Erhältlich, in den Größen S-XXL, ist die ILG Jacket im Online-Shop von Carinthia und kostet € 279,90.

Für die Carinthia ILG Jacket von Carinthia vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Carinthia
Link zum Online-Shop von Carinthia

Test: P.A.C. Original Multifunktionstuch

Multifunktionstücher in Schlauchform erfreuen sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Diese Schlauchtücher können kann als Halstuch, Bandana, Haarband, Stirnband, Piratentuch und verschiedenes mehr getragen werden.

Wir haben Multifunktionstücher von P.A.C. Original in Verwendung, die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • 100 % Mikrofaser
  • 100 % nahtlos
  • antibakteriell
  • atmungsaktiv
  • schnell trocknend
  • thermoregulierend
  • dehnbar
  • sehr leicht
  • deckt helle Hautpartien (Hals) ab
  • Made in Germany

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Das P.A.C. Original fühlt sich mehr als nur angenehm auf der Haut an und die Tücher trocknen sehr schnell. Die Ränder sind sehr gut verarbeitet und nach zwei Jahren Anwendung, franst hier nichts aus.

Wir vergeben für die tollen Multifunktionstücher von P.A.C. Original 5 von 5 Krickerl.
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Link zu P.A.C.: www.pac-original.de

Test: Kniebundhose Dachs

Jagdhosen müssen geräuscharm, widerstandsfähig und sehr bequem zu tragen sein. Diese drei Eigenschaften erfüllt die jagdliche Kniebundhose Dachs von der Salzburger Firma Bekla.

Das Modell Dachs wurde aus österreichischem Loden gefertigt. Nun, Loden klingt zwar sehr altmodisch, aber der Lodenstoff erfreut sich immer mehr an Beliebtheit, denn das ist ein Funktionsgewebe aus 100 % Naturfaser, das auch im nassen Zustand wärmt.

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Die Hose

Bei der Jagdhose Dachs handelt sich hier um eine Kniebundhose aus Loden. Kniebundhosen galten lange Zeit als großväterlich. Langsam kommen die Kniebundhosen wieder in Mode, denn sie besitzt einige Vorteile. Sie sind windschnittiger und liegen fest am Bein an, so dass der Hosenabschluss nicht herum flattert – man hat freie Sicht auf den Schuh.

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Durch den dickeren Loden ist die Kniebundhose Dachs für den Winter und auch für die Übergangszeit bestens geeignet. Sie besitzt auch einen bis zu 15 cm hohen Nierenbund, der gerade beim Ansitzen für den notwendigen Komfort sorgt.

kniebundhose-loden-jagd-1Den Tragekomfort kann man bei dieser Hose sehr gut beschreiben. Vorgeformte Knieprofile steigern die Bewegungsfreiheit. Zusätzlich ist der Knieteil noch extra wattiert, was ein Ansitzen bei tieferen Temperaturen um einiges erträglicher macht.

Der Hosenabschluss enthält einen elastischen Bündchenverschluss mit einer Metallspange. Hier bleibt die Hosen auch in Bewegung gut geschlossen, ohne das etwas drückt oder unangenehm wird.

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Die Rückseite der Hose besitzt im Gesäß- und im Oberschenkelbereich eine Doppelung – doppelter Stoff isoliert beim Ansitzen noch besser, was uns besonders gut gefallen hat.

Ausgestattet ist sie mit 4 Hosentaschen, wovon die zwei Gesäßtaschen mittels Zippverschluss verschließbar sind. Die beide Fronttaschen bestehen aus einem angenehmen Stoff, der die Finger sehr schnell wärmt.

Weiters hat die Kniebundhose Dachs eine Messertasche, die eine stufenlose Längenverstellung besitzt – diese kann perfekt für jedes Messer angepasst werden – finden wir sehr durchdacht!

kniebundhose-loden-jagd-5Mit drei (für den optional erhältlichen Hosenträger) Adapter, ist die Hose ebenfalls ausgestattet. Mit den 4 cm breiten Hosenträgern und dem angebrachten Rückenteil gab es in der Testphase nie ein Verrutschen der Träger!

kniebundhose-loden-jagd-4Für die Gegner von Hosenträger: Diese Jagdhose besitzt auch starke Gürtelschlaufen!

Das Außenmaterial

Diese Lodenhose besteht aus Waliserloden, der in Österreich hergestellt wird. Der Waliserloden, auch Diagonalloden genannt, besteht aus 640 gr./lfm. Schurwolle.

waliserlodenDiese Lodenart ist besonders strapazierfähig und durch die unruhige Oberfläche verschwinden die Konturen. Loden ist ein richtiger Funktionsstoff und besticht mit folgenden Eigenschaften.

  • geräuscharm bzw. lautlos
  • schmutzabweisend
  • wasserabweisend
  • besonders atmungsaktiv und dennoch winddicht
  • hervorragender Wärmeschutz – wärmt auch im nassen Zustand
  • äußerst strapazierfähig
  • nimmt kaum Geruch auf

Fazit

Die Jagdhose Dachs von Bekla ist beim Pirschen und beim mehrstündigen Ansitz sehr überzeugend. Kälteempfindliche Körperteile werde durch Fütterungen oder Doppelungen gut geschützt. Der Stoff und die Nähte wurden sehr gut verarbeitet und das erhöht unserer Meinung nach die Lebensdauer. Sollte man aus der Hose einmal herauswachsen, ist das kein Problem – die Hose ist im Gesäßbereich großzügig mit Reservestoff vernäht, dass sie jede Schneiderin leicht auslassen kann.

Im Online-Shop der Bekla KG wird die Loden-Kniebundhose Dachs in mehreren Farben für € 163,- angeboten. Optional dazu können noch die extra breiten Hosenträger mit Rückenmittelstück für € 29,- erworben werden. Für alle diejenigen, die keine Kniebundhosen mögen, gibt es eine lange Hose ähnlichen Features -> das Modell Wolf.

Wir vergeben für die innovative und funktionelle Jagdhose, mit österreichischem Waliserloden, 5 von 5 Krickerl.
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Link zur Kniebundhose Dachs
Link zur Firma BEKLA

Jagdhund Wintersocken

Die kalte Jahreszeit klopft bereits an und es wird wieder Zeit für die etwas dickeren Socken.

Wintersocken heizen zwar nicht direkt, aber tragen zur Aufrechterhaltung der benötigten Temperatur bei. Perfekte Wintersocken sollen bequem sein, beim Ansitz den Fuß wärmen bzw. warm halten und bei längeren Strecken den Fuß nicht zum Schwitzen bringen. Und genau diese Eigenschaften besitzen die Wintersocken von Jagdhund.

jagdhund-wintersocken-1Die Jagdhund Wintersocken bestehen aus 75 % Merinowolle.
Was sind denn die Vorteile von Merinowolle?

  • Antibakteriell und somit geruchsneutral
  • Sehr bequem und somit ist ein hoher Tragekomfort gewährleistet
  • Trocknen sehr schnell
  • Feuchtigkeit wird gut weiter transportiert

Merinowolle hat allerdings den Nachteil, dass sie nach dem Waschen sehr lange zum Trocknen brauchen.

jagdhund-wintersocken-3Die Wintersocken sind mit sehr vielen Verstärkungen ausgestattet die den Tragekomfort noch einmal erhöhen. Dadurch befinden sich aber im Inneren der Socke (Bild Innenseite) einige Überfaden. Diese mindern aber keinesfalls das gute Tragegefühl.

jagdhund-wintersocken-4Features:

  • Komfortbund
  • Elastikeinsätze für perfekten Halt
  • Verstärkungen für hohe Strapazierfähigkeit
  • Flachnahtverarbeitung
  • verstärktes Fußteil

Material:

  • 75 % Merinowolle
  • 20 % Polyamid
  • 3 % Polyamid Cordura
  • 2 % Elasthan

Hinweise zur Pflege:

  • Wollwaschgang bei 30 °C
  • NICHT bleichen
  • NICHT bügeln
  • NICHT chemisch reinigen
  • NICHT im Wäschetrockner trocknen

Fazit:
Die warmen und pflegeleichten Wintersocken überzeugen dadurch, dass sie auch nach längeren Pirschgängen und anschließendem Ansitzen immer ein angenehmes Klima im Schuh herstellen.

Für die bequemen Wintersocken von Jagdhund, mit viel Merinowolle, vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Jagdhund
Link zu den Jagdhund Wintersocken

 

Was tun gegen quietschende Schuhe?

Quietschende bzw. knarzende Lederschuhe sind speziell beim Pirschen sehr störend, aber was kann man gegen quietschende Schuhe tun?

Meist ist es die Lasche bzw. Zunge die das Quietschen am Lederschuh verursacht. Die Berührungspunkte, die das Quietschen verursachen, einfach mit HirschtalgTalkum oder Babypuder einreiben. Achtung, dadurch kann die Oberfläche glatter und dunkler werden.

Test: ALPENHEAT Heizweste fire-fleece

alpenheat Als erstes möchte ich mich bei der Firma Alpenheat bedanken, die uns die Heizweste fire-fleece zum Testen zur Verfügung gestellt hat.

Gerade jetzt wo die hellen Mondnächte zur Ansitzjagd auf Fuchs locken, sinken die Temperaturen immer tiefer nach unten und Nächte mit -20°C sind da keine Seltenheit mehr. Trotz Ansitzsack und warmen Handschuhen (HEAT 3) könnte es manchmal etwas behaglicher sein. Vor allem im Bereich des Rücken vermisst man manchmal eine wärmende Quelle. Und genau diese Wärmelücke soll eine Heizweste, in diesem Fall die fire-fleece von Alpenheat, schließen.

alpenheat-fire-fleece-brusttascheDie Heizweste ist sehr leicht und überzeugt mit einem geringen Packmaß. Sie enthält außen 3 Taschen, die sich mittels Zippverschluss schließen lassen. Innen befinden sich noch 2 Einschubtaschen für z.b. Taschentücher oder sonstige Utensilien. In der Brusttasche findet auch ein SmartPhone platz. Auch wenn man einige abstehende Fäden bei den Nähten findet, muss man die sagen, dass die Weste gut bis sehr gut verarbeitet wurde.

Mit 5 Heizstufen lässt sich die fire-fleece Weste regulieren. Im Rückenteil der Weste befindet sich das kaum spürbare Heizelement aus flexiblen Bio-Thermal-Fasern.

Der Akkupack, in der auch die Regelung integriert ist, wird in der rechten Westentasche untergebracht und ist nicht wirklich störend. Er enthält auch noch eine kleine LED-Lampe. Es sei noch angemerkt, dass der Akkupack Lithium-Ionen Akkus enthält, sie kennen keinen Memory-Effekt.

Die Kapazität/Ladezustand wird in 9 Stufen angezeigt und die integrierte Ladesteuerung im Akkupack verhindert ein Überladen der des Akkus.

Heizstufe Durchschnittstemp. Heizdauer
1 40 °C ca. 7,5 Stunden
2 45 °C ca. 6 Stunden
3 50 °C ca. 4,5 Stunden
4 55 °C ca. 3,5 Stunden
5 60 °C ca. 2,5 Stunden

Erst nach mehrmaligen Aufladen erreicht der Akku seine volle Kapazität. Die Ladedauer beträgt ca. 4 Stunden.

Alpenheat-Regelung-Akkupack

Die Heizweste im Einsatz

Bei der Ansitzjagd im Winter bevorzuge ich das Zwiebelschalenprinzip, d.h. man trägt mehrere Kleidungsschichten übereinander. Und die Heizweste fire-fleece trage ich als 2. Schicht, so dass zwischen Heizweste und Haut immer ein T-Shirt vorhanden ist. Auch über der Heizweste empfiehlt sich das Tragen eines weiteren Kleidungsstückes – dann geht auch über die Rückseite weniger Wärme verloren.

Ca. 5 Minuten vor dem Ansitzen sollte das Heizelement der Weste über die Regelung aktiviert werden.

Bei ca. -8°C und Stufe 3 lässt es sich im Ansitzsack in einer offenen Kanzel aushalten und man hat da auch das Bedürfnis auf Stufe 2 zurück zu regeln. Bei der 1. Anwendung wurde die Akkulaufzeit nicht eingehalten, aber wie bei allen Akkus erreicht der Akku erst nach einigen Ladezyklen die volle Kapazität und auf das wird auch in der Bedienungsanleitung hingewiesen.

Ein weiterer Ansitz in einer offenen Kanzel, dieses Mal ohne Ansitzsack und bei ca. 0° C mit leichtem Regen – mit Stufe 3 wurde auch dieser Ansitz nicht zur Qual. Das Heizelement ist genau dort angebracht wo die Wärme benötigt wird – am Rücken!

In einer geschlossenen Kanzel, vor geöffnetem Fenster, mit Ansitzsack und ca. -3° C wurde die Heizweste fire-fleece mit Stufe 2 betrieben. Laut Tabelle sollte die Heizweste ca. 6 Stunden heizen und diese Zeit wurde beim 5. Ladezyklus schon fast erreicht. Gerade in kalten (Voll-)Mondnächten will man den Ansitz genießen und das funktioniert eben nur, wenn einen die Kälte nicht beißt!

Die Firma Alpenheat bietet den Akkupack/Regelung auch separat zum Verkauf an – dieser würde sich dann als Ersatzakku anbieten! Speziell für Längersitzer interessant.

Heizweste Alpenheat fire fleece

Pflege/Reinigung

Die Weste ist waschmaschinentauglich und mit bei 30°C waschbar. Sie darf allerdings nicht geschleudert und auch nicht gebügelt werden und soll tropfnass, am besten am Kleiderbügel, trocknen.

Fazit

Für EUR 159,95 erhält man ein sehr innovatives Produkt, das durch einfache Bedienung und rasche Wärmeabgabe überzeugt. Und man kann getrost sagen, dass der Slogan garantiert warm hier zutrifft. Bei zukünftigen Outdoor Unternehmungen in kalter Umgebung will man auf die Heizweste fire-fleece von Alpenheat nicht mehr verzichten.

Test: Handschuhe – HEAT 3 „special force“

Als erstes möchte ich mich bei der THE HEAT company GmbH für das Testmuster bedanken.

Jetzt wo die (Fuchs-/Sau-) Nächte länger werden und die Temperaturen sehr niedrig sind, sind kalte Hände/Finger besonders unangenehm und lassen so manchen Ansitz auf Wild zur Qual werden. Natürlich gibt es Handschuhe, die die Finger wärmen bzw. warmhalten sollten. Die meisten sind aber zu unpraktisch.
Fäustling: Muss man immer komplett ausziehen, um z.B. den Schussfinger frei zu bekommen – halten aber relativ warm.
Fingerhandschuh: Warme Fingerlinge sind zumeist zu dick um zum Abschussbügel zu kommen. Dünne Fingerlinge sind für die Gewehr- oder Fotoapparat Bedienung zwar praktisch, aber sie wärmen einfach nicht richtig.

Somit haben beide Systeme ihre Vorteile und leider auch gravierende Nachteile, die das Fotografieren, Jagen bzw. die Hege erheblich erschweren.

THE HEAT company GmbH hat sich mit dem HEAT 3 Handschuh genau die Vorteile der beiden Systeme zu Nutzen gemacht und gleichzeitig die Nachteile ausgebügelt. Der HEAT 3 Handschuh ist eine sehr gelungene Kombination aus Fäustling und Fingerling – er ist sozusagen ein Fäustling mit integriertem Fingerhandschuh und der Werbeslogan nie mehr kalte Hände und trifft bei diesem Produkt 100%ig zu.

Lt. Hersteller hat der HEAT3 einige bekannte Referenzen vorzuweisen: Spezialkommandos (COBRA), Gerlinde Kaltenbrunner, Wettlauf zum Südpol (ORF/ZDF), usw.

Funktionsvideo:

Der Handschuh enthält außerdem noch Primaloft® und das ist derzeit das Beste was es so an isolierenden Polyesterfasern gibt. Ich kenne keine andere Kunstfaser die derartig angenehm gegen Kälte isoliert … ich vergleiche Primaloft® mit Daunen – nur hat Primaloft® gegenüber Daunen den Vorteil, dass sie auch im feuchten/nassen Zustand noch gut isoliert und schnell wieder trocknet.

Gerade die vielen Details wie z.B. die Extratasche am Handrücken für Wärmepflaster/Handwärmer lassen den HEAT 3 als sehr durchdacht wirken. Sollte es mal wirklich kalt werden bzw. man die will Finger schneller wärmen, erweisen sich die Wärmepflaster/Handwärmer als sehr nützlich und sie stören, in der extra dafür vorgesehenen Tasche, nicht. Gerade beim Fotografieren, wo man immer wieder die Finger zur Bedienung der Kamera benötigt, ist das ein sehr komfortables Feature, dass ich nicht mehr missen will.
Muss man den Handschuh doch mal ganz ausziehen, so braucht man sie nicht mehr in den Schnee, Matsch, … ablegen, denn durch die Armbändern baumeln sie nicht-störend unter den Handgelenken.

The Heat Company - HEAT 3

The Heat Company - HEAT 3


Vorteile

  • Kombination aus Fäustling und Fingerhandschuh
  • Extratasche für Wärmepflaster/Handwärmer
  • Innenhand und Seiten aus Ziegenleder
  • Primaloft gefüttert
  • extralanger Bund
  • Fingerteil vom Fäustling umklappbar und mit Magnetverschluss am Handrücken fixierbar
  • Daumenteil vom Fäustling umklappbar und fixierbar
  • Wasserdichte Zippverschlüsse
  • 2 selbstfixierende Zugbänder


Nachteil

  • Smartphone (z.B. iPhone) nicht bedienbar


Material:

  • elastische Microfaser mit wasserdichter und atmungsaktiver Membran gegen bestmöglichen Nässeschutz
  • Innenhand und beide Seitenwände aus echtem Ziegenleder


Lieferumfang:

  • 1 Paar HEAT 3 Handschuhe
  • 1 Paar Handwärmer

 

Link zu THE HEAT company GmbH
Link zum HEAT 3 special force Handschuh