Test: Jagdhose KODIAK 2 UNI von X JAGD

Die Jagdhose KODIAK 2 aus dem Hause X JAGD konnten wir nun mehrere Wochen testen. Es handelt sich hier um eine sehr leichte aber richtig robuste Jagdhose.

Was nach der Anprobe sofort auffiel ist das Material aus dem die Hose gefertigt wurde. Der Stoff aus Kunstfaser ist nicht glatt sondern er hat eine spürbare Struktur, die aber angenehm auf der Haut zu tragen ist. Das Material der Hose nennt sich HEROX und soll besonders abriebfest sein. Zusätzlich lässt dieser Stoff keine Mückenstiche durch. Der Stoff ist sehr elastisch und lässt sich dadurch noch angenehmer tragen. Die Nähte wurden sauber vernäht.


In den 5 angebrachten Gürtelschlaufen kann man Gürtel mit einer Breite von bis zu 5 cm einfädeln.

Die Jagdhose Kodiak 2 bietet richtig viel Stauraum, sie besitzt 2 tiefe Fronttaschen, 2 mittels Zipp verschließbare Gesäßtaschen, 2 verschließbare Cargobags, eine Messertasche und eine verschließbare Tasche mit Gummischlaufen für Munition.

Jeweils eine Front- und eine Schenkeltasche besitzen eine Innentasche. Die Messertasche befindet sich, wie gewohnt, am rechten Schenkel. Sie ist 5-6 cm breit und mit ca. 19 cm ausreichend tief.

Von offenen Munitionstaschen, wie es bei vielen Jacken üblich ist, halten wir nicht sehr viel, aber die Munitionstasche, die 7 Patronen fassen kann, ist zu unserer Freude verschließbar.

Das eigentliche Highlight der Hose ist, dass sie abzippbar ist – im Nu hat man eine kurze Hose. Zwischen dem Reißverschluss und der Haut befindet sich noch ein Falz, so dass der Verschluss nicht am Bein bzw. an der Haut reibt.

Der kleine bzw. feine YKK-Reißverschluss lässt sich leicht und problemlos einfädeln. Zum Hinzufügen bzw. Entfernen der unteren Hosenteile müssen allerdings die Schuhe ausgezogen werden. 

Technische Daten

  • Funktionelle Cargohose
  • Extrem robustes und abriebfestes Material
  • Zwei Einschubtaschen mit Münztasche
  • Zwei Seitentaschen mit Blasebalg und Zippblende
  • Rechte Seitentasche mit integrierter Messertasche
  • Linke Seitentasche Handytasche
  • Linke Seitentasche Munitionstasche mit Zipp
  • Zwei aufgesetzte Hinterhosentaschen mit abgedeckten Zipps
  • Abzippbare Hosenbeine
  • Schnelltrocknend
  • 95% Polyester, 5% Elasthan
  • Größen 46 – 62

Fazit

Oft wurden wir von Kunstfaserbekleidung beim Jagen enttäuscht, denn die meisten Kunstfaserprodukte haben einen etwas höheren Geräuschpegel, was sich speziell beim Pirschen negativ auswirkt. Mit diesem Vorurteil können wir die Jagdhose KODIAK nicht behaften – sie ist erstaunlich geräuscharm und mit den vielen Taschen ein richtiges Platzwunder.

Das HEROX Material fühlt sich wie bereits beschrieben richtig angenehm und ist auch sehr robust und abriebfest.

Was uns besonders gefallen hat ist, dass die Hose mit nur 530 Gramm sehr leicht ist – werden die Unterschenkel abgezippt, dann wiegt sie nur noch 390 Gramm (Gr. 54).

Durch das geringe Gewicht und dem angenehmen Material ist sie richtig angenehm zu tragen. Da die Hose etwas kleingeschnitten ist, sollte man sie lieber eine Nummer größer bestellen. Wir haben sie in der Farbe grün (UNI) getestet, sie ist aber auch in den Demorphing® Designs woodland, savanna und mountain zu haben. UVP ist € 239,- aber derzeit gibt es im Online Store von X JAGD eine Aktion und die Hose ist ab € 89,- erhältlich (Stand 18.07.2018).

Diese leichte Cargohose von X JAGD können wir sehr empfehlen und vergeben daher 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu X JAGD: www.xjagd.store/

Test: Hotz Nachsuchen & Jagdhose PROFI Vollleder

Erstmals dürfen wir eine Jagdhose aus Leder vorstellen, die Jagdhose PROFI aus dem Hause Hotz. Die Firma Hotz bietet Ihre Jagdhose in 2 Varianten an:

  • Vollleder
  • mit Kevlareinsatz (untere Hosenhälfte)

Nachsuchen, Drückjagden, forstliche Arbeiten ohne Motorsäge und Ansitz sind die wesentlichen Anwendungsgebiete dieser Hosen.
Um die Lautlosigkeit des Leders für die Pirsch zu nützen, haben wir uns für die Volllederhose entschieden.

Die Hose besteht aus Nubukleder. D.h. dass die glatte Lederseite angeschliffen ist und sich die Hose dadurch etwas samtig und weicher anfühlt – dies erhöht auch die Atmungsaktivität. Im Inneren der Hose befindet sich ein Innenfutter aus einem Mesh-Netz, das bis unter die Knie reicht und so den Tragekomfort erheblich erhöht.

Die Hose besitzt einen dehnbaren Bund, mit 7 ca. 2 cm breiten und gut vernähten Gürtelschlaufen, in denen sich bis zu 5 cm hohe Gürtel einfädeln lassen.

Am Hosenbund kann ein 15 cm hoher Nierenschutz, der im Lieferumfang vorhanden ist, angebracht werden.

3 tiefe Hosensäcke, wo von eine am Gesäß angebracht ist, gehören zur Ausstattung. Die 17 cm tiefe Gesäßtasche kann mittels Knopf verschlossen werden. Die Fronttaschen wurden zusätzlich noch verstärkt, um ein Aufreißen der Nähte zu verhindern. Am rechten Oberschenkel ist eine ca. 17 cm tiefe Messertasche vorhanden. Was uns hier fehlt ist eine weitere Tasche am Oberschenkel. 

Kommen wir nun zum eigentlichen Herzstück der Hose. Sie besitzt einen dehnbaren Schritt – einen elastischen Einsatz aus Leder – er verläuft von einem zum anderem Bein. Durch diese Bewegungsfreiheit lassen sich, ohne dass etwas zwickt, alle Arbeiten im Revier spielend tätigen. Lediglich für Arbeiten mit der Motorsäge wird eine extra Schnittschutzhose benötigt. Vorbei sind die Zeiten, wo eine (Leder-) Hose am Schritt auf geht.

Unsere Hose war etwas zu lange und lies sich leicht selber kürzen. Das Hosenbein besitzt am unteren Ende 3 Stoppnähte – dazwischen lässt sie sich mit einer Schere kürzen, ohne dass die Naht aufgeht.

Sie wiegt durch das etwa über 1 mm starke Leder, ohne Nierenschutz, ca. 1,5 kg.

Die Jagdhose PROFI Vollleder kostet EUR 259,- (Stand: Februar 2019) und hat dadurch ein super Preis/Leistungs-Verhältnis.

Als Verbesserungsvorschlag können wir hier nur eine fehlende Beintasche nennen. Durch den elastischen Schritt finden wir, dass diese Jagdhose richtig innovativ ist und sich dadurch auch etwas vom Mitbewerb abhebt. Sie lässt sich nicht nur im Revier tragen sondern eignet sich auch hervorragend als Trachtenhose.

Für die Hotz Nachsuchen & Jagdhose PROFI Vollleder vergeben wir 4 von 5 Krickerl und können somit diese Jagdhose aus Leder sehr empfehlen.
Wertung_4

Link zu Hotz Jagd & Forst: https://www.hotz-jagen.de

Test: Lodenhose Hias von Jagaloden

Seit über 500 Jahren wird in Ramsau am Dachstein Loden von der Lodenwalke Ramsau hergestellt – Bericht: Lodenerzeugung in der Lodenwalke Ramsau

Die Lodenwalke Ramsau stellt seit kurzem gemeinsam mit dem steirischem Jagdausstatter Siegert Waffen, Bekleidung und Zubehör für Jägerinnen und Jäger unter dem Label Jagaloden her – eine Hose aus der Kollektion von Jagaloden konnten wir bereits testen:

Die Lodenhose

Ein idealer Begleiter für die Jagd ist die Lodenhose Hias, sie eignet sich durch den lautlosen und feinen Loden bestens zum Pirschen – leiser, als mit Loden geht es unserer Meinung nicht mehr. Dadurch dass der Loden gewalkt ist, ist er auch wind- und wetterfest und wärmt auch hervorragend, daher ebenso für Ansitz- oder Drückjagd sehr gut geeignet.

Loden ist das einzige Material, das im nassen Zustand wärmt.

Am Hosenbund befinden sich ca. 1,5 cm breite und gut vernähte Gürtelschlaufen, in denen sich bis zu 5 cm hohe Gürtel einfädeln lassen. Der Bund könnte hinten allerdings etwas höher ausfallen.

Innen sieht man wie sauber und akkurat die Nähte verarbeitet wurden. An den Stoffenden wurde eine Paspel aufgenäht – ein Ausfransen des Stoffes wird somit verhindert.

Verschlossen wird die Hose ganz traditionell mit einem Hosenknopf. Am Hosenbund befindet sich zusätzlich ein Haken/Ösen-Verschlusssystem, das den Hosenknopf entlasten soll – ein ausgerissenes Knopfloch oder einen losen Knopf sollte es dadurch nicht geben. Auch beim Hosenschlitz wurde auf Qualität geachtet, dieser wird mittels YKK Reißverschluss verschlossen.

Hinten befindet sich eine ca. 20 cm tiefe Gesäßtasche, die mit einem Knopf verschlossen werden kann. Am Gesäß befindet sich, aus robustem Gebirgsloden, eine zweite Lage Stoff.

Der Schritt, ein besonders beanspruchter Bereich, wurde mit EtaProof verstärkt. EtaProof ist ein spezielles Baumwollgewebe, das atmungsaktiv, schnell trocknend, stark wasserabweisend, unelastisch und winddicht ist.

Innen, am Oberschenkel, besitzt die Lodenhose noch ein Innenfutter aus Baumwolle, das den Tragekomfort steigert erheblich.

An den Oberschenkeln sitzen zwei aufgesetzte Seitentaschen, die mit Knöpfen verschlossen werden. Die Kappen der Taschen besitzen innen ebenfalls ein Futter und die Knopflöcher wurden sauber vernäht.

Eine der Seitentaschen besitzt als Besonderheit eine Innentasche, die zur Unterbringung von z.B. Smartphones gedacht ist. Die obligatorische Messertasche fehlt natürlich nicht, sie befindet sich über der rechten Beintasche und ist ca. 18 cm tief.

Die Kniepartien werden zusätzlich mit Gletscherloden verstärkt – ungemein praktisch, wenn man sich auf feuchten Boden niederknien muss.

Fazit

Dass der Loden großartige Eigenschaften wie strapzierfähig, warm, natürlich, wind- und wetterfest, … besitzt wurde in diesem Blog bereits sehr oft erwähnt – Loden ist eben der Funktionsstoff aus 100 % Naturfaser.

Die Lodenhose Hias gefällt uns sehr gut und lässt sich wegen dem feinen Loden richtig angenehm tragen. Das Baumwollfutter, das innen bis zu den Knien reicht, steigert zusätzlich den Tragekomfort.

Durch ihre zusätzlichen Verstärkungen im Schritt, Gesäß und Knie, ist sie  sehr widerstandsfähig. Diese Verstärkungen aus Gletscherloden peppen das Design zusätzlich auf.

Die Verarbeitung der Hose zeugt von sehr hoher Qualität, was sich in den Nähten widerspiegelt. Einziger Kritikpunkt ist der Bund auf der Rückseite … mit etwas mehr Höhe, würde dieser die Nieren mehr schützen.

Die Lodenhose Hias wird komplett in der Steiermark (Österreich) produziert – also vom Ausgangsmaterial, Loden von der Lodenwalke Ramsau, bis zur fertigen Hose ist alles Made in Austria. Das heißt, die Hose wird fair und sozial gerecht hergestellt! Sie ist erhältlich in den Größen 44-60 (Herren) bzw. 34-46/48 (Damen) und kostet 289,- Euro.

Für diese Jagdhose, aus feinem Loden, vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Jagaloden: www.jagaloden.com/
Link zur Lodenwalke Ramsau: www.jagaloden.com/
Link zum Online-Shop der Fa. Siegert: www.siegert.at/

Lodenerzeugung in der Lodenwalke Ramsau

Im malerischen Ramsau am Dachstein liegt der älteste Gewerbebetrieb der Steiermark, die Lodenwalke Ramsau – sie wurde bereits 1434 urkundlich erwähnt.

Diese Lodenmanufaktur stellt nicht nur den Grundstoff Loden her, sondern schneidert auch die Endprodukte selber – es wird alles in Österreich bzw. Steiermark gefertigt. D.h. es werden keine günstigen Schneidereien aus dem Ausland in Anspruch genommen – alles Made in Austria.

Fair und sozialgerecht hergestellte Produkte erwecken immer unser Interesse und aus diesem Grund wollten wir diese Manufaktur näher begutachten. Die Hausherren Martina und Jörg Steiner, von denen wir überaus herzlich empfangen wurden, führten durch den traditionellen Betrieb und einige der vielen aufwändigen Arbeitsschritte möchten wir gerne vorstellen.

Krempelmaschine

Mit Nadeln bestückten Walzen kämmen die Wolle zu einem Vlies.


Dieses Vlies wird zu einem ungedrehten Faden, dem Vorgarn, geteilt.

Ringspinnerei

In der Ringspinnerei wird das ungedrehte Vorgarn zu festen Fäden gesponnen.

Mehrere Garne werden miteinander verzwirnt und erreichen somit mehr an Festigkeit. Anschließend wird dieser Faden auf eine Spule gewickelt.

Weberei

Auf den mit bis zu 4000 Kettfäden bestückten Webstühlen werden die 40-60 m langen Wolltücher hergestellt. Die älteren Maschinen arbeiten zwar etwas gemächlicher, aber gehen dafür sehr sorgsam und schonend mit der Wolle um, was die Qualität erheblich steigert.

Anschließend werden die Tücher auf dem Leuchttisch einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Walken

Beim Walken wird das Tuch im lauwarmen Wasser (30-40 °C) durch Druck und Reibung verfilzt. Es verliert fast die Hälfte der Größe und gewinnt daher an Dichte. Dadurch wird der Stoff sehr strapazfähig, winddicht und wasserabweisend.

Danach werden die Stoffe ggf. gefärbt und im Freien, an der frischen Luft, getrocknet.

Rauen

Um die elektrostatische Aufladung zu verhindern, werden die Lodendecken mit Hilfe von Naturdisteln aufgeraut.

Nur mit den bis zu 2000 Naturdisteln, die auf der Maschine angebracht sind, geht das schonend vonstatten.

Verkauf

Im über 500 m² großen Verkaufsraum werden die zu 100 % in der Steiermark erzeugten Produkte ausschließlich und exklusiv im Haus verkauft – nur die Sportkollektion gibt es im Online-Shop. Von der wunderschönen Tracht bis zur Alltags- und hochwertigen Sportbekleidung findet man alles im schönen Geschäft. Ja sogar mit Loden besetzte Lederschuhe werden hier angeboten.

Besichtigung / Betriebsführungen

Privatpersonen können sich frei am markierten Weg im Betrieb umsehen. Für größere Gruppen gibt es Führungen, wobei hier eine Voranmeldung erwünscht wird. Die Besichtigungen bzw. die Führungen werden kostenlos angeboten.

Tipp: Einzelpersonen oder Familien sollten den Vormittag für Besuche nutzen, da am Nachmittag der Andrang doch etwas stärker ist.

Nach dem Besuch kann man sich zu fairen Preisen im hauseigenen Gasthaus kulinarisch verwöhnen lassen.

Fazit

Viele der Maschinen in der Lodenwalke Ramsau sind bereits 50-60 Jahre alt, ja sogar eine 200 Jahre alte Maschine ist noch im Einsatz. Nur sie garantieren eine schonende Herstellung und Verarbeitung.

Während der Besichtigung spürt man die Tradition und die Leidenschaft die den Betrieb prägen. Alte Schnitte werden wieder neu belebt und dem Lauf der Zeit angepasst.

Wenn man sieht, wie in vielen aufwändigen Arbeitsschritten aus dem nachhaltigen Rohstoff Wolle robuste aber auch feine Tücher für die Weiterverarbeitung hergestellt werden, dann wird einem klar, dass die Produkte ihren Preis haben, aber die erstellten Kleidungsstücke werden dennoch zu fairen Preisen angeboten, da kein Zwischenhandel existiert. Und man trägt ein „gesundes“ Kleidungsstück, das vollständig in Österreich produziert wurde!

Interessant ist auch, dass der natürliche Rohstoff mit nachhaltiger Energie produziert wird – die Produktion wird zusätzlich mit zwei kleinen Wasserkraftwerken versorgt.

Man verlässt die Lodenwalke Ramsau mit einem anderen Bewusstsein für Kleidung. Einem Besuch beim Lodenwalker können wir echt jedem empfehlen – hier wird tatsächlich noch altes Handwerk fortgeführt.

Link zur Lodenwalke Ramsau
Link zu LWS – Loden Walke Sport

Test: Meindl Garmisch Pro GTX – der Jagdstiefel für den Winter

Die Temperaturen sind bereits unter 0° C und Schnee liegt schon im Revier. Die Zeit der Winterstiefel ist nun angebrochen. Aus diesem Grund wurde der Jagd- bzw. Winterstiefel Garmisch Pro GTX von Meindl getestet.

Technische Daten

  • Obermaterial: Nubukleder gewachst
  • Futter: GORE-TEX® Insulated Comfort Footwear / durchgehend 12 mm echtes  Lammfell
  • Fußbett: ebenfalls 12 mm echtes Lammfell
  • Sohle: Ultra Grip
  • Schafthöhe: ca. 27 cm
  • Gewicht pro Stiefel: 850 Gramm

Wegen der 12 mm Lammfelleinlage, sollte der Stiefel um 1-2 Größen größer gekauft werden. Bestellt wurde der Stiefel bei Frankonia – ein Umtausch auf die nächste Größe verlief problemlos. Dass die Hotline höflich und zuvorkommend war, sollte nicht unerwähnt bleiben.

In der Praxis

Vorab muss wohl gesagt werden, dass der Meindl Garmisch Pro GTX kein Hochgebirgsstiefel ist. Dieser Stiefel wurde auch nicht in die typischen Meindl Anwendungsbereiche A–D eingeteilt. Er fällt in die Kategorie Winterstiefel.

Das erste Tragen eines neuen Stiefels ist in jeglicher Hinsicht spannend. Bleibt der Stiefel trocken, wie ist der Grip im Schnee, wo drückt und scheuert der Jagdstiefel und hält er auch wirklich warm?

Testszenario 1
  • Wetter: bewölkt, ca. -3 °C Außentemperatur
  • 3 km Pirschen – Schneehöhe 30 – 40 cm
  • 1,5 h Ansitz

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Das Pirschen mit dem neuen Jagdstiefeln erwies sich als sehr angenehm. Nach ca. 100 m mussten die Schnürsenkel nachgezogen werden, aber das ist ja nicht unüblich. Stapfen oder leise pirschen ist kein Problem und es knarrt und quietscht nichts beim Garmisch Pro GTX.

Kommt man abseits des Weges, dann kann man sich auf den Stiefel wirklich verlassen. Mit dem weichem Profil lassen sich steile Wegabschnitte sehr gut überwinden – der Stiefel hält sehr gut im Schnee und man kommt nicht so schnell ins Rutschen.

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Beim 1,5 h Ansitz gab es natürlich kein Problem – mit den Jagdhund Wintersocken blieben die Füße angenehm warm und trocken.

Testszenario 2
  • Wetter: wolkenlos, ca. -5 °C Außentemperatur
  • 3 h Ansitz

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Dieses Mal zusätzlich mit Meindl Jagdsocken ausgerüstet. Bei ca. -5 °C und nach 3 fast bewegungslosen Stunden, blieb es in den Stiefeln immer noch angenehm warm. Das Lammfell spielt hier seine Stärken aus.

Testszenario 3
  • Wetter: wolkenlos, ca. 0 °C Außentemperatur
  • 2-3 h Winterwanderung

Nicht nur zum Jagen eignet sich der Meindl Garmisch Pro GTX, sondern auch für gemütliche Winterwanderungen. Die recht flexible Sohle sorgt auch auf Asphalt und Forstwegen für ein angenehmes Gehgefühl. Übrigens, man kann mit den Stiefel relativ bequem ein Auto fahren.

Fazit

Kommen wir zum Fazit. Der Meindl Garmisch Pro GTX, ist wie oben bereits erwähnt, kein Hochgebirgsstiefel – aber zum Pirschen im Bergrevier sehr wohl geeignet. Die GORE-TEX® Membran macht den Stiefel wasserdicht und atmungsaktiv. Die 12 mm Lammfell wärmen ungemein und sorgen für ein großes Wohlbehagen, lediglich die Sohle könnte vielleicht noch etwas stärker sein. Durch die Galoschenkonstruktion wirken die Stiefel sehr robust, sind aber trotzdem sehr schmal gehalten und tragen nicht so extrem auf.

Das echte Lammfell fühlt sich auch nach mehrmaligen tragen noch sehr angenehm an und wärmt hervorragend. Diesen Stiefel möchten wir im Winter nicht mehr missen.

Die Jagd- bzw. Winterstiefel Garmisch Pro GTX von Meindl sind in den Größen 39-47 bei Frankonia erhältlich und kosten € 269,95 (Stand Dezember 2016).

Für den Meindl Garmisch Pro GTX vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

Link zu Meindl
Link zu Frankonia

Test: Carinthia ILG Jacket

Dieses Mal wollen wir die neue Carinthia ILG Jacket vorstellen. Es handelt sich dabei um eine sehr leichte Ganzjahresjacke, die bei tieferen Temperaturen auch als Unterziehjacke verwendet werden kann. ILG bedeutet “Insulated Loden Garment”.

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Technische Daten

  • Außenstoff: 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid, Strichloden
  • Innenstoff: 100% Polyamid
  • Isolation: G-LOFT® Si 40g/m2, 100% Polyester
  • Farbe: oliv
  • Gewicht: 840 Gramm (Größe M)

Die Jacke

Geliefert wurde die Carinthia ILG Jacket in einer eigenen, mit Klett verschließbaren, Tragtasche.

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Zusätzlich ist noch ein eigener Packsack mit Kompressionsriemen im Lieferumfang enthalten. So kann die Jacke auf ein geringes Packmaß komprimiert werden und die Füllung wird dadurch nicht beschädigt.

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Die Außenhülle besteht aus imprägnierten österreichischen Loden.

Loden ist ein widerstandsfähiger Wollstoff – genauer gesagt ein Funktionsgewebe aus 100 % Naturfaser, das auch im nassen Zustand wärmt.

Für eine gute Isolation sorgt die G-LOFT® Si Füllung (40g/m2) – ebenfalls Made in Austria.

Beim G-LOFT® Si handelt es sich um eine spiralförmige, hohle und atmungsaktive Kunstfaser. Durch die Spiralform kann die Hohlfaser komprimiert werden und baut sich danach wieder schnell auf. Sie nimmt keine Feuchtigkeit auf und isoliert ebenfalls bei Nässe. Zudem ist G-LOFT® Si pflegeleicht.

Vernäht wurde die Jacke in der EU, das heißt sie wurde fair und sozialgerecht hergestellt! Alle Nähte wurden sehr sauber verarbeitet!

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Die Carinthia ILG Jacket besitzt 5 Außentaschen, eine davon ist eine kleine am Unterarm angebrachte Tasche. Alle Taschen sind per Zipper verschließbar. Vernäht wurden hier hochwertige Reißverschlüsse der Marke YKK. Was uns da besonders gut gefällt sind die Zipper-Garagen aus Loden. Da scheuert und scheppert nichts! Zusätzlich besitzt jeder Reißverschluss eine lange Zughilfe.

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Die Schulterpartie und Teile des Oberarmes werden durch ein zusätzliches strapazierfähiges Material verstärkt.

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Der Innenkragen ist mit Thermovlies gefüttert – bei hochgeschlossener Jacke sehr angenehm – wärmt und scheuert nicht am Kinn. Unten kann die Weite der Jacke mit einer nach oben stehenden Kordel reguliert werden – da hängt kein Band herunter und ein Hängenbleiben ist ausgeschlossen.

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Die Jacke ist relativ lange geschnitten, so bleibt beim Ansitzen der Rücken im unteren Bereich gut bedeckt. Die Ärmel sind vorgeformt, was den Komfort nochmal erhöht. Zusätzlich besitzen die Ärmel einen angenehmen Bund vor dem Handgelenk.

Fazit

Mit der Carinthia ILG Jacket hat Carinthia ein richtig tolles Produkt für Jäger und Naturbegeisterte auf den Markt gebracht. Die Jacke ist sehr modern geschnitten und man braucht sich mit dieser Lodenjacke nicht verstecken.

Durch die G-LOFT® Füllung wärmt diese Jacke hervorragend. Selbst bei windigen 10 °C lässt es sich mit einem T-Shirt und der Carinthia ILG Jacket beim längeren Ansitzen gut aushalten. Durch die leichte Bauweise kann diese Jacke im Winter auch unter dickeren Jacken getragen werden.

Der Außenstoff ist sehr geräuscharm, das ist eben einer der vielen Vorteile von Loden. Das Innenfutter aus Kunstfaser ist leider nicht nicht so geräuscharm wie Loden, sondern raschelt in Bewegung etwas – hier gibt es aus unserer Sicht noch etwas Verbesserungspotential. Aber das war auch schon der einzige Kritikpunkt.

Erhältlich, in den Größen S-XXL, ist die ILG Jacket im Online-Shop von Carinthia und kostet € 279,90.

Für die Carinthia ILG Jacket von Carinthia vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Carinthia
Link zum Online-Shop von Carinthia

Test: P.A.C. Original Multifunktionstuch

Multifunktionstücher in Schlauchform erfreuen sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Diese Schlauchtücher können kann als Halstuch, Bandana, Haarband, Stirnband, Piratentuch und verschiedenes mehr getragen werden.

Wir haben Multifunktionstücher von P.A.C. Original in Verwendung, die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • 100 % Mikrofaser
  • 100 % nahtlos
  • antibakteriell
  • atmungsaktiv
  • schnell trocknend
  • thermoregulierend
  • dehnbar
  • sehr leicht
  • deckt helle Hautpartien (Hals) ab
  • Made in Germany

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Das P.A.C. Original fühlt sich mehr als nur angenehm auf der Haut an und die Tücher trocknen sehr schnell. Die Ränder sind sehr gut verarbeitet und nach zwei Jahren Anwendung, franst hier nichts aus.

Wir vergeben für die tollen Multifunktionstücher von P.A.C. Original 5 von 5 Krickerl.
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Link zu P.A.C.: www.pac-original.de

Test: Kniebundhose Dachs

Jagdhosen müssen geräuscharm, widerstandsfähig und sehr bequem zu tragen sein. Diese drei Eigenschaften erfüllt die jagdliche Kniebundhose Dachs von der Salzburger Firma Bekla.

Das Modell Dachs wurde aus österreichischem Loden gefertigt. Nun, Loden klingt zwar sehr altmodisch, aber der Lodenstoff erfreut sich immer mehr an Beliebtheit, denn das ist ein Funktionsgewebe aus 100 % Naturfaser, das auch im nassen Zustand wärmt.

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Die Hose

Bei der Jagdhose Dachs handelt sich hier um eine Kniebundhose aus Loden. Kniebundhosen galten lange Zeit als großväterlich. Langsam kommen die Kniebundhosen wieder in Mode, denn sie besitzt einige Vorteile. Sie sind windschnittiger und liegen fest am Bein an, so dass der Hosenabschluss nicht herum flattert – man hat freie Sicht auf den Schuh.

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Durch den dickeren Loden ist die Kniebundhose Dachs für den Winter und auch für die Übergangszeit bestens geeignet. Sie besitzt auch einen bis zu 15 cm hohen Nierenbund, der gerade beim Ansitzen für den notwendigen Komfort sorgt.

kniebundhose-loden-jagd-1Den Tragekomfort kann man bei dieser Hose sehr gut beschreiben. Vorgeformte Knieprofile steigern die Bewegungsfreiheit. Zusätzlich ist der Knieteil noch extra wattiert, was ein Ansitzen bei tieferen Temperaturen um einiges erträglicher macht.

Der Hosenabschluss enthält einen elastischen Bündchenverschluss mit einer Metallspange. Hier bleibt die Hosen auch in Bewegung gut geschlossen, ohne das etwas drückt oder unangenehm wird.

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Die Rückseite der Hose besitzt im Gesäß- und im Oberschenkelbereich eine Doppelung – doppelter Stoff isoliert beim Ansitzen noch besser, was uns besonders gut gefallen hat.

Ausgestattet ist sie mit 4 Hosentaschen, wovon die zwei Gesäßtaschen mittels Zippverschluss verschließbar sind. Die beide Fronttaschen bestehen aus einem angenehmen Stoff, der die Finger sehr schnell wärmt.

Weiters hat die Kniebundhose Dachs eine Messertasche, die eine stufenlose Längenverstellung besitzt – diese kann perfekt für jedes Messer angepasst werden – finden wir sehr durchdacht!

kniebundhose-loden-jagd-5Mit drei (für den optional erhältlichen Hosenträger) Adapter, ist die Hose ebenfalls ausgestattet. Mit den 4 cm breiten Hosenträgern und dem angebrachten Rückenteil gab es in der Testphase nie ein Verrutschen der Träger!

kniebundhose-loden-jagd-4Für die Gegner von Hosenträger: Diese Jagdhose besitzt auch starke Gürtelschlaufen!

Das Außenmaterial

Diese Lodenhose besteht aus Waliserloden, der in Österreich hergestellt wird. Der Waliserloden, auch Diagonalloden genannt, besteht aus 640 gr./lfm. Schurwolle.

waliserlodenDiese Lodenart ist besonders strapazierfähig und durch die unruhige Oberfläche verschwinden die Konturen. Loden ist ein richtiger Funktionsstoff und besticht mit folgenden Eigenschaften.

  • geräuscharm bzw. lautlos
  • schmutzabweisend
  • wasserabweisend
  • besonders atmungsaktiv und dennoch winddicht
  • hervorragender Wärmeschutz – wärmt auch im nassen Zustand
  • äußerst strapazierfähig
  • nimmt kaum Geruch auf

Fazit

Die Jagdhose Dachs von Bekla ist beim Pirschen und beim mehrstündigen Ansitz sehr überzeugend. Kälteempfindliche Körperteile werde durch Fütterungen oder Doppelungen gut geschützt. Der Stoff und die Nähte wurden sehr gut verarbeitet und das erhöht unserer Meinung nach die Lebensdauer. Sollte man aus der Hose einmal herauswachsen, ist das kein Problem – die Hose ist im Gesäßbereich großzügig mit Reservestoff vernäht, dass sie jede Schneiderin leicht auslassen kann.

Im Online-Shop der Bekla KG wird die Loden-Kniebundhose Dachs in mehreren Farben für € 163,- angeboten. Optional dazu können noch die extra breiten Hosenträger mit Rückenmittelstück für € 29,- erworben werden. Für alle diejenigen, die keine Kniebundhosen mögen, gibt es eine lange Hose ähnlichen Features -> das Modell Wolf.

Wir vergeben für die innovative und funktionelle Jagdhose, mit österreichischem Waliserloden, 5 von 5 Krickerl.
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Link zur Kniebundhose Dachs
Link zur Firma BEKLA
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Jagdhund Wintersocken

Die kalte Jahreszeit klopft bereits an und es wird wieder Zeit für die etwas dickeren Socken.

Wintersocken heizen zwar nicht direkt, aber tragen zur Aufrechterhaltung der benötigten Temperatur bei. Perfekte Wintersocken sollen bequem sein, beim Ansitz den Fuß wärmen bzw. warm halten und bei längeren Strecken den Fuß nicht zum Schwitzen bringen. Und genau diese Eigenschaften besitzen die Wintersocken von Jagdhund.

jagdhund-wintersocken-1Die Jagdhund Wintersocken bestehen aus 75 % Merinowolle.
Was sind denn die Vorteile von Merinowolle?

  • Antibakteriell und somit geruchsneutral
  • Sehr bequem und somit ist ein hoher Tragekomfort gewährleistet
  • Trocknen sehr schnell
  • Feuchtigkeit wird gut weiter transportiert

Merinowolle hat allerdings den Nachteil, dass sie nach dem Waschen sehr lange zum Trocknen brauchen.

jagdhund-wintersocken-3Die Wintersocken sind mit sehr vielen Verstärkungen ausgestattet die den Tragekomfort noch einmal erhöhen. Dadurch befinden sich aber im Inneren der Socke (Bild Innenseite) einige Überfaden. Diese mindern aber keinesfalls das gute Tragegefühl.

jagdhund-wintersocken-4Features:

  • Komfortbund
  • Elastikeinsätze für perfekten Halt
  • Verstärkungen für hohe Strapazierfähigkeit
  • Flachnahtverarbeitung
  • verstärktes Fußteil

Material:

  • 75 % Merinowolle
  • 20 % Polyamid
  • 3 % Polyamid Cordura
  • 2 % Elasthan

Hinweise zur Pflege:

  • Wollwaschgang bei 30 °C
  • NICHT bleichen
  • NICHT bügeln
  • NICHT chemisch reinigen
  • NICHT im Wäschetrockner trocknen

Fazit:
Die warmen und pflegeleichten Wintersocken überzeugen dadurch, dass sie auch nach längeren Pirschgängen und anschließendem Ansitzen immer ein angenehmes Klima im Schuh herstellen.

Für die bequemen Wintersocken von Jagdhund, mit viel Merinowolle, vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
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Link zu Jagdhund
Link zu den Jagdhund Wintersocken

 

Was tun gegen quietschende Schuhe?

Quietschende bzw. knarzende Lederschuhe sind speziell beim Pirschen sehr störend, aber was kann man gegen quietschende Schuhe tun?

Meist ist es die Lasche bzw. Zunge die das Quietschen am Lederschuh verursacht. Die Berührungspunkte, die das Quietschen verursachen, einfach mit HirschtalgTalkum oder Babypuder einreiben. Achtung, dadurch kann die Oberfläche glatter und dunkler werden.