Änderung der Abschussrichtlinienverordnung für Rehböcke der Klasse III in Salzburg

Mit dem Landesgesetzblatt 63/2017 hat die Salzburger Landesregierung die Abschussrichtlinienverordnung für Rehböcke der Klasse III geändert:

Einjährige Böcke sowie alle Spießer und Gabler ohne Altersbegrenzung, wobei Enden ab 1,0 cm zu werten sind.

Das Landesgesetzblatt Nr. 63/2017 tritt mit 28.07.2017 in Kraft.

Gemessen wird von Innenseite der Enden. Die Übergangsregelung für Böcke die vor dem 28.07.2017 erlegt wurden, wird auf der Seite der Salzburger Jägerschaft detailliert beschrieben: LINK

Link zum Landesgesetzblatt Nr. 63/2017

Herbst im Revier

Mit „Da Summa is uma“ beginnt bei uns ein altes Volkslied. Auch im Revier hat bereits der Herbst Einzug gehalten. Der Herbst ist wohl eine der schönsten Jahreszeiten, speziell was den Farbwandel der Natur betrifft. Die Tage werden kürzer, dafür ist das Wild nicht mehr ganz so heimlich. Mal sehen, was der Herbst noch für Bilder bringt.

 

Der abnorme Rehbock

Diejenigen die nur bei Schönwetter jagen gehen, wissen natürlich nicht, dass auch bei Regen mit Anblick zu Rechnen ist!
Speziell beim Pirschen bekommt man bei Schlechtwetter so manches Wild vor die Linse, so wie diesen abnormen, aber körperlich gut veranlagten, zweijährigen Rehbock.

 

Böcke im Mai

Im Mai sind die Rehböcke recht aktiv … und bei Schlechtwetter sind sie auch am Tage oft auf den Läufen. Insbesondere nach einem kräftiges Regenguss erhöhen sich die Chancen auf einen Anblick.

 

Haselhuhn und Maibock

Ein sehr seltener Anblick – das Haselhuhn. Der kleine und vor allem scheue Waldvogel wird bis zu 35 cm lang. Der Hahn hat im Gegensatz zur Henne einen schwarzen Kehlfleck.

Rehwild im Herbst

Die Rehkitze und die beiden jungen Rehböcke wurden zwischen Ende September und Ende Oktober aufgenommen.

Test: Ennstaler Wildfutter

Lagerhaus-AltenmarktEs naht wieder die Fütterungszeit und somit auch die Zeit, um sich das Wildfutter für das Schalenwild anzuschaffen.

Wir Jäger sind verpflichtet, wenn Wild gefüttert wird, hier bestes Wildfutter vorzulegen. Hier soll insbesondere darauf geachtet werden, dass gentechnikfreies Wildfutter unserem heimischen Wild angeboten wird.

Wichtig für unsere Entscheidungsfindung war auch, dass die Hauptbestandteile vom Wildfutter aus Österreich kommen. Zusätzlich sollten auch noch wiederkäuergerechte bzw. strukturwirksame Rohfaserteile enthalten sein.

Genau diese Anforderung erfüllt das von uns gewählte Ennstaler Wildfutter.

Erfunden wurde das Ennstaler Wildfutter, federführend von Herrn Matthias Steger, im Lagerhaus Altenmarkt. Herr Matthias Steger beantwortete uns alle Fragen mit sehr viel Engagement und da merkte man sofort, dass dieses Wildfutter mit sehr viel Energie und Leidenschaft entwickelt wurde.

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Komponenten:

  • Mais als Energielieferant
  • Hafer (Energie und Rohfaser)
  • Sesam Kombi (Mineralstoffe, Eiweiß und Vitamine)
  • Luzernenheu – Rohfaser aus Niederösterreich
  • Apfeltrester, der Geschmacksträger

Zusammensetzung:

  • 14 % Rohprotein
  • 10 % Rohfaser
  • 1,35 % Calcium
  • 0,65 % Phosphor

Calciumarmes Wildfutter verleitet das Wild zum Verbiss an Hölzer, die eben sehr reich an Calcium sind. Ein Negativ-Beispiel wäre, wenn nur Getreide (Hafer, Mais) als Futter vorgelegt wird – das wäre arm an Calcium und enthielte viel Phosphor.
Aber durch das optimale Calcium/Phosphor Verhältnis von 2:1 beim Ennstaler Wildfutter werden Schäl- und Verbissschäden weitgehend verringert.

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Als Rohfaser ist im Ennstaler Wildfutter Luzernenheu aus Österreich enthalten. Das fördert die Wiederkautätigkeit und soll so eine Pansenübersäuerung verhindern. Von Beginn bis Ende der Fütterungszeit konnte bei uns eine sehr gut geformte Losung beobachtet werden.

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Was uns bei diesem Wildfutter aufgefallen ist, dass in den Fütterungsbereichen von allen Fütterungen sehr viel Ruhe und Entspannung unter dem Wild herrscht – auch wenn sich mehrere Böcke innerhalb der Fütterung befinden.

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Durch den geflockten Mais wurde es auch mit dem Federwild in der Fütterung ruhiger – die doch recht lauten Eichelhäher bedienten sich beim vorher verwendetet Wildfutter recht ordentlich beim Mais. Hat noch den Vorteil, dass sich nun auch weniger Vogelkot bei den Futtertrögen befindet.

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Auf Lockstoffe wie z.B. Anis wurde hier komplett verzichtet und trotzdem wurde das Futter vom ersten Tag an sehr gut angenommen.

Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass immer reichlich gutes und blattreiches Raufutter vorhanden sein muss.

Geliefert wird das Ennstaler Wildfutter in 30 kg Säcken, auf Paletten. Was hier auffällig ist, dass die 30 kg Futtersäcke um einiges größer sind, als die Säcke vom vorher verwendeten Futter. Das Ennstaler Wildfutter ist deutlich voluminöser. Aber auf Grund der letzten unterschiedlichen Winter kann hier keine Aussage getroffen werden, ob dadurch auch weniger Wildfutter verbraucht wurde.

Das Ennstaler Wildfutter wird bei uns auch heuer wieder zum Einsatz kommen. Für das gentechnikfreie Wildfutter aus unserer Region vergeben wir 5 von 5 Krickerl.
Wertung_5

 

Link zum Ennstaler Wildfutter
Link zum Lagerhaus Altenmarkt

 

 

Rehwild nach der Brunft

Nach der Rehbrunft/Blattzeit sind die (alten) Rehböcke wieder für einige Zeit sehr heimlich und es herrscht wieder mehr Ruhe im Revier.

Rehbrunft – Blattzeit – Teil 2

Die Rehbrunft bzw. Blattzeit neigt sich dem Ende zu. Hier sieht man wie die Rehböcke auf Wildlocker springen (aufgenommen am 13.08.2015)
Geblattet wurde mit dem Buttolo Gummiblatter und Rottumtaler Wildlocker (von Klaus Demmel). Leider ist der Fiep und Sprengfiep vom Rottumtaler Wildlocker nicht im Jagdvideo zu hören.